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Indien, Nepal, Sri Lanka und Thailand - Darja

 

Darja hat gleich an drei Rundreisen und einem Freiwilligenprogramm teilgenommen - hier findet ihr das Feedback zu allen vier Ländern. Viel Spaß beim Lesen und vielen Dank, liebe Darja!

Rundreise Indien

Mein Aufenthalt in Indien war eine der intensivsten Auslandserfahrungen, die ich in meinem bisherigen Leben machen durfte.

Von den insgesamt 4 Rundreisen, die ich mit Auszeit-weltweit durch Asien unternommen habe, war Indien das Land mit den meisten Facetten und Extremen - jeder Ort ist bunter, kontroverser und eindrucksvoller als der andere; wenn einem nicht gerade ein Tempel oder Straßenmarkt ins Auge sticht, so wird die Aufmerksamkeit garantiert durch das chaotische Alltagsleben oder den Straßenverkehr gefesselt.

Da ich trotz ausgiebiger Backpackererfahrung vorher noch nie in einem derartig exotischen Land unterwegs war und überhaupt keine Vorstellung von dem hatte, was mich erwarten würde, war ich bei meiner Abreise etwas nervös. Zu meinem großen Erstaunen funktionierte die Abholung in Delhi jedoch vollkommen komplikationslos, und das, obwohl mein Flugzeug 16 Stunden Verspätung hatte. Beim Hinausgehen in die Empfangshalle des Flughafens konnte ich das Schild mit meinem Namen, das mein Guide hochhielt, trotz riesiger Menschenansammlung problemlos entdecken.

Das Hotel, in dem wir in der ersten Nacht schliefen, war ein wenig gewöhnungsbedürftig – ganz allgemein sollte man, wenn man sich zu der Rundreise entschließt, nicht zu viel Ansprüche an Komfort mitbringen. Ich hab das allerdings nicht als schlimm empfunden; urtümliche Duschvorrichtungen, ungewaschene Bettwäsche (in den Hotels, nicht den Volunteerhäusern – die waren alle sehr sauber und westlich) und ab und zu auch mal ein exotisches Krabbeltierchen an der Wand rechnete ich einfach der Liste der interessanten Erfahrungen bei, die man in Deutschland normalerweise nicht macht. Etwas zu bemängeln habe ich die Tatsache, dass vor der Reise nicht ausreichend auf die kalten Verhältnisse während des Himalaya-Treks hingewiesen wurde – ich war im Februar unterwegs und hatte zwar Wollsachen dabei, aber dennoch war es bitterkalt und Heizungen sind in Indien weitestgehen unbekannt, so dass vor allem die Nächte ein wenig anstrengend wurden. Allerdings kann man sich auch vor Ort ganz tolle Wollschals kaufen – das habe ich dann auch gemacht, um mich nachts einzumummeln, und nun habe ich gleichzeitig ein paar hübsche Souvenirs!

Ansonsten war die ganze Rundreise sehr gründlich durchorganisiert, die Guides haben ausgezeichnet auf uns (wir waren zu zweit) Acht gegeben und ich habe mich nie wirklich unsicher oder unwohl gefühlt. Ein großes Dankeschön an Jitender, James und Mandeep für eine wirklich ausgezeichnete Betreuung!

Die schönsten Erfahrungen, die ich während der Reise gemacht habe, waren zum einen der Trek im Himalaya mit dem Aufenthalt bei einer indischen Gastfamilie und der Gipfelbesteigung am nächsten Tag – die Aussicht war einzigartig und wir konnten bis nach Nepal schauen!

Besonders gut hat mir auch der Aufenthalt in Rajasthan gefallen – Udaipur ist eine traumhaft schöne Stadt mit freundlichen Menschen, bunten Straßen und einem urindischen Flair. Die Wüstensafari mit Jeep und Kamelen war ebenfalls ein unvergessliches Erlebnis, vor allem der romantische Sonnenuntergang und die Übernachtung unter dem Sternenhimmel waren sehr eindrucksvoll. Der Aufenthalt in Rajasthan und der Ausflug nach Mumbai hätte für mich gerne etwas länger ausfallen können, dafür hätte ich gerne etwas weniger Zeit in dem im Vergleich sehr touristischen Goa verbracht. Ich schätze aber, dass ist Geschmacksache – ich kann mir auch gut vorstellen, dass es für viele eine Erholung darstellt, sich etwas westlicher bewegen zu dürfen.

Auch mit dem Angebot an Volunteering-Projekten war ich zufrieden – ich habe fast überall hineinschauen können und hatte besonders viel Freude am Unterrichten von Slumkindern. Der Wissensdurst, den die meisten Kinder an den Tag legten, und die Dankbarkeit für jegliche Aufmerksamkeit waren eine wundervolle Erfahrung.

