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Freiwilligenarbeit Tansania - Lara

Termine

August
  • 23. August, 16 Uhr, Online-Infoabend
September
  • 20. September, 14-18 Uhr, "Neugierig auf die Welt", Hanau
  • 22. September, 10-16 Uhr, Jugendbildungsmesse, K├Âln
  • 29. September, 10-15 Uhr, Youth Education & Travel Fair, Wien

Details und weitere Termine findest du hier!

 
Maambo - Dieses Wort werde ich so schnell wohl erstmal nicht wieder vergessen.

Mein Name ist Lara, 19 Jahre und ich bin nun wieder fast einen Monat zur├╝ck in Deutschland. Vor einem halben Jahr ging es f├╝r los nach Afrika. Nach dem Abitur stand fest, ich wollte nach Afrika! Nur wo genau war noch nicht ganz klar. Nach langem hin und her habe ich mich f├╝r Auszeit-Weltweit und f├╝r Tansania entschieden. Zuerst war ich mir nicht sicher wo genau ich hin wollte und bis jetzt kann ich auf die frage die mir st├Ąndig gestellt wurde; wieso ausgerechnet Tansania keine genau Antwort geben, aber ich bin froh mich daf├╝r entschieden zuhaben.

Tansania also. Obwohl ich noch fast 4 Monate zeit hatte bis es los ging war ich nat├╝rlich schon super aufgeregt. Bei der Organisation hat es geholfen, dass man sich mit Fragen an Mariana wenden konnte. Egal ob es um Impfungen oder Tipps zum Reisegep├Ąck ging. Ansonsten liefen die Vorbereitungen sehr gut. Zuerst mussten alle Impfungen hinter sich gebracht werden und ein Rucksack gekauft werden, so wie zus├Ątzliche Klamotten und Moskitospray (sehr n├╝tzlich).

Und dann ging es auch schon los. Da sa├č ich nun im Flieger, total aufgeregt und fertig mit den Nerven. Schlie├člich war es mein erster Flug alleine und dazu noch soweit weg von Zuhause. Das erste was ich am Kilimanjaro Airport bemerkte war die Hitze, die mich in Empfang nahm. Irgendwann nachts um 3 bin ich gelandet und bahnte mir danach den Weg ins Ungewisse.

Die ersten Wochen in der neuen Heimat sollten genauso weitergehen. Jeden Tag lernte man neue W├Ârter auf Swaheli kennen und neue Leute, dessen Namen man sich einfach nicht merken konnte. Auch wenn alles total neu und ungewohnt war, begann ich langsam mich einzuleben. Die Betreuung vor Ort durch Leonie war super und man konnte immer zu ihr r├╝bergehen bei irgendwelchen Fragen.

Ich wurde super aufgenommen von den anderen Freiwilligen im Haus und gew├Âhnte mich an die Tansanische Lebensart. Dazu z├Ąhlt vor allem auch die P├╝nktlichkeit die eigentlich gar nicht vorhanden ist, da war es auch nicht schlimm, wenn man mal eine halbe stunde zu sp├Ąt zum Projekt gekommen ist, weil es zuvor geregnet hatte.

Mein erstes Projekt, das Wildlife Project bei der Wildlife Conservation Society of Tanzania, war auf der einen Seite sehr aufregend, weil ich viel ├╝ber das Land und die Leute gelernt habe und wir viele Trips in die n├Ąhere Umgebung von Arusha unternommen haben und Schulen besucht haben. Auf der anderen Seite wurde es mit der Zeit etwas langweilig weil unser Supervisor vor Ort sehr besch├Ąftigt schien