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Freiwilligenarbeit Thailand - Yoko

 
Hallo ihr Lieben und Sawasdee Ka!

Ihr spielt mit dem Gedanken, nach Thailand zu reisen? Das Land zu erkunden und an Freiwilligenprojekten teilzunehmen? - Dieses Abenteuer würde ich euch jeder Zeit empfehlen!

In meinem Erfahrungsbericht werde ich euch ein paar Eindrücke aus meinen 4 Wochen in Thailand mit auszeit weltweit näher bringen und hoffe, ich kann euch damit in eurer Entscheidung weiterbringen.

Schule fertig. Was nun? Vor dieser Frage stand ich, als ich vergangenen Jahres mein Abiturzeugnis in den Händen hielt.
Bereits einige Zeit davor war bei mir der Wunsch aufgekommen, für längere Zeit ins Ausland zu gehen, konkrete Pläne hatte ich allerdings noch nicht. Durch Internetrecherchen bin ich auf die Seite von auszeit weltweit gestoßen und war begeistert über das vielfältige und spannende Angebot der Projekte. Schnell war die Entscheidung für eine Reise mit auszeit weltweit sowie meine Wahl für Thailand als Reiseziel getroffen.
Dank des Infomaterials und der vielen zugesendeten Broschüren fiel es mir echt leichter, meine Packliste zu schreiben und die restlichen Vorbereitungen für meinen Trip zu treffen.

Dann war es auch schon so weit. Ab in den Flieger und los geht’s! Erstes Ziel: Singburi.
In diesem kleinen Ort etwa zweieinhalb Stunden nördlich von Bangkok verbrachte ich zusammen mit einer Gruppe von 20-40 Volunteers aus der ganzen Welt 2 Wochen meines Aufenthaltes. Man wohnt dort in einem von drei Häusern, meistens in 4 oder 6 Bett Zimmern. Die Unterkunft hat viel Charme; die meisten Gebäude, Tische und Sitzgelegenheiten sind aus Holz, es gibt Platz in der Sonne als auch überdacht, wenn man mal eine Pause von den hohen Temperaturen machen will. ;)

Obwohl Singburi selbst nicht so groß ist, kann man dort eigentlich einiges machen: es gibt ein öffentliches Schwimmbad, einen Night Market, Tempel und verschiedene kleine Stände und Geschäfte, die alles Vorstellbare an frischer thailändischer Küche anbieten sowie Kleidung und Souvenirs verkaufen. Das Schöne ist auch, dass man mit den anderen Volunteers sehr schnell in Kontakt kommt und sich nachmittags, wenn die jeweiligen Freiwilligenprojekte vorbei sind, viel mit ihnen unterhalten und neue Kontakte knüpfen kann.

Nun zu den Projekten! In meiner ersten Woche stand die „Introduction week“ auf dem Programm, die auch die meisten von unserer Gruppe gebucht hatten. Auf jeden Fall zu empfehlen!! Man unternimmt jeden Tag verschiedene Dinge und wird der thailändischen Kultur, Sprache, Menschen Stück für Stück näher gebracht. In den fünf Tagen haben wir zahlreiche beeindruckende Tempel besichtigt, von Mönchen gelernt, wie man traditionell betet, einen thailändischen Kochkurs besucht und unsere eigenen Thai Gerichte zubereitet, wir waren in „Monkey Town“, eine Stadt voller Äffchen, und haben super lecker gegessen!

Apropos Essen – in der Einführungswoche isst man entweder in Restaurants oder in der Unterkunft. Egal, an welchem Ort wir waren, mir hat das Essen immer richtig gut geschmeckt und während meines kompletten Aufenthaltes in Thailand hatte ich auch keine Magenbeschwerden oder Ähnliches (ging allerdings nicht jedem so). Man muss beachten, dass das Essen in der Unterkunft vegetarisch ist, was für manche eine ziemliche Umstellung war. Allerdings sind die Reis- und Nudelgerichte ziemlich abwechslungsreich und es gibt zu jeder Mahlzeit frisches Obst.

Am Wochenende ist euch immer selbst überlassen, was ihr unternehmt. Man kann entweder in Singburi bleiben und entspannen (was auf die Dauer allerdings etwas langweilig werden kann, weil man zum einen immer schauen muss, wie man in den Ort, zum Pool oder zu Märkten kommt, und weil zum anderen der Großteil der Leute übers Wochenende weg fährt). Die zweite Möglichkeit ist es eben, sich mit Leuten zusammenzuschließen und irgendwo hinzufahren. Man kann entweder selbst etwas organisieren (das Reisen in Thailand ist ziemlich leicht) oder, wie wir an unserem ersten Wochenende, gemeinsam einen Trip buchen.