Insgesamt kann ich diese Rundreise nur jedem wärmstens empfehlen – die Betreuung, Versorgung und Sicherheit vor Ort sind ausgezeichnet und die Eindrücke, die man in dem einen Monat erfährt, können das eigene Leben erheblich bereichern.

Die Rundreise war die beste Entscheidung, die ich als Auslandsabenteuer hätte treffen können!

Rundreise Nepal

Die Rundreise in Nepal war eine wunderbare Gelegenheit, das trotz der geringen Größe sehr diverse Land kennen zu lernen.

Die erste Woche in Kathmandu verbrachten wir im Haus des Koordinators Rajesh, was eine relativ luxuriöse Unterkunft darstellte. Außerdem gab es einen guten Eindruck in einen nepalesischen Alltag und hinduistische Rituale und Umgangsformen.

Das Programm der Einführungswoche hat mir im Allgemeinen ganz gut gefallen, allerdings fand ich schade, dass wir ein bisschen wenig in Kathmandu selbst herumgeführt wurden. Eigentlich waren wir nur einmal bei der – zugegeben riesigen und eindrucksvollen – Stupa in Bouddhanath und einem anliegenden Tempel, ansonsten fand ein großer Teil des Einführungsprogramms im Klassenzimmer statt. Die theoretischen Grundlagen über Land, Kultur und Sprache waren alle sehr spannend, aber die Stadt hat viele historische Stätten zu bieten, die wir (meine Gruppe bestand aus 3 Mädels und 2 Jungs) nur in unserer Freizeit hätten erkunden können – allerdings kostet das natürlich separat Eintritt und bei den Kosten, die für die Rundreise angefallen sind, wollten wir nicht auch noch die hohen Touristenpreise tragen. Ein kurzes Sightseeing durch Kathmandu zur besseren Orientierung in der Stadt am Anfang der Einführungswoche wäre vielleicht eine gute Ergänzung.

Die „Adventure-Week“ war große Klasse, das Wild Water Rafting mit unseren lustigen Guides hat riesig Spaß gemacht und die Übernachtung in den Zelten am Fluss war ebenfalls ein schönes Erlebnis. Auch der Aufenthalt im tropischen Chitwan war sehr eindrucksvoll – besonders gefallen hat mir die Kanutour, auf der wir Krokodile und viele exotische Vögel beobachten konnten und die zweistündige Elephant Safari durch den Dschungel, bei der wir ebenfalls viele exotische Tiere (darunter Rhinozerosse!) bestaunen durften.

Im Anschluss ging es für den Annapurna-Trek direkt weiter nach Pokhara – das hatte in so fern einen Nachteil, als dass man nun Anziehsachen für warme und Kalte Regionen mit sich tragen musste. Vielleicht könnte man den freien Tag, der in der Mitte der Anventure Week anfällt, streichen und stattdessen ans Ende legen. Somit hätte man die Möglichkeit, in Kathmandu nur noch die Sachen, die wirklich für den Trek notwendig sind, einzupacken – beim Trekken merkt man nämlich jedes überflüssige Kilo!

Der Trek an sich war ebenfalls eine tolle Erfahrung; stellenweise war es etwas anstrengend (also: lieber weniger Gepäck mitnehmen als mehr, man kommt auch mal mit nur zwei T-Shirts aus und ein Schlafsack ist auch nicht unbedingt notwendig, da es an den Übernachtungsmöglichkeiten Decken zum Ausleihen gibt). Die Gipfelbesteigung zum Poonhill auf 3200 Meter war leider nicht so erfolgreich; eigentlich wollten wir den Sonnenaufgang anschauen, aber aufgrund der Vormonsunzeit war alles mit dichtem Nebel umgeben. Dafür rissen die Wolken später an dem Tag auf und wir hatten eine traumhafte Sicht über das Annapurna-Massiv! Und die Landschaft in den Rhododendron-Bambus-Regenwäldern ist einfach atemberaubend schön.

Das Volunteering in der letzten Woche habe ich nicht wahrgenommen, sondern mir mit zwei weiteren Roadtrip-Teilnehmern einen zusätzlichen Trek im Langtang Nationalpark zugebucht, der ebenfalls durch seine atemberaubende Landschaft und tolle Aussichtspunkte überzeugt. Ansonsten ist Nepal ein wirklich wunderschönes Land mit ganz lieben Menschen, das vor allem naturverbundenen Reisenden viele Möglichkeiten bietet. Bedenken sollte man, dass es keine durchgehende Stromversorgung gibt, so dass warmes Wasser (wenn vorhanden) nur zeitweise verfügbar ist. Auch das Licht funktioniert nur stundenweise, weswegen man auf jeden Fall eine Taschen- oder Stirnlampe mitbringen sollte.

