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Rundreise Indien - Saskia

 
Erlebnisbericht

Ich bin von Mitte November bis Mitte Dezember für 4 Wochen in den Norden von Indien gereist. Über Auszeit-Weltweit habe ich eine Kombination aus Rundreise und Freiwilligenarbeit in Udaipur gebucht. Vor Ort wird die Reise von indischen Guides durchgeführt, die zur indischen Organisation gehören.

Rundreise Dehli, Himachal Pradesh, Rajasthan

An der für 4 Wochen ausgelegten Rundreise habe ich 2 Wochen teilgenommen, um noch 2 Wochen vor Ort in Udaipur bleiben zu können. Dieser erste Teil der Rundreise, der mich von Neu Delhi aus in den wunderschönen und für uns recht unbekannten Bundesstaat Himachal Pradesh geführt hat und über Agra nach Rajasthan, war unglaublich sehenswert. Ich hatte Glück, in einer kleinen Gruppe von vier Leuten zu reisen. Der Guide war Mitte 20 und kam aus Shimla –unserem ersten Reiseziel und Ausgangspunkt unserer 2tägigen Trekkingtour. An ihn konnte man sich mit allen Anliegen wenden - ob es um den Internetzugang im Hotel, eine indische SIM-Karte, verloren gegangene Kameraobjektivdeckel oder Geld abheben am Automaten ging. Er konnte immer helfen und kannte sich sehr gut aus. Er hat alles perfekt organisiert, klug geplant und umgeplant, wenn wir so zu mehr Schlaf oder Komfort kamen. Von ihm haben wir nicht nur zu den Sehenswürdigkeiten vieles erfahren, sondern auch über das Leben und Aufwachsen in Indien und über kulturelle und politische Hintergründe, wenn man sich dafür interessierte.

Den ersten Eindruck von Indien haben wir in der großen Basarstraße von Alt Delhi gewonnen, in der unsere Unterkunft lag. Die langen Strecken während der Rundreise überwindet man in Linienbussen und evt. Zügen, was zu Indien gehört wie die Gewürze zu den Speisen. Der Komfort dabei ist oft gar nicht schlecht. Die Fernverkehrsmittel sind nicht überfüllt, wie man es vielleicht schon mal von den Zügen in Mumbai gesehen hat. Meine Befürchtungen um mein Gepäck, die ich in Deutschland mit dem Gedanken an das mögliche Chaos in öffentlichen Busstationen und Bahnhöfen noch hatte, waren unbegründet. Trotz der vielen Menschen –besonders in Neu Delhi und Agra, habe ich nie Drängeleien oder auch nur Unhöflichkeiten erlebt. Wenn man sich auf die bunte Menge von Saris, Kindern, Kühen, Händlern, die Mittagessen, Knabbersachen oder praktische Dinge wie Kämme an den Reisenden bringen, einlässt, kann jeder Moment in Indien ein Vergnügen und ein Erlebnis sein. Das gilt auch für jede Tuk-Tuk-Fahrt (Autorikscha) oder das Warten in der Schlange oder z.B. für das Eintauchen in die Menge am total überfüllten India Gate in Neu Delhi. Das ist alles sehr viel besser als Fernsehen. Übrigens kann man sich an allen Stationen –ob Bus, Zug oder Unterkunft- an kleinen, kioskartigen Läden immer mit Keksen, Snickers, Chips, Bonbons oder Nüssen eindecken, um die langen Reisen gut zu überstehen.

Eines der Highlights war für mich das Wandern in den Bergen und Wäldern in Himachal Pradesh und der Homestay zwischen diesen beiden Trekkingtagen. Zu erleben, wie sich das Leben und Wuseln in der schmalen Küche abspielt, weil hier das Feuer prasselt, auf dem in Kesseln und Pfannen gekocht wird, und es warm ist, ist einfach wunderbar. Es ist das Heim von einem alten indischen Paar, dessen Sohn wir bei einem Chai in Shimla zufällig kennengelernt haben.

