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Freiwilligenarbeit Vietnam - Alexander

 
2 Wochen Vietnam in Ho Chi Minh City

Bei der Vielzahl an interessanten LĂ€ndern in Asien konnte ich mich nicht fĂŒr ein Einzelnes entscheiden und war froh um das Kombiangebot: Thailand, Kambodscha und Vietnam.

Die Anmeldung bei Auszeit-Weltweit war problemlos und meine Fragen wurden alle im Vorfeld geklÀrt.

Ein paar Impfungen waren schnell erledigt, denn die Wichtigsten hatte ich sowieso schon. Ein 4 wöchiges Visum fĂŒr Thailand benötigte ich ebenfalls nicht und das fĂŒr Kambodscha konnte ich problemlos fĂŒr 20$ am Flughafen erwerben. Deutlich aufwendiger war die Beantragung des Visums fĂŒr Vietnam. Ich musste im Vorfeld ein Verrechnungsscheck ĂŒber 75€ an die Botschaft in Berlin senden (15 Tage 60€). Nachdem ich bereits 2 Wochen auf mein Visum gewartet hatte, musste ich mich erst telefonisch bei der Botschaft nach dem Bearbeitungsstatus erkundigen, bevor ich mein Visum rechtzeitig erhalten konnte.

Bei Stud.Reisen, einem PartnerreisebĂŒro von Auszeit-Weltweit, habe ich gĂŒnstig alle meine FlĂŒge buchen können.

Der Flug von Frankfurt nach Dubai in einer modernen Boing 777 und der Anschlussflug in einem Airbus A380 nach Bangkok war absolute Spitze. Nach vier Mahlzeiten, unzÀhligen aktuellen Kinofilmen und etwa 15 Stunden in der Luft erreichte ich Thailand.

Der 4 wöchige Aufenthalt war, um es kurz zu machen, bestens organisiert und jeden Tag wert.
Im Anschluss ging es nach Kambodscha. Insbesondere die Kulturwoche ist dort leider nicht ganz so gut organsiert wie in Thailand. Aber dafĂŒr macht das Teaching-Programm dort sehr viel Spaß.

Vier Wochen spÀter ging es weiter nach Ho Chi Minh City in Vietnam.

Die Stadt ist unglaublich. Alleine in der Stadt leben ĂŒber 5 Mio. Menschen und jeder zweite besitzt einen Motorroller. Die Motorroller prĂ€gen ganz klar das Stadtbild.

Im Vorfeld hörte ich, dass die Unfallrate in Vietnam weltweit am höchsten ist und bei der Fahrweise hatte ich selbst Bedenken, dieses Land lebend wieder zu verlassen. Gesehen habe ich in 2 Wochen allerdings nur einen Unfall. In diesen war unglĂŒcklicher Weise unser Taxifahrer selbst verwickelt. Anhalten war allerdings unmöglich und so setzte unser Fahrer trotz lauten Protests meiner Freunde und mir seine Fahrt fort.

Unklar ist bis heute, ob der Motorrollerfahrerin etwas passiert ist und ob es sich um Fahrerflucht gehandelt hat. Allerdings habe ich mich wieder an die Kulturwoche in Kambodscha erinnert. Dort wurde uns geraten Unfallopfern nicht zu helfen, denn am Ende wird man als Tourist beschuldigt den Unfall verursacht zu haben.

Die Unterkunft hat alle Erwartungen ĂŒbertroffen. Zusammen mit den anderen Freiwilligen lebte ich in einem der Zimmer des Saigontourist Hospitality College. Die Zimmer haben im Gegensatz zu den Zimmern in Thailand und Kambodscha nicht nur einen Ventilator sondern auch Air-Conditioner. Auch die Duschen haben im Gegensatz zu den anderen LĂ€ndern Warmwasser. Erstklassig war auch die Verpflegung. Morgens, mittags und abends konnten wir in das hauseigene Restaurant gehen und uns fĂŒr ein Gericht aus der Speisekarte entscheiden.

Die Kulturwoche war sehr interessant. Wir lernten einige vietnamesische Wörter. Da die Schrift der Französischen Ă€hnelt, ist sie fĂŒr EuropĂ€er deutlich einfacher zu erlernen als Thai oder Khmer. Wir bekamen auch eine StadtfĂŒhrung in der sehr vielfĂ€ltigen Großstadt. So gibt es heruntergekommene Viertel, ein Backpackerdistrict und sehr luxuriöse Teile der Stadt.
Einige GebÀude, wie der Bahnhof oder die Notre Dame Basilica Àhneln sehr dem Baustil der Franzosen.

Der Vietnamkrieg ist auch heute noch ein großes Thema in Vietnam und so verwundert es nicht, dass wir das Kriegsmuseum, den Reunification Palace und die Tunnelsysteme der Ho Chi Minh besichtigt haben. Bei den Tunnelsystemen hatten wir auch die Gelegenheit gegen ein entsprechendes Entgelt scharf zu feuern.

FĂŒr das Wochenende buchten ein sympathischer Australier und ich einen Flug nach DaNang. Dort besichtigten wir „My Son“ eine Tempelanlage, die denen aus Kambodscha sehr Ă€hnelt. Viele Teile wurden aber von den Amis wĂ€hrend des Vietnamkrieges zerstört. Außerdem bestiegen wir die Marble Mountains. Einen HĂŒgel mit einem chinesischen Tempel, einer Pagode, Buddha-Statuen und einem traumhaften Blick auf einen der schönsten StrĂ€nde.

Den Strand, eine beindruckend große weibliche Buddha-Statur und einen weiteren Tempel konnten wir auf einer Halbinsel bewundern. Es handelte sich um die erste Touristenattraktion die keinen Eintritt kostete.

In der Nacht leuchtet nicht nur die Stadt Da Nang in unzĂ€hligen Farben, sondern auch die berĂŒhmte Dragonbridge und andere BrĂŒcken, die auch bei Tageslicht beeindrucken können.

Nach dem Wochenende wurden wir sozial aktiv. Zur Wahl stand die Zusammenarbeit mit Waisenkindern, der Englischunterricht mit den SchĂŒlern am Hospitality College oder die Tagespflege mit geistig und oder Körperlich behinderten Kindern.
Nachdem ich bereits in Thailand in einem Waisenhaus gearbeitet hatte und in Kambodscha Englisch unterrichtete entschied ich mich fĂŒr die Tagespflege der Kinder.
Es war nicht immer einfach und man benötigte gerade beim FĂŒttern eine Menge Geduld, aber die Kinder haben es einem tĂ€glich mit einem LĂ€cheln gedankt.

Abends genossen wir die VorzĂŒge der Großstadt. Wir gingen Bowlen, Bier fĂŒr umgerechnet 20 amerikanische Cent trinken und machten die Discotheken unsicher. Als EuropĂ€er bist du ĂŒberall in Asien der King. Je grĂ¶ĂŸer und weißer desto besser.

Ich werde Asien, insbesondere Thailand und Vietnam, seine Menschen und die unglaublich gute KĂŒche vermissen.


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