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Termine

November
  • 17. November, 10-16 Uhr, Jugendbildungsmesse Bonn
Dezember
  • 5. Dezember, 18 Uhr, Infoabend in Köln
  • 6. Dezember, 16 Uhr, Online-Infoabend

Weitere Termine findest du hier!

 

Rundreise Indien - Hannah

Erfahrungsbericht Indien – Rundreise und Volunteering
von Hannah

Zuerst einmal zu Indien an sich: es ist ein wahnsinnig faszinierendes Land und zumindest fĂŒr mich war es das schon immer. Jeder Indien-Interessierte wird die Klischees kennen: die extremen GegensĂ€tze, der Reichtum an Farben, das Unerwartete, mit dem man hier immer rechnen muss. Und all das stimmt tatsĂ€chlich. Indien ist einfach ĂŒberwĂ€ltigend – laut, voll, groß, vielfĂ€ltig und anders, aber auch wunderschön.

Das soll niemanden abschrecken, Indien zu bereisen, sondern eher ermutigen. Der Partner von Auszeit weltweit hat die Rundreise bestmöglich organisiert, sodass man sich zu keiner Zeit erdrĂŒckt, unsicher oder gar allein gelassen fĂŒhlt.

Wir waren sieben MĂ€dels in der Gruppe, alle zwischen 18 und 26, grĂ¶ĂŸtenteils Deutsche, plus immer ein Guide. Von der Abholung am Flughafen lief alles wie geplant. NatĂŒrlich muss man in Indien immer damit rechnen, dass mal ein Bus VerspĂ€tung hat oder Ă€hnliches, aber wenn man solche Dinge erwartet ist es weit weniger schlimm wenn sie tatsĂ€chlich eintreten, was zugegebenermaßen wirklich selten der Fall war. Man hat gemerkt, dass die Guides sich auskannten, sie machten diese Reise ja nicht zum ersten Mal. Zielstrebig fĂŒhrten sie uns zum richtigen Bahngleis, Hotel, Restaurant und allen SehenswĂŒrdigkeiten, wo andere sich noch lange umgeschaut und gerĂ€tselt hĂ€tten, wo es denn jetzt lang geht. FĂŒr jeden, der Indien zum ersten Mal bereist, ist es unbedingt empfehlenswert, einen erfahrenen Guide dabeizuhaben.

Die Hotels, in denen wir ĂŒbernachtet haben, waren keine 5-Sterne-UnterkĂŒnfte, aber stets zweckmĂ€ĂŸig und ausreichend sauber. Auch ĂŒber die Verpflegung kann man sich nicht beschweren, meistens konnten wir wĂ€hlen, ob wir indisch essen wollten, oder eben nicht, und jeder hat immer fĂŒr sich selbst aussuchen können. FĂŒr Vegetarier ist Indien ein Paradies.

Die Transportmittel haben wĂ€hrend der Rundreise stark variiert, von Stadt zu Stadt waren wir entweder mit großen und kleinen Rikshas oder Taxis unterwegs, und die unvermeidbaren langen Fahren legten wir mit Bussen und ZĂŒgen zurĂŒck. Dabei war nur die Fahrt von Delhi nach Shimla tagsĂŒber, was ganz gut war, da ja viele erst einen langen Flug hinter sich haben und eventuell noch mit dem Jetlag kĂ€mpfen. Ansonsten fuhren wir immer nachts, nach und von Dharamsala mit normalen Bussen, von Agra nach Udaipur mit dem Zug (eine echtes Erlebnis!) und danach nur noch in Schlafbussen, die das ganze wesentlich angenehmer machten.

Die Auswahl der StĂ€dte, die wir besucht haben, gefiel mir außerordentlich gut. Jede war fĂŒr sich einzigartig, hatte ihre eigenen Highlights und AtmosphĂ€re. Teile von Delhi, Udaipur und Mumbai haben mich begeistert. Die Höhepunkte der ganzen Reise waren fĂŒr mich jedoch keine in den StĂ€dten.

Der erste war die Trekking-Tour in den AuslĂ€ufern des Himalaya. Die Landschaft war wunderschön, konnte einen aber nicht die Anstrengung vergessen lassen. Ich habe mich wĂ€hrend der Wanderung einige Male verflucht und musste ganz schön mit mit kĂ€mpfen. Aber endlich oben am Gipfel zu stehen und die Aussicht zu genießen, hat sich absolut gelohnt.
Der zweite Höhepunkt war das Taj Mahal in Agra, das wir an einem sehr sehr heißen Tag besucht haben. Es steht auf der Bucket-Liste von vielen, und zwar nicht ohne Grund. Bilder werden dem Anblick nicht wirklich gerecht.
Die Nummer Eins meiner Highlights war ganz klar die Übernachtung in der WĂŒste. Nach einer Fahrt mit dem Jeep und einem Kamelritt kamen wir inmitten vom Nirgendwo an, machten Fotos zwischen Bilderbuch-DĂŒnen und schliefen im Freien. Der Sternenhimmel, die Milchstraße direkt ĂŒber und und unzĂ€hlige Sternschnuppen haben das ganze zu einem unvergesslichen Erlebnis gemacht, das niemand nachvollziehen kann, der nicht selbst dort war.