Überwältigende Erlebnisse waren auch der Besuch des Taj Mahals und die Tour nach Jaisalmer –der Wüstenstadt, dessen riesiges rotes Fort über der Stadt thront- und dem anschließenden Trip mit Jeep und Kamelkarawane in die Wüste, in der man unter freiem Himmel übernachtet. Eigentlich treffe ich hier überhaupt keine Auswahl, weil jede Station der Reise ein Erlebnis und oft ein reines Vergnügen war. Man bekommt auch einen der schönsten Jain-Tempel in Mount Abu zu sehen –der Hill Station zu der man nach etwa 3 ½ h Serpentinfahrt mit dem Taxi von Udaipur aus gelangt. Andere Tempel, wie der Affentempel in Shimla oder der Jagdish-Tempel in Udaipur oder der Tempel, den man auf 3300 m –dem höchsten Punkt der Trekkingtour- erreicht, oder Dharamsala –einem Ort voller rot gekleideter buddhistischer Mönche und Nonnen, die einem in den Straßen voller tibetischer Verkaufsstände und im Cafè als normalste Sache der Welt begegnen, gehören zum berauschenden Indiencocktail wie der Besuch der Tee-Plantage, des Kangra Forts, des Stadtpalastes und des Monsoon-Palastes bei Sonnenuntergang in Udaipur.

Freiwilligenarbeit in Udaipur

Wir haben als Teil der Rundreise schon Udaipur, das Freiwilligenhaus und die beiden Projektorte kennengelernt. Von Udaipur aus erobert man Rajasthan.

Das Freiwilligenhaus hat zwei Zimmer für die Freiwilligen –eins mit zwei Betten, Bad mit Duschmöglichkeit und einem schönen Balkon und eins mit 7 Betten, einem sehr großen Bad und Dusche. Das Wasser zum Duschen ist immer heiß und Zimmer und Bäder werden von der „Cleaning Lady“ sauber gehalten. Im Gegensatz zu Goa ist es hier selten voll, so ist das Leben und Schlafen hier sehr komfortabel. Auch zu fünft war im großen Zimmer alles sehr bequem.

Man kann sich von der Küche im Erdgeschoss, die offen in den Aufenthaltsraum mit großem Tisch, Sofa und Fernseher übergeht bis zur herrlichen Dachterrasse, die zum Sonnen und Wäschetrocknen hervorragend geeignet ist, frei bewegen. Am Abend bereitet eine Köchin das Essen zu. Grundnahrungsmittel, Obst und Wasser sind zur ständigen Verfügung vorhanden.

Das Freiwilligenhaus liegt in einer sehr ruhigen Wohngegend etwas außerhalb der Innenstadt. Die etwa 4 km bin ich aber auch 2 Mal gelaufen, um die Stadt, die sich nicht zuletzt durch die drei großen Seen recht breit auffächert, besser kennenzulernen. Dank dem hervorragenden indischen Netz und Google Maps auf dem Smartphone konnte ich mich nicht verlaufen und die Innenstadt auch abseits der Sehenswürdigkeiten erkunden. Hierbei muss ich betonen, dass ich mich überall sicher gefühlt habe. Immer kam es zu netten Gesprächen und Begegnungen –egal ob in den einfachen Wohngebieten fernab der Geschäfte, in den Geschäften, Tempeln oder auf den Märkten. Es hat mir nichts ausgemacht, dass die Menschen –Erwachsene wie Kinder, Männer und Frauen immer und überall auf mich zukamen, Fotos machen wollten oder selbst fotografiert werden wollten. Oft waren sie interessiert, etwas über Deutschland zu erfahren, wie mir Indien und Udaipur gefällt, was ich hier mache und wie lange ich bleibe. Die Einladungen zum Chai habe ich immer ausgeschlagen, was stets höflich angenommen wurde. Ein Nein hat nie jemand übel genommen.

Als wir in Udaipur ankamen, haben wir dort zwei Mädchen aus Deutschland kennengelernt, die als Freiwillige nach 4 Wochen Goa ihre letzte von 4 Wochen in Udaipur verbrachten und täglich zwei Projekte durchführten – vormittags Englisch-Unterricht in der Taub-Stummen-Schule, die ca. 20 Tuk-Tuk-Minuten entfernt ist und nachmittags Englisch-„Übungsstunden“ für die Kinder der Nachbarschaft in der vor allem die Bediensteten wohnten.