Der Besitzer der Bar gegenüber der Unterkunft bietet einen Ausflug nach Kanchanaburi an von Freitag bis Sonntag. In einem Minibus hat er uns zur Unterkunft und in den darauffolgenden Tagen auch zu allen sehenswerten Plätzen in der Umgebung gebracht. Der Preis für Unterkunft (ohne Verpflegung) und Fahrt ist für thailändische Verhältnisse vielleicht etwas teuer (2000 Baht , ungefähr 55 Euro) , lohnt sich jedoch auf jeden Fall im Hinblick auf die gemeinsame Zeit, die man mit seinen neuen Freunden verbringt und die Orte, die man zu sehen bekommt. Wir sind auf der Brücke am Kwai sowie auf der „Death Railway“ gelaufen und haben eine lange, sehr lohnenswerte Tour bei den Erawan Wasserfällen gemacht. Abends kann man sich entweder in eine Bar setzen oder sich eine Thai Massage gönnen. ;) Der Ausflug nach Kanchanaburi war vielleicht nicht das Highlight meines Aufenthaltes, aber ich finde, wenn man ein paar Wochen im Land ist, sollte man ihn zusammen mit Freunden wahrnehmen!

In meiner zweiten Woche ging es für mich nach Umphang, einem Landkreis im Nordwesten von Thailand. Dort habe ich am Elephant Project teilgenommen. Diese Woche war wirklich absolut klasse!! Okay, bis auf die Hin- und Rückfahrt vielleicht… die ist nämlich überaus kurvenreich, lang und vor allem sehr kalt!! Packt euch auf jeden Fall warme, lange Kleidung dafür ein, es ist eine Nachtfahrt und die Temperaturen kühlen nachts sehr ab!
Die Fahrt war es aber auf jeden Fall wert: Umphang ist ein total süßer Ort mit kleinen Cafés, Souvenir Shops, Essensständen und bietet manchmal sogar kleine Events wie Livekonzerte im Ortszentrum an, bei denen dann alle Bewohner mit ihren Stühlen und Decken zusammenkommen und einen schönen Abend gemeinsam verbringen. Nicht so wie in Singburi ist hier alles zu Fuß erreichbar – die Unterkunft liegt nur wenige Meter vom Geschehen.

Morgens bis zum frühen Nachmittag verbringt man den Tag mit Bananenbäume fällen und bei den Elefanten. Das ist wirklich eine ganz besondere Gelegenheit, die Tiere so nah kennenzulernen, das haben wir alle sehr genossen. Man füttert die Elefanten, wäscht sie und darf für ein paar Minuten auf ihnen reiten – ohne Sitz oben drauf natürlich ;) Es sind Elefanten, die früher in ihrem Leben Arbeitstiere waren und jetzt gepflegt werden, sozusagen „in Rente“ sind.
Am Nachmittag unternimmt man in der Gruppe noch einen kleinen Ausflug, zum Beispiel zu natürlichen, heißen Quellen, zu einem Wasserfall und in die Berge, um den Sonnenuntergang anzuschauen.

Etwas schade finde ich an diesem Projekt, dass man nicht wirklich das Gefühl hatte, mit seiner Arbeit viel zu bewegen. Durch das Geld, das man bezahlt, wahrscheinlich ja, aber die Arbeit, die wir leisteten, war nicht sehr anstrengend und ist auch von unseren thailändischen Projektleitern alleine ausführbar… Nichtsdestotrotz ist es eine sehr schöne persönliche Erfahrung, die ich bestimmt nicht so schnell vergessen werde.

Als nächstes habe ich, wieder zurück in Singburi, am „teaching project“ teilgenommen. Man kann sich aussuchen, ob man entweder in eine thailändische High School oder Grundschule gehen möchte. Ich habe mich für die Grundschule in Singburi entschieden. Dieses Projekt ist wirklich etwas für Leute mit viel Herz! Die Kinder, die man unterrichtet, verhalten sich so offen und dankbar einem gegenüber, wollen einem ständig High Fives geben, singen immer kurz zu Beginn und zum Ende der Stunde, grinsen dich auch in den Pausen an, wenn sie dich sehen… sie berühren einen sehr tief mit ihrer Art. Das Erstaunliche dabei ist, dass die Kommunikation trotz großer Englischkenntnisse der Kinder gut funktioniert – viel Gestik und Zeichnungen helfen da immer und gerade dazu kann man seine Klasse auch schnell motivieren. Generell fühlt man sich eigentlich selten verloren (was ich zu Anfang befürchtet hatte); man bekommt von den Lehrern dort Aufgabenblätter gestellt und kann sich dann selbst überlegen, wie man den Kindern den Stoff beibringt. Eine gute Mischung aus Vorgabe und eigenen Ideen. Zudem ist stets eine thailändische Lehrerin mit einem im Raum, die den Kindern etwas übersetzt, falls sie das englische Wort nicht kennen.

Dieses Projekt kann ich wirklich jedem ans Herz legen, der Lust dazu hat, das thailändische Schulsystem besser kennenzulernen oder sich als Lehrer auszutesten und nebenbei eine klasse Erfahrung mit den Kindern zu machen.

