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Freiwilligenarbeit Thailand - Yoko

Termine

August
  • 23. August, 16 Uhr, Online-Infoabend
September
  • 20. September, 14-18 Uhr, "Neugierig auf die Welt", Hanau
  • 22. September, 10-16 Uhr, Jugendbildungsmesse, Köln
  • 29. September, 10-15 Uhr, Youth Education & Travel Fair, Wien

Details und weitere Termine findest du hier!

 
Hallo ihr Lieben und Sawasdee Ka!

Ihr spielt mit dem Gedanken, nach Thailand zu reisen? Das Land zu erkunden und an Freiwilligenprojekten teilzunehmen? - Dieses Abenteuer wĂŒrde ich euch jeder Zeit empfehlen!

In meinem Erfahrungsbericht werde ich euch ein paar EindrĂŒcke aus meinen 4 Wochen in Thailand mit auszeit weltweit nĂ€her bringen und hoffe, ich kann euch damit in eurer Entscheidung weiterbringen.

Schule fertig. Was nun? Vor dieser Frage stand ich, als ich vergangenen Jahres mein Abiturzeugnis in den HĂ€nden hielt.
Bereits einige Zeit davor war bei mir der Wunsch aufgekommen, fĂŒr lĂ€ngere Zeit ins Ausland zu gehen, konkrete PlĂ€ne hatte ich allerdings noch nicht. Durch Internetrecherchen bin ich auf die Seite von auszeit weltweit gestoßen und war begeistert ĂŒber das vielfĂ€ltige und spannende Angebot der Projekte. Schnell war die Entscheidung fĂŒr eine Reise mit auszeit weltweit sowie meine Wahl fĂŒr Thailand als Reiseziel getroffen.
Dank des Infomaterials und der vielen zugesendeten BroschĂŒren fiel es mir echt leichter, meine Packliste zu schreiben und die restlichen Vorbereitungen fĂŒr meinen Trip zu treffen.

Dann war es auch schon so weit. Ab in den Flieger und los geht’s! Erstes Ziel: Singburi.
In diesem kleinen Ort etwa zweieinhalb Stunden nördlich von Bangkok verbrachte ich zusammen mit einer Gruppe von 20-40 Volunteers aus der ganzen Welt 2 Wochen meines Aufenthaltes. Man wohnt dort in einem von drei HĂ€usern, meistens in 4 oder 6 Bett Zimmern. Die Unterkunft hat viel Charme; die meisten GebĂ€ude, Tische und Sitzgelegenheiten sind aus Holz, es gibt Platz in der Sonne als auch ĂŒberdacht, wenn man mal eine Pause von den hohen Temperaturen machen will. ;)

Obwohl Singburi selbst nicht so groß ist, kann man dort eigentlich einiges machen: es gibt ein öffentliches Schwimmbad, einen Night Market, Tempel und verschiedene kleine StĂ€nde und GeschĂ€fte, die alles Vorstellbare an frischer thailĂ€ndischer KĂŒche anbieten sowie Kleidung und Souvenirs verkaufen. Das Schöne ist auch, dass man mit den anderen Volunteers sehr schnell in Kontakt kommt und sich nachmittags, wenn die jeweiligen Freiwilligenprojekte vorbei sind, viel mit ihnen unterhalten und neue Kontakte knĂŒpfen kann.

Nun zu den Projekten! In meiner ersten Woche stand die „Introduction week“ auf dem Programm, die auch die meisten von unserer Gruppe gebucht hatten. Auf jeden Fall zu empfehlen!! Man unternimmt jeden Tag verschiedene Dinge und wird der thailĂ€ndischen Kultur, Sprache, Menschen StĂŒck fĂŒr StĂŒck nĂ€her gebracht. In den fĂŒnf Tagen haben wir zahlreiche beeindruckende Tempel besichtigt, von Mönchen gelernt, wie man traditionell betet, einen thailĂ€ndischen Kochkurs besucht und unsere eigenen Thai Gerichte zubereitet, wir waren in „Monkey Town“, eine Stadt voller Äffchen, und haben super lecker gegessen!