Ich war, nachdem ich meine Gruppe nach Goa verabschiedet hatte, 1 Woche allein im Freiwilligenhaus. Eine Woche später hat mir ein Mädchen, dass die Rundreise allein machte, Gesellschaft geleistet, sofern sie gerade nicht on tour war. Ich habe nur das Projekt in der Taub-Stummen-Schule übernommen, wo es um die Verschönerung der Wände in einer vierten Klasse ging. Ich habe drei große Wandbilder gemalt und konnte die Kinder oft mit einbeziehen. Meine Tage als Freiwillige in Udaipur sahen meist folgendermaßen aus:
von 6 bis 7 Uhr Yoga (im Freiwilligenhaus) gegen 9 Abfahrt zur Schule mit James, meinem Guide in Udaipur.
ca. 9.30 bis 14.00 Uhr Malen in der Schule. Gegen 12 ist große Pause und Zeit fürs Mittagessen, in der Sonne sitzen und den Kindern beim Spielen und Volleyball zuschauen. Die Lehrerinnen und auch der freundliche Direktor haben mich immer mal im Klassenzimmer besucht, um sich den Fortgang anzusehen. Man konnte mit ihnen ins Gespräch kommen. Auch What’s App-Freundschaften haben sich daraus ergeben.

Oft habe ich gleich von der Schule aus Unternehmungen gemacht. Je nachdem, was ich mir in Udaipur anschauen wollte, hat mich unser Tuk-Tuk-Fahrer, der uns normalerweise von der Schule abgeholt hätte, an meinen Ausgangspunkt gefahren. Weil es 18.00 Uhr dunkel wurde, war ich ungefähr um diese Zeit wieder zurück. Ich habe mir meist ein Tuk-Tuk genommen. Das ist unproblematisch, weil der Preis praktisch feststeht. Wenn ein Fahrer bei der Absprache vor der Fahrt mehr verlangte, hab ich ihm gesagt, ich wäre gewöhnlich für 150 Rupien gefahren worden, worauf er immer sofort einwilligte. Den Preis wusste ich vom Guide. Üblich ist aber, dass unser Tuk-Tuk-Fahrer geschickt wird, um die Freiwilligen aus der Stadt abzuholen.

Meine Unternehmungen in Udaipur, die ich sehr empfehlen kann:
Ich habe fast 2 Wochen lang Privatstunden bei einer Yoga-Lehrerin genommen. Mein Guide hat sie mir auf meine Anfrage hin vermittelt. Für Einzelpersonen kostet das täglich 300 Rupien (etwa 4 €), ab drei Personen 200 für jeden. Sie vermittelt die traditionelle Version des Ashtanga-Yogas (unser „Power-Yoga“ hat daraus viel entnommen). Dazu gehören nicht nur die Asanas („Übungen“) für den Körper und die Atmung, sondern auch Meditation. Sie geht sehr stark auf den Einzelnen ein und erfüllt Extrawünsche.

Normalerweise gehört ein Besuch des Jagdish-Tempels –der Haupttempel im Zentrum der Innenstadt- zum Rundreiseprogramm. Ich habe ihn allein aufgesucht, was zu einem Erlebnis werden kann, wenn sich dort eine Gruppe älterer Frauen zur Einkehr trifft, oder ein Mann vollkommen versunken singend betet. Man sollte sich die Zeit nehmen, sich dem Reichtum figürlicher Darstellungen zu widmen und eingeladen zu werden, um die Glocke vor einem Schrein zum Wohlwollen eines der Götter zu läuten.
Weit weniger bekannt ist, dass der Jagdish-Tempel einer von Dreien ist. Ich habe an einem Tag den Tempel weiter oben Richtung Eingangstor zum City Palace spontan besucht und war hingerissen. Die Figuren sind fast noch schöner, es gibt verwinkelte Treppen an der Hinterseite des Tempels zu einer Dachterrasse, von wo man einen herrlichen Blick über Udaipur am Pichola-See hat. Bei Sonnenuntergang ein Traum.

Saheliyon Ki Bari ist eine schön angelegte Parkanlage direkt in Udaipur oberhalb des Fateh-Sees. Am Ufer des Fateh-Sees sind kleine Cafes. In einem von ihnen sollte man unbedingt einen Eiskaffee mit Schokoladeneis nehmen. Ein Touri-Traum.
Etwas ganz Besonderes war meine Taxifahrt an einem Samstag zu den Tempelanlagen Eklingji und Sas-Bahu in Nagda. Sie sind ca. 20 und 25 km entfernt und wirklich sehenswert, wenn man den Ausflug nach Ranakpur nicht schafft, weil das noch weiter entfernt ist. Das Ordern des Taxis hat mein Guide übernommen. Es ist eine sehr bequeme Art, zu den etwas weiter entfernten Sehenswürdigkeiten zu gelangen und hat mich insgesamt nur 28 € gekostet. Der Taxifahrer wartete, während ich mir alle Zeit der Welt zur Besichtigung nehmen konnte.

