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Work&Travel Großbritannien - Daria

 
Daria in Bournemouth

Jetzt stehe ich hier – habe mein Abi gemacht und soll entscheiden, was ich mit dem Rest meines Lebens anfange. Klar, studieren wĂ€re super, wollte ich sowieso schon immer machen, aber was? Ganz ehrlich, keine Ahnung.‹Ich fange nicht einmal an nach Unis zu googeln, stattdessen tippe ich zielsicher „Ausland wie?“ in die Suchleiste. Zwischen Angeboten wie „Schildkröten retten am Mittelmeer“ und Freiwilligenprojekten in allen möglichen Ecken dieser Welt, stoße ich auf „Arbeitserfahrung in Großbritannien“ und mein Entschluss steht fest.

Warum gerade England?

Das waren tatsĂ€chlich auch schon alle meine BeweggrĂŒnde; mehr hat mich vor einem halben Jahr noch nicht mit England verbunden. ‹Gebucht war das Ding schnell, mit der Packliste und anderen Tipps vom Auszeit-Weltweit Team wurde alles organisiert und bevor ich eigentlich verstanden habe, worauf ich mich da genau einlasse, verabschiede ich mich von Freunden und Familie und sitze im Flieger.

Genau in diesem Augenblick werde ich nervös. Ist das jetzt tatsĂ€chlich der Moment in dem ich in mein eigenes, selbststĂ€ndiges, erwachsenes Leben starte? Ist das nicht auch im Heimatland schwer genug, warum muss ich auch noch weg? Angespannt hol ich aus meinem viel zu vollgepackten HandgepĂ€ck (packt mal fĂŒr ein halbes Jahr!) ein Taschenbuch mit dem Titel „Kulturschock Großbritannien“ raus und fange an mir in Windeseile Wissen ĂŒber meine neue Heimat anzueignen. Aus dem Fenster sehe ich die Insel und werde etwas ruhiger – England liegt mir wortwörtlich zu FĂŒĂŸen.

Ich lebe in einer WG in Bournemouth, im SĂŒden Englands am Meer. Der Strand ist wunderschön und ja, es gibt tatsĂ€chlich Palmen. Zwei Mal die Woche habe ich Sprachunterricht in der Schule, die direkt im Stadtzentrum liegt und ich arbeite Vollzeit als Kellnerin im Restaurant des „Days Hotel“. Mit den WG's muss man natĂŒrlich immer GlĂŒck haben, ich hatte keins – sechs Personen auf engstem Raum mit nur einem Bad und genug warmen Wasser fĂŒr nur drei Duschen, selbstverstĂ€ndlich problematisch bei sechs MĂ€dchen. Dazu habe ich in einem Doppelzimmer gelebt und es mag wirklich Menschen geben, bei denen das gut funktioniert, ich selbst fand das aber zunehmend Ă€tzend. Aber, keine Sorge, Bournemouth hat unzĂ€hlige WG’s, ich bin dann in eine WG mitten im Stadtzentrum gezogen und war dort sehr glĂŒcklich! Dennoch, englischer Standard ist nicht gleich deutscher Standard, bloß keine zu hohen AnsprĂŒche an die Wohnungen stellen! Ich kann euch versprechen, dass das GebĂ€ude alt, die Fenster schlecht isoliert und die Treppen schmal und steil sein werden, aber das macht ĂŒberhaupt nichts! Wer vorher, so wie ich, noch nie gekellnert hat, auch da keine Sorge, man lernt schnell und balanciert schon bald Suppen und TĂŒrme an Tellern durch die Gegend. Dazu kommt, dass die meisten Briten unbeschreiblich nett sind und sich – im Gegensatz zu uns Deutschen – nur sehr selten beschweren. Fragt man einen Gast, der kaum was von seinem Teller gegessen hat, ob es ihm nicht geschmeckt hĂ€tte, wird er höchstwahrscheinlich „It was lovely, my dear!“ antworten.‹Die Sprachschule ist fĂŒr ehemalige Englisch-Lk'ler eher so ein Zeitvertreib, viel beibringen können einem die Lehrer dort nicht mehr. DafĂŒr hat man aber immer einen Ort, an dem man Menschen trifft und das ist wichtiger als jede Grammatik.

Wer beim Work&Travel viel Wert auf's Traveln legt, der hat die Möglichkeit London bequem per Bus oder Zug zu erreichen, ich selbst bin einige Male rĂŒbergefahren, auch wenn es nur fĂŒr eine lange Clubnacht war (lohnt sich!). Ansonsten bin ich mit dem Zug nach Liverpool (Beatles!), Bath (Römer und alter Kram...) und Bristol (Banksy & viele andere StreetartkĂŒnstler!) gekommen – mein Tipp hier ist sich gleich eine „Railcard 16-25“ anzuschaffen, die kostet einmalig 30 Pfund und ist dann ein Jahr gĂŒltig. Damit bekommt man immer 1/3 des Preises fĂŒr das jeweilige Zugticket erstattet, das hat sich fĂŒr mich gleich bei meiner ersten Fahrt gelohnt!

Ein allzu harter Kulturschock erwartet dich in England nicht, dennoch, man ist hier immer nett zu den Busfahrern (tatsĂ€chlich bedankt sich jeder Fahrgast beim Aussteigen!), in den Clubs sind die MĂ€dels deutlich freizĂŒgiger unterwegs als hier und kennen scheinbar auch keine KĂ€lte und „booze“, also Alkohol, ist schweineteuer!

So wenig ich mit England am Hut hatte, jetzt wo ich wieder zu Hause bin, reagiere ich absolut nostalgisch auf jede Nachricht, die ich ĂŒber die lieben Briten höre. Ich habe mich absolut in England verliebt und wĂŒrde jederzeit zurĂŒck!

Ich drĂŒcke euch die Daumen bei eurem Auslandsaufenthalt und vergesst dabei bloß nicht, dass ihr eures GlĂŒckes eigener Schmied seid – wenn euch was nicht passt, dann setzt alles daran, es besser zu machen, es lohnt sich!


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