Apropos Essen – in der EinfĂŒhrungswoche isst man entweder in Restaurants oder in der Unterkunft. Egal, an welchem Ort wir waren, mir hat das Essen immer richtig gut geschmeckt und wĂ€hrend meines kompletten Aufenthaltes in Thailand hatte ich auch keine Magenbeschwerden oder Ähnliches (ging allerdings nicht jedem so). Man muss beachten, dass das Essen in der Unterkunft vegetarisch ist, was fĂŒr manche eine ziemliche Umstellung war. Allerdings sind die Reis- und Nudelgerichte ziemlich abwechslungsreich und es gibt zu jeder Mahlzeit frisches Obst.

Am Wochenende ist euch immer selbst ĂŒberlassen, was ihr unternehmt. Man kann entweder in Singburi bleiben und entspannen (was auf die Dauer allerdings etwas langweilig werden kann, weil man zum einen immer schauen muss, wie man in den Ort, zum Pool oder zu MĂ€rkten kommt, und weil zum anderen der Großteil der Leute ĂŒbers Wochenende weg fĂ€hrt). Die zweite Möglichkeit ist es eben, sich mit Leuten zusammenzuschließen und irgendwo hinzufahren. Man kann entweder selbst etwas organisieren (das Reisen in Thailand ist ziemlich leicht) oder, wie wir an unserem ersten Wochenende, gemeinsam einen Trip buchen.

Der Besitzer der Bar gegenĂŒber der Unterkunft bietet einen Ausflug nach Kanchanaburi an von Freitag bis Sonntag. In einem Minibus hat er uns zur Unterkunft und in den darauffolgenden Tagen auch zu allen sehenswerten PlĂ€tzen in der Umgebung gebracht. Der Preis fĂŒr Unterkunft (ohne Verpflegung) und Fahrt ist fĂŒr thailĂ€ndische VerhĂ€ltnisse vielleicht etwas teuer (2000 Baht , ungefĂ€hr 55 Euro) , lohnt sich jedoch auf jeden Fall im Hinblick auf die gemeinsame Zeit, die man mit seinen neuen Freunden verbringt und die Orte, die man zu sehen bekommt. Wir sind auf der BrĂŒcke am Kwai sowie auf der „Death Railway“ gelaufen und haben eine lange, sehr lohnenswerte Tour bei den Erawan WasserfĂ€llen gemacht. Abends kann man sich entweder in eine Bar setzen oder sich eine Thai Massage gönnen. ;) Der Ausflug nach Kanchanaburi war vielleicht nicht das Highlight meines Aufenthaltes, aber ich finde, wenn man ein paar Wochen im Land ist, sollte man ihn zusammen mit Freunden wahrnehmen!

In meiner zweiten Woche ging es fĂŒr mich nach Umphang, einem Landkreis im Nordwesten von Thailand. Dort habe ich am Elephant Project teilgenommen. Diese Woche war wirklich absolut klasse!! Okay, bis auf die Hin- und RĂŒckfahrt vielleicht
 die ist nĂ€mlich ĂŒberaus kurvenreich, lang und vor allem sehr kalt!! Packt euch auf jeden Fall warme, lange Kleidung dafĂŒr ein, es ist eine Nachtfahrt und die Temperaturen kĂŒhlen nachts sehr ab!
Die Fahrt war es aber auf jeden Fall wert: Umphang ist ein total sĂŒĂŸer Ort mit kleinen CafĂ©s, Souvenir Shops, EssensstĂ€nden und bietet manchmal sogar kleine Events wie Livekonzerte im Ortszentrum an, bei denen dann alle Bewohner mit ihren StĂŒhlen und Decken zusammenkommen und einen schönen Abend gemeinsam verbringen. Nicht so wie in Singburi ist hier alles zu Fuß erreichbar – die Unterkunft liegt nur wenige Meter vom Geschehen.