Eine kleine Reise in eine andere Zeit unternimmt man beim Besuch des Zoos in Udaipur. Manche der Käfige sehen aus wie kleine Maharatscha-Bauten. Anfangs erinnert nichts an die Tiergärten, die man aus Deutschland kennt. Es ist nostalgisch und ziemlich in die Jahre gekommen. Die Inder gehen dort wegen der Attraktion –eines weißen Pfaus hin. Ein Ort, an dem das Fotografenherz höher schlägt.

Kein schlechter Ort zum Einkaufen ist der Tibetische Markt unweit des Pichola Sees. Der tibetische Teil ist eher ernüchternd, doch der ebenso große indische Teil bieten traditionelle Kleidung, Süßigkeiten, Gewürze, Schmuck und Tischwäsche. Ein kleines Paradies mit Festpreisen, wo man sich vom sonst üblichen Handeln etwas erholen kann.
Überwältigend schön und von allen Reisebüchern und –webseiten unterschätzt ist Ahar etwa zwei Kilometer östlich von Udipur. Dorthin bin ich mit unserem Tuk-Tuk-Fahrer gelangt. Es ist ein riesiges Arial mit über 250 Königsgräbern in Form sogenannter Zenotaphen. Der Tuk-Tuk-Fahrer, zu dem ich inzwischen schon ein regelrecht freundschaftliches Verhältnis hatte, und ich waren dort praktisch alleine. Zenotaphen sind Marmorbaldachine, die teils klein und nicht begehbar, aber auch große Bauwerke sein können. Ein weiteres Fotoparadies.

Einige praktische Tipps:

Eine indische SIM-Karte ist sehr preiswert und sehr komfortabel, da man in Indien offenbar überall Empfang hat und so auch auf dem höchsten Tempel im Himalaya-Vorgebirge und in der tiefsten Einöde und Wüste direkt Bilder und Grüße versenden kann. Will man darauf verzichten, gibt es in jeder Unterkunft gutes Netz, so dass man über den heimischen Mobilfunk-Vertrag oder das Hotel-W-LAN-Netz tageweise gut angebunden ist. Mit der Heimat telefoniert man am besten über skype. Die indische SIM-Karte müsste sonst man in Bezug auf Anrufe ins Ausland etwas besser bestücken.

In Goa im Freiwilligenhaus, muss das Netz sehr zu wünschen übrig lassen. Goa ist beliebt und dementsprechend oft ziemlich belegt. Von drei verschiedenen Voluntären habe ich mir sagen lassen, dass in Udaipur die Aufenthalts- und Projektbedingungen deutlich komfortabler sind. In Goa ist ein eigenes Moskitonetz hilfreich. In Udaipur ist es in den Wintermonaten unnötig.
Geld abheben hat sich im Ausland mit der DKB-Kreditkarte absolut bewährt. In Indien fallen dennoch geringe Gebühren an. Die Guides wissen, welche Bank die geringsten Gebühren einzieht. Insgesamt braucht man in Indien unglaublich wenig Geld. Der Aufenthalt als Freiwilliger ist mit allen Unterkünften und Mahlzeiten so gut organisiert, dass man praktisch nur noch seine täglichen Wasserflaschen kaufen muss, was ebenfalls sehr preiswert ist (15 oder 20 Rupien).

Der Schlafsack, den ich eigentlich nur für die Übernachtung in der Wüste mitgenommen hatte, hat mir auch sonst gute Dienste geleistet. In Shimla und Daramshala war es im November schon sehr kalt und die Unterkünfte sind, wie in Indien allgemein üblich, nicht beheizt. Auch im Nachtbus kann das eine kuschelige Alternative sein. Ich habe es mir mit einem aufblasbaren Reisekissen, einem dicken Tuch um den Hals, einer kleinen Decke und Hausschuhen im Handgepäck gemütlich machen können. Diesbezüglich war ein Sammelsurium von Musik und Hörbüchern im Smartphone, ein extra-Akku und Kopfhörer ein wahrer Segen. Dies, ein Arsenal an Ohrenstöpsel und eine Augenklappe sorgten dafür, dass ich praktisch überall schlafen konnte.
Gut zu wissen ist außerdem, dass man immer die Möglichkeit hat, ein bisschen Handwäsche zu machen. Waschen und Trocknen hat prima geklappt, so dass man wirklich nicht so viel Gepäck benötigt. Gerade auf der Rundreise ist leichtes Gepäck (also maximal 15 kg) sehr viel angenehmer.

