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Freiwilligenarbeit Tansania - Celina

 
TANZANIA

Dass ich nach dem Abitur nicht sofort studieren wollte, stand fĂŒr mich von Anfang an fest. Von den vielen Möglichkeiten faszinierte mich ein Auslandsaufenthalt in Afrika am meisten. Drei Monate sollten es werden, denn lĂ€nger konnte ich mir ein Fernbleiben von Zuhause nicht vorstellen. ‹

Gesagt getan – Anfang Oktober stieg ich in den Flieger um mein kleines Abenteuer zu beginnen. Noch beim Zwischenstopp am Flughafen in Äthiopien konnte ich gar nicht aufhören zu weinen aus Angst vor dem Unbekannten das mich erwarten wĂŒrde. Völlig unbegrĂŒndet wie sich, sobald ich gelandet war, herausstellte.

Herzlich wurde ich von Donald begrĂŒĂŸt, der mich zu meiner Gastfamilie brachte. Auch dort wurde ich von anderen Freiwilligen empfangen und meinem Zimmer zugeteilt. Wir lebten zu acht und mit Mama Dinka in einem riesigen, sehr schönen Haus. Es gab schon einen Plan zur Abendgestaltung, in den ich sofort integriert wurde. Es sollte in einen Tanzclub gehen. Das ĂŒberraschte mich sehr und ich hatte auch gar keine schicken Klamotten dabei. Naiver Weise hatte ich an diese Art der Freizeitgestaltung im Zusammenhang mit Afrika gar nicht gedacht. Aber es war ein super Abend und die Afrikaner können wirklich tanzen!

Halloweenparty

Am nĂ€chsten Tag wurde ich von unserer Supervisorin Mwasiti in Arusha herumgefĂŒhrt und aß auch das erste Mal ganz lokal – es gab Kochbananen. SpĂ€ter stellte ich allerdings fest, dass das wohl beste lokale Essen Chipsmayai ist. Das sind Pommes mit Ei fĂŒr schlappe 1,50 Euro. Ansonsten lernt man in Arusha schöne Bars und Restaurants kennen. Auch viele SouvenirgeschĂ€fte gibt es. Ein Highlight war meine erste PikiPiki Fahrt. Mwasiti, ich und der Fahrer saßen auf einem Mofa und ließen uns, ĂŒber die ĂŒberfĂŒllte Hauptstraße und den ungeteerten huppeligen Wegen, zurĂŒck zu meiner Unterkunft fahren.

unsere selbstkreierten KonyagiShirts

Als nach wenigen Tagen meine Arbeitserlaubnis fertig war, startete mein Projekt. Dabei handelt es sich aber ausschließlich um eine Schule und weniger um ein Waisenhaus. Dies bedeutete, dass ich einer Klasse zugeteilt wurde und unterrichten durfte. Die Kinder sind wahnsinnig sĂŒĂŸ und meistens auch lerneifrig. Zu Beginn schien organisatorisch alles eher chaotisch und improvisiert, aber viele Freiwillige engagierten sich sehr fĂŒr dieses Projekt. Dies veranlasste mich dazu meinen Aufenthalt um weitere drei Monate zu verlĂ€ngern um die Schule weiterhin unterstĂŒtzen zu können.

Das war meine beste Entscheidung, sonst wĂ€re ich unglĂŒcklich nachhause zurĂŒck gekehrt. Die Zeit rennt in einem Land wie Afrika mit so vielen neuen Erlebnissen.
Unterricht

Aber vor dem Start der VerlĂ€ngerung ging es fĂŒr mich und zwei Freundinnen erst mal nach Sansibar – Hakuna Matata ist dort das große Motto. 10 Tage nur schwimmen, brĂ€unen und faul sein. Auch die selbststĂ€ndige RĂŒckkehr nach Arusha verlief problemlos. Man wurde eben immer afrikatauglicher und selbststĂ€ndiger.

Traumurlaub Sansibar
Auf Safari - Tour

Die zweite HĂ€lfte meines Aufenthalts verbrachte ich in einem der FreiwilligenhĂ€user und ich bekam sogar noch den großen Umzug in die Lodge mit. Diese ist echt toll! Schöne große Zimmer, alle Freiwilligen auf einem Haufen und StadtnĂ€he. Ich habe so viel erleben dĂŒrfen und so tolle Leute kennengelernt, wofĂŒr ich einfach dankbar bin. Ich möchte jedem empfehlen sich eine solche Erfahrung nicht entgehen zu lassen, auch wenn der Abschied von Afrika sehr schmerzhaft ausfallen wird. Ihr werdet es nicht bereuen.



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