Morgens bis zum frĂŒhen Nachmittag verbringt man den Tag mit BananenbĂ€ume fĂ€llen und bei den Elefanten. Das ist wirklich eine ganz besondere Gelegenheit, die Tiere so nah kennenzulernen, das haben wir alle sehr genossen. Man fĂŒttert die Elefanten, wĂ€scht sie und darf fĂŒr ein paar Minuten auf ihnen reiten – ohne Sitz oben drauf natĂŒrlich ;) Es sind Elefanten, die frĂŒher in ihrem Leben Arbeitstiere waren und jetzt gepflegt werden, sozusagen „in Rente“ sind.
Am Nachmittag unternimmt man in der Gruppe noch einen kleinen Ausflug, zum Beispiel zu natĂŒrlichen, heißen Quellen, zu einem Wasserfall und in die Berge, um den Sonnenuntergang anzuschauen.

Etwas schade finde ich an diesem Projekt, dass man nicht wirklich das GefĂŒhl hatte, mit seiner Arbeit viel zu bewegen. Durch das Geld, das man bezahlt, wahrscheinlich ja, aber die Arbeit, die wir leisteten, war nicht sehr anstrengend und ist auch von unseren thailĂ€ndischen Projektleitern alleine ausfĂŒhrbar
 Nichtsdestotrotz ist es eine sehr schöne persönliche Erfahrung, die ich bestimmt nicht so schnell vergessen werde.

Als nĂ€chstes habe ich, wieder zurĂŒck in Singburi, am „teaching project“ teilgenommen. Man kann sich aussuchen, ob man entweder in eine thailĂ€ndische High School oder Grundschule gehen möchte. Ich habe mich fĂŒr die Grundschule in Singburi entschieden. Dieses Projekt ist wirklich etwas fĂŒr Leute mit viel Herz! Die Kinder, die man unterrichtet, verhalten sich so offen und dankbar einem gegenĂŒber, wollen einem stĂ€ndig High Fives geben, singen immer kurz zu Beginn und zum Ende der Stunde, grinsen dich auch in den Pausen an, wenn sie dich sehen
 sie berĂŒhren einen sehr tief mit ihrer Art. Das Erstaunliche dabei ist, dass die Kommunikation trotz großer Englischkenntnisse der Kinder gut funktioniert – viel Gestik und Zeichnungen helfen da immer und gerade dazu kann man seine Klasse auch schnell motivieren. Generell fĂŒhlt man sich eigentlich selten verloren (was ich zu Anfang befĂŒrchtet hatte); man bekommt von den Lehrern dort AufgabenblĂ€tter gestellt und kann sich dann selbst ĂŒberlegen, wie man den Kindern den Stoff beibringt. Eine gute Mischung aus Vorgabe und eigenen Ideen. Zudem ist stets eine thailĂ€ndische Lehrerin mit einem im Raum, die den Kindern etwas ĂŒbersetzt, falls sie das englische Wort nicht kennen.

Dieses Projekt kann ich wirklich jedem ans Herz legen, der Lust dazu hat, das thailÀndische Schulsystem besser kennenzulernen oder sich als Lehrer auszutesten und nebenbei eine klasse Erfahrung mit den Kindern zu machen.

So, jetzt sind wir auch schon an meinem letzten vollen Wochenende in Thailand angelangt – ab ging es in die Hauptstadt!! Ohne wirklichen Plan und ohne gebuchte Unterkunft setzten wir uns freitagabends in einen Bus, der uns alle zusammen von Singburi abholte und nach Bangkok brachte. Dort angekommen mussten wir uns erstmal auf die Suche nach einem Hotel machen, was sich dank unserer KleingrĂŒppchenaufteilung als leichter herausstellte als gedacht. Diesen und auch unseren zweiten Abend verbrachten wir zusammen mit vielen anderen Leuten aus unserer Gruppe auf der Khao San Road – diese lebt fast 24/7! Überall Bars, Restaurants, Hotels, Shops, kleine EssensstĂ€nde auf der Straße – eigentlich so, wie man sich Bangkoks Nachtleben auch vorstellt.
An den beiden Tagen unternahmen wir, typisch touristisch eben, viel Sightseeing! Es ging zum Wat Po, den Lucky Buddha Temple, zum Wat Saket, nach Chinatown, verschiedene Restaurants ausprobieren, und fast einen ganzen Tag haben wir auf dem Chatuchak Weekend Market verbracht. Der ist wirklich zu empfehlen!!

Bangkok ist meiner Meinung nach eine beeindruckende und sehr vielseitige Stadt! NatĂŒrlich gibt es wie in den meisten StĂ€dten auch Schattenseiten, das darf man nicht vergessen, aber trotzdem ist es, finde ich, mindestens einen Besuch wert.