Eine große Sorge galt der Möglichkeit Kamera und Handy regelmäßig aufladen zu können. Mit jeweils einem Extraakku für beide Geräte war ich schon ausreichend ausgestattet, da man wirklich jeden Tag Steckdosenzugang hat. Mein Akkupad für unterwegs habe ich nicht einmal benutzt. Mein Reisestecker hat mir gute Dienste geleistet, weil er Platz für zwei Stecker bot. Ganz ohne Reisestecker geht es meistens auch. Nur im Flughafen in Neu Delhi war ohne Reisestecker nichts zu machen.
Das Essen ist abwechslungsreich und wirklich lecker. In den ersten Tagen habe ich auch alles gut vertragen. Im Laufe der Zeit habe ich immer mal mit Unterbauchschmerzen und Durchfall kämpfen müssen. Mein Hausarzt meinte mal dazu, dass wir manche asiatische Nahrungsmittel einfach nicht gut verstoffwechseln können. Mir ging es immer schnell wieder besser, wenn ich so wenig wie möglich Gewürze zu mir nahm und auf die Fladenbrote verzichtete. Ein Mädchen aus der Gruppe hat offensichtlich das sehr leckere Gericht „Spinat-Paneer“ nicht vertragen. Aber keine Angst! Einfach einlassen! Meistens gibt es keine Probleme.

Die wichtigsten Medikamente waren für mich Reisetabletten für die langen Busreisen (Mir wird eigentlich nicht so schnell schlecht, aber in Indien war ich froh, dass ich sie hatte. Sie helfen ebenfalls gegen Durchfall.) und Tannacomp – ein Medikament gegen Durchfall und leichte Lebensmittelvergiftungen, das mir von einem Weltreisenden empfohlen wurde und beispielsweise vor langen Bus- und Zugfahrten vorsorglich bei kleinsten Anzeichen von Unwohlsein genommen werden kann und gut vertragen wird. Gegen Schmerzen und bei Erkältung habe ich die Ibuprofen-Variante Eudorlin Extra mitgenommen, die mir in Deutschland auch bei Migräne geholfen hat. Ununterbrochen genutzt wurde das kleine Fläschchen flüssiges Sagrotan zum „Händewaschen“. Ansonsten brauchte ich außer Pflaster und Antisept nichts aus meiner umfangreichen Reiseapotheke.

Geimpft habe ich mich praktisch gegen alles, was als Möglichkeit auf der betreffenden Internetseite des Auswärtigen Amtes steht. Im Nachhinein halte ich (neben dem in Deutschland üblichen Standardimpfschutz, wozu auch Wundstarrkrampf und Typhus zählt) die Tollwutimpfung und Hebatitis A+B für zwingend. Japanische Enzephalitis und Meningitis C ist besonders in den Wintermonaten in Udaipur nur etwas für besonders Vorsichtige.

Zum Thema Sicherheit: Die Organesation vor Ort macht seinem Anspruch auf „Eco and Green Tourism“ alle Ehre. Man lebt und reist wirklich auf Tuchfühlung mit der indischen Bevölkerung. Doch egal ob an überfüllten Seightseeing-Places in Neu Delhi, in gut gefüllten Überlandbussen und Zügen oder in den menschenleeren Wäldern während der Trekkingtour gab es nie auch nur einen Augenblick der Besorgnis oder Unwohlseins. Überall, auch auf meinen Touren durch Udaipur, wo ich die Stadt im Alleingang erkundete, ist mir ausschließlich ausgesprochene Freundlichkeit, Hilfsbereitschaft und Zurückhaltung entgegen gebracht worden. Auch wenn ich Einladungen ausschlug oder der Bitte nach einem gemeinsamen Foto mal nicht nachgab, blieben die Inder immer freundlich und herzlich. Für das Bild, das man z.Z. von indischen Männern in Deutschland hat, habe ich in den 4 Wochen kein bestätigendes Beispiel gefunden.

In den 4 Wochen in Indien bin ich höchstens 5 bettelnden Menschen begegnet. Es ist jedem selbst überlassen, ob man etwas gibt oder wie man damit umgeht. Nur soviel: 10 Rupien sind schon viel Geld in Indien. Das sind 13 cent.



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