Alles in Allem war die Rundreise eine wirklich tolle und nachhaltig einprägsame Erfahrung, die ich nur weiterempfehlen kann!

Rundreise Sri Lanka

Der Roadtrip Sri Lanka ist ein einzigartiges Erlebnis, das durch seine unglaubliche Vielseitigkeit an Farben, Gerüchen, Landschaften und dem alltäglichen Straßenchaos am ehesten einem bunten Abenteuer gleicht.

Hier noch einmal ein herzliches Dankeschön an Auszeit-weltweit und vor allem an die wahnsinnig zuvorkommende und hilfsbereite Laura, die mich kurz vor knapp noch in das Programm eingebucht hat, weil ich meine Reisepläne vorher kurzfristig umgemodelt hatte… Danke für die tolle Erfahrung auf Sri Lanka!

Die ersten beiden Wochen verbrachte ich im malerischen Kandy, mitten zwischen grünen Hügeln und Kokospalmen. Überhaupt ist Sri Lanka ein wahnsinnig grünes Fleckchen Erde, so dass fast überall für Dschungelflair gesorgt ist. Die Unterkunft im Volunteerhouse hat mir sehr gefallen; ich kam mit etwa 30 anderen Leuten an und es bildete sich erstaunlich schnell eine intensive und innige Gruppengemeinschaft, in die alle „Neuzugänge“ der kommenden Wochen problemlos aufgenommen wurden. Im Volunteerhouse gibt es mehrere Zimmer, die man sich mit ca. 5 – 9 anderen Personen teilt, die Unterkunft an sich ist weitestgehend sauber und hat eine durchgehende Stromversorgung.

Die Einführungswoche haben alle – also long-term volunteers und roadtrip people – gemeinsam verbringen dürfen. Das Programm hat mir riesig gefallen; es war sehr facettenreich und hat sowohl kulturelle und religiöse Aspekte nahe gebracht als auch für viel Unterhaltung gesorgt. Neben den Besichtigungen von Tempeln, einer spice plantation, einer gem und woodcarving factory haben wir eine lustige Zeit beim singhalesischen Kochen und einer entspannenden Ayurveda-Massage verbringen können.

Zudem hatten wir mit Dhammike den wohl besten Koordinator der Welt erwischt, der uns alle noch so kleinen Wünsche von den Augen ablas und zusammen mit den Tageskoordinatoren ein ganz tolles, unterhaltsames und liebenswertes Team bildete. Vielen Dank auch an Angela, Stephen & Co. für eine hervorragende Betreuung und viele viele unvergesslich lustige Augenblicke!

Ein Hinweis an alle, denen das vorgesehene Roadtrip-Programm nicht genug Vielfalt bieten sollte: einfach bei Dhammike fragen, ob er noch andere Programmpunkte einbauen kann. Wir haben zusätzlich zu dem regulären Ablauf noch eine halbtägige Rundfahrt durch eine Teeplantage, eine Fahrt zu einem großen Fluss mit wundervollen Aussichtsplätzen, die Besichtigung zweier weiterer Tempel und den Besuch in den Royal Botanical Gardens organisiert bekommen – alles spektakuläre Erfahrungen, die ich nur jedem ans Herz legen kann!

In der zweiten Woche der Rundreise waren wir immer noch im Volunteerhouse in Kandy untergebracht, haben aber fast täglich Tagestouren zu weiter entlegenen Orten durchgeführt, z.B. zum Lion’s Rock in Sigiriya oder dem multikulturellen Aussichtsturm in Ambuluwawa. In der dritten Woche fuhren wir mit dem Zug in den Süden nach Ambalangoda, wo wir an einer Bootsafari durch den Dschungel, einem Besuch in der nahegelegenen Kulturstadt Galle, einem Dschungelwalk und einer sehr lohnenswerten Tempeltour teilnehmen konnten. Auch eine Ganzkörper-Ölmassage war im Programm inbegriffen – die Nachmittage konnten wir meistens am Strand verbringen.

Einen Tag lang hatten wir die Möglichkeit, am Schildkrötenprojekt teilzunehmen. Die Arbeit mit den Tieren war ebenfalls eine wunderschöne Erfahrung; ich hatte zudem großes Glück, dass an dem Tag gerade kleine Babyschildkröten geschlüpft waren – sooo niedlich!

Der Roadtrip auf Sri Lanka war für mich ein großartiges Erlebnis, allem voran wegen des tollen Koordinatorenteams vor Ort. Für alle, die gelockerte Strukturen, Chaos, Hektik, freundliche und hilfsbereite Landesmenschen und bunte Farben lieben, stellt dieser Roadtrip eine wundervolle Gelegenheit dar, den eigenen Horizont zu erweitern!


Freiwilligenarbeit Thailand

Als ich in Thailand ankam, war ich zunächst einmal unheimlich überrascht von der Freundlichkeit der Menschen, die mir überall entgegengebracht wurde. Thailand gilt als Land des Lächelns – ein Statement, dass ich sofort unterzeichnen würde! Vom Großstadtchaos bis hin zu abgelegenen Urwalderfahrungen lässt sich dort wirklich alles wiederfinden, und überall sind die Einheimischen freundlich, hilfsbereit und tragen stets ein Lachen in den Mundwinkeln.

Ich habe aus zeitlichen Gründen nur zwei Wochen in Thailand verbringen können; davon nahm ich zum einen an der Kulturwoche teil, die in Singburi und Umgebung stattgefunden hat. Zusammen mit anderen Freiwilligen, mit denen ich mir unter anderem ein Zimmer im Volunteerhaus teilte, konnte ich auf der sauberen und gemütlichen Anlage des Hauses gut die freie Zeit vertreiben.

Die Unterkünfte sind nicht spektakulär, aber durchaus komfortabel und sauber; ein Moskitonetz sollte allerdings nicht im eigenen Gepäck fehlen, da die Mücken nachts schon sehr lästig werden können. Meistens teilt man sich mit 3 anderen Volunteers ein Zimmer mit angrenzendem Bad, für die stickig-heißen Nächte sind extra Ventilatoren neben jedem Bett oder an der Zimmerdecke angebracht. Außerdem gibt es eine durchgehende Stromversorgung und, was mich positiv überrascht hat, die durchgehende Möglichkeit, das WiFi zu nutzen.

Die Koordinatorin vor Ort ist unheimlich lieb und hat uns zielsicher in alle notwenigen Landesrituale eingeführt. Neben einer informativen Sprachstunde, einem cultural dance program (das beeindruckenderweise von Kindern durchgeführt wurde!), Kochunterricht und Maßregelungen zu den herkömmlichen Sitten und Gebräuchen des Landes haben wir jede Menge Zeit mit Sightseeing verbracht. Durch den Besuch der zahlreichen Tempel, die einer eindrucksvoller als der andere waren, und der aktiven Teilnahme an den worship-Ritualen konnte ich mich somit relativ schnell in der buddhistischen Kultur zurechtfinden.

Besonders eindrucksvoll fand ich den Ausflug in die Tempelruinen der historischen Stadt Ayutthaya und den Besuch der Tempel um Singburi.

In der zweiten Woche nahm ich am Elefantenprojekt teil, das im tiefsten Dschungel in nord-westlich gelegenen Städtchen Umphang stattfand. Die Arbeit mit den Elefanten war eine der am nachhaltigsten beeindruckenden Erfahrungen, die ich in Thailand machen durfte.

An mehreren Vormittagen fuhren wir mit dem Jeep in den Wald und fällten Bananenstauden, die wir am Anschluss klein hackten und an die Elefanten verfüttern durften. Besonders toll war das Reiten auf den Tieren, das mehrmals mit einem ausgiebigen Bad im Fluss endete, aus dem alle Beteiligten nass, dreckig und glückselig hervorgingen – den Elefanten ist bei der tropischen Hitze immer so heiß, dass sie die willkommene Abkühlung immer voll Dankbarkeit und mit viel Getröte quittieren. Ich kann das Elefantenprojekt nur weiterempfehlen – auch für alle, die bei der Größe der Tiere vielleicht ins Grübeln kommen, ob es die richtige Entscheidung für sie wäre. Die Teilnahme am Reiten und Baden ist rein freiwillig, und es ist eine wundervolle Erfahrung, so hautnah mit den Dickhäutern arbeiten zu dürfen.

Die Elefantenwoche bietet auch viele andere Highlights, z.B. einen Dschungeltrek, das Baden am und im Wasserfall, der Besuch von Heißwasserquellen und einen schönen Bootsausflug. Außerdem gibt es die Möglichkeit, den siebtschönsten Wasserfall der Welt zu bewundern – ich konnte an dem Tag leider nicht mit dabei sein, habe aber Bilder gesehen und würde auf jeden Fall hingehen, wenn sich mir die Gelegenheit noch mal bietet.

Alles in Allem ist man in Thailand mit vielen netten Volunteers und fürsorglichen Koordinatoren in besten Händen, lernt die zahlreichen Aspekte des Landes ausgiebig kennen und muss sich einfach von der positiven Lebensenergie der Einheimischen mitreißen lassen!

Danke für diese einzigartige, tolle Erfahrung!


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