So, jetzt sind wir auch schon an meinem letzten vollen Wochenende in Thailand angelangt – ab ging es in die Hauptstadt!! Ohne wirklichen Plan und ohne gebuchte Unterkunft setzten wir uns freitagabends in einen Bus, der uns alle zusammen von Singburi abholte und nach Bangkok brachte. Dort angekommen mussten wir uns erstmal auf die Suche nach einem Hotel machen, was sich dank unserer Kleingrüppchenaufteilung als leichter herausstellte als gedacht. Diesen und auch unseren zweiten Abend verbrachten wir zusammen mit vielen anderen Leuten aus unserer Gruppe auf der Khao San Road – diese lebt fast 24/7! Überall Bars, Restaurants, Hotels, Shops, kleine Essensstände auf der Straße – eigentlich so, wie man sich Bangkoks Nachtleben auch vorstellt.
An den beiden Tagen unternahmen wir, typisch touristisch eben, viel Sightseeing! Es ging zum Wat Po, den Lucky Buddha Temple, zum Wat Saket, nach Chinatown, verschiedene Restaurants ausprobieren, und fast einen ganzen Tag haben wir auf dem Chatuchak Weekend Market verbracht. Der ist wirklich zu empfehlen!!

Bangkok ist meiner Meinung nach eine beeindruckende und sehr vielseitige Stadt! Natürlich gibt es wie in den meisten Städten auch Schattenseiten, das darf man nicht vergessen, aber trotzdem ist es, finde ich, mindestens einen Besuch wert.

Die vierte und letzte Woche in Thailand verbrachte ich auf Ko Samet. Eine nicht allzu große Insel nicht weit entfernt vom Festland, etwas touristisch, aber nicht, wenn man die richtigen Stellen kennt. ;)
Das Hotel, in dem man untergebracht ist, ist sehr einfach, reicht aber finde ich vollkommen aus, da man schließlich tagsüber seine Zeit draußen verbringen will. Die Mahlzeiten nimmt man in einem Restaurant dank Coupons zu sich. Man hat die Wahl zwischen verschiedenen thailändischen als auch europäischen Gerichten. Bis auf einen Tag, an dem man gemeinsam mit der Gruppe eine Bootstour mit Schnorcheln unternimmt, ist es einem freigestellt, wie man seine Zeit gestaltet. Das ist eigentlich ganz schön, man ist unabhängig und kann entscheiden, ob einem eher gerade nach entspannen, schwimmen im Meer oder einer Erkundungstour auf der Insel ist. Man sollte auf jeden Fall mal die Ostküste entlanglaufen, egal ob nur ein Stückchen oder bis ganz runter an die Südspitze. Die Strände werden immer schöner und auch weniger dicht besiedelt. Wirklich traumhaft!

Die vier Wochen vergingen wie im Flug und kaum waren sie vorbei, wäre ich am liebsten in den nächsten Flieger gestiegen, um an noch mehr aufregenden Programmen teilzunehmen und Land und Leute noch besser kennenzulernen.
Was ich euch gerne noch mitgeben würde, sind ein paar Dinge, die nicht in eurem Koffer fehlen sollten: Genug Insektenspray (bei mir hat eine Flasche gerade so für 4 Wochen gereicht), ausreichend Kleidung und Schuhe, die dreckig werden können (vor allem für das Elefantenprojekt und das Wochenende in Kanchanaburi), ein eigenes Kopfkissen, Händedesinfektion (Hygienestandards lassen in Thailand leider sehr zu wünschen übrig…), Medikamente gegen Übelkeit, und ansonsten eben das Übliche. ;) Ein Moskitonetz hatte ich mit, habe es aber im Endeffekt gar nicht benutzt, da in den Unterkünften in Singburi ein extra Gitter vor der Tür ist und es in Umphang bereits Moskitonetze über den Betten gibt.

Das Schöne war, dass ich mich zu keiner Zeit alleine fühlen musste. Wenn man ein Problem oder eine Frage hat, zum Beispiel wie ich den Wunsch, ein Projekt zu tauschen, kann man sich generell immer an die Koordinatoren vor Ort wenden. Die sind wirklich super nett und geben immer hilfreiche Auskünfte. Nach Absprache mit Phil, dem Ansprechpartner der Organisation vor Ort, der auch fließend Englisch redet, ist es einem möglich, die Reihenfolge oder sogar das Projekt selbst mit einem anderen zu tauschen.
Im Nachhinein kann ich sagen, dass ich meine Reise in keiner Weise bereut habe. Nicht nur habe ich wahnsinnig schöne Ort gesehen, viele neue Menschen kennengelernt und wertvolle Erfahrungen gesammelt – auch habe ich einiges über mich selbst dazugelernt.
Ich hoffe, ich konnte euch mit meinem Bericht einige Eindrücke geben und vielleicht auch ein paar Fragen beantworten, die bei einem vor der Reise so aufkommen.

Wenn ihr euch noch mehr für die Kultur, Menschen, interessante Orte und die einzelnen Projekte in Thailand interessiert – auf meinem Blog schreibe ich detaillierte Berichte zusammen mit Fotos von meinen Reisen. Schaut einfach mal vorbei (: yokoschmi.blogspot.com

Viele liebe Grüße, Sawasdee Ka,

Yoko



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