Noch ein paar letzte Tipps zur Rundreise: vermeidet es, zu viel GepĂ€ck in den Rucksack zu stopfen. Nur der große Backpack, am besten mit RegenhĂŒlle (damit er in den Bussen nicht verschmutzt) und einen kleinen Tagesrucksack. Von allem nur das nötigste, Schlafsack und Wanderschuhe sind ein Muss, ansonsten lange Hosen oder Röcke und T-Shirts, keine Tops. Die Packliste von Auszeit weltweit war recht hilfreich, trotzdem hatte ich natĂŒrlich mehr dabei als ich letztendlich gebraucht habe. Man kann auch immer noch nachkaufen, falls etwas fehlen sollte. Unsere beste Investition waren kleine Handy-UmhĂ€ngetaschen fĂŒr unter einem Euro, sonst haben wir zum Sightseeing nichts mitgenommen, außer noch einer Flasche Wasser in der Hand.
Zur Rundreise gehört automatisch eine Woche Freiwilligenarbeit in Goa. Ich habe noch drei weitere Wochen drangehÀngt und in dieser Zeit in mehreren Projekten gearbeitet.

In meiner ersten Woche haben alle Teilnehmer der Rundreise geholfen, ein Haus zu streichen, danach konnte ich mir frei aussuchen, was ich machen wollte. Ich entschied mich, jeden Vormittag ein paar Stunden im Animal Shelder zu arbeiten, was mir auch unglaublichen Spaß gemacht hat. Wir wurden zu den Projekt-Orten gefahren und wieder abgeholt. Den Nachmittag verbrachten alle Freiwilligen im Slum, wo wir allein oder zu zweit kleine Gruppen unterrichteten. Dabei muss sich niemand Sorgen machen, dieser Arbeit nicht gewachsen zu sein. Die Koordinatoren sprechen sich mit den Freiwilligen ab und haben Mappen von jeder Gruppe, wo man sieht, was VorgĂ€nger mit den Kindern gemacht haben.

Insgesamt waren die vier Wochen in Goa wunderbar. Die Tage verliefen entspannt, die Arbeit in den Projekten ist zwar teilweise in der Hitze anstrengend, nimmt aber nicht den Tag ein. Abend haben wir manchmal einen Film geschaut, gelesen, oder Sport gemacht, obwohl das wegen der Moskitos morgens angenehmer ist. Noch ein Wort dazu: im Freiwilligenhaus gibt es Moskitonetze, aber immer nur in den unteren Betten. Die oberen sind leider nicht damit ausgestattet, man kann allerdings selbst welche anbringen, irgendwie wird es immer gehen. Ansonsten sind die Zimmer in Ordnung, wir verbrachten ohnehin die meiste Zeit im Wohnzimmer fĂŒr alle. Ab und an gab es StromausfĂ€lle, dann haben wir es uns mit jeder Menge Kerzen gemĂŒtlich gemacht.

Die Wochenenden kann man wunderbar am Strand verbringen (Marbela ist sehr zu empfehlen), sich eventuell eine Massage gönnen und abends eine Bar oder einen Club besuchen. Außerdem gibt es oft MĂ€rkte, die natĂŒrlich sehr preiswert sind, und perfekt um Mitbringsel zu finden.

Insgesamt war es eine wunderbare Zeit.

Das Land, die Menschen, die Organisation – ich bin froh, die Reise mit Auszeit weltweit gemacht zu haben. Es gab so viele unvergessliche Erlebnisse, so viel Unerwartetes und Schönes, ich erinnere mich an alles gerne zurĂŒck und wĂŒrde meine Entscheidung, genau diese Rundreise und die Freiwilligenarbeit zu machen, um nichts in der Welt Ă€ndern.



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GĂŒltig fĂŒr das Programm inkl. 1 Übernachtung in Kapstadt sowie inkl. Orientierungswoche in Kapstadt und fĂŒr das Programm inkl. 1 Übernachtung in Windhoek sowie inkl. EinfĂŒhrungstage in Windhoek. Der Rabatt wird auf der Rechnung abgezogen.