Die vierte und letzte Woche in Thailand verbrachte ich auf Ko Samet. Eine nicht allzu große Insel nicht weit entfernt vom Festland, etwas touristisch, aber nicht, wenn man die richtigen Stellen kennt. ;)
Das Hotel, in dem man untergebracht ist, ist sehr einfach, reicht aber finde ich vollkommen aus, da man schließlich tagsĂŒber seine Zeit draußen verbringen will. Die Mahlzeiten nimmt man in einem Restaurant dank Coupons zu sich. Man hat die Wahl zwischen verschiedenen thailĂ€ndischen als auch europĂ€ischen Gerichten. Bis auf einen Tag, an dem man gemeinsam mit der Gruppe eine Bootstour mit Schnorcheln unternimmt, ist es einem freigestellt, wie man seine Zeit gestaltet. Das ist eigentlich ganz schön, man ist unabhĂ€ngig und kann entscheiden, ob einem eher gerade nach entspannen, schwimmen im Meer oder einer Erkundungstour auf der Insel ist. Man sollte auf jeden Fall mal die OstkĂŒste entlanglaufen, egal ob nur ein StĂŒckchen oder bis ganz runter an die SĂŒdspitze. Die StrĂ€nde werden immer schöner und auch weniger dicht besiedelt. Wirklich traumhaft!

Die vier Wochen vergingen wie im Flug und kaum waren sie vorbei, wÀre ich am liebsten in den nÀchsten Flieger gestiegen, um an noch mehr aufregenden Programmen teilzunehmen und Land und Leute noch besser kennenzulernen.
Was ich euch gerne noch mitgeben wĂŒrde, sind ein paar Dinge, die nicht in eurem Koffer fehlen sollten: Genug Insektenspray (bei mir hat eine Flasche gerade so fĂŒr 4 Wochen gereicht), ausreichend Kleidung und Schuhe, die dreckig werden können (vor allem fĂŒr das Elefantenprojekt und das Wochenende in Kanchanaburi), ein eigenes Kopfkissen, HĂ€ndedesinfektion (Hygienestandards lassen in Thailand leider sehr zu wĂŒnschen ĂŒbrig
), Medikamente gegen Übelkeit, und ansonsten eben das Übliche. ;) Ein Moskitonetz hatte ich mit, habe es aber im Endeffekt gar nicht benutzt, da in den UnterkĂŒnften in Singburi ein extra Gitter vor der TĂŒr ist und es in Umphang bereits Moskitonetze ĂŒber den Betten gibt.

Das Schöne war, dass ich mich zu keiner Zeit alleine fĂŒhlen musste. Wenn man ein Problem oder eine Frage hat, zum Beispiel wie ich den Wunsch, ein Projekt zu tauschen, kann man sich generell immer an die Koordinatoren vor Ort wenden. Die sind wirklich super nett und geben immer hilfreiche AuskĂŒnfte. Nach Absprache mit Phil, dem Ansprechpartner der Organisation vor Ort, der auch fließend Englisch redet, ist es einem möglich, die Reihenfolge oder sogar das Projekt selbst mit einem anderen zu tauschen.
Im Nachhinein kann ich sagen, dass ich meine Reise in keiner Weise bereut habe. Nicht nur habe ich wahnsinnig schöne Ort gesehen, viele neue Menschen kennengelernt und wertvolle Erfahrungen gesammelt – auch habe ich einiges ĂŒber mich selbst dazugelernt.
Ich hoffe, ich konnte euch mit meinem Bericht einige EindrĂŒcke geben und vielleicht auch ein paar Fragen beantworten, die bei einem vor der Reise so aufkommen.

Wenn ihr euch noch mehr fĂŒr die Kultur, Menschen, interessante Orte und die einzelnen Projekte in Thailand interessiert – auf meinem Blog schreibe ich detaillierte Berichte zusammen mit Fotos von meinen Reisen. Schaut einfach mal vorbei (: yokoschmi.blogspot.com

Viele liebe GrĂŒĂŸe, Sawasdee Ka,

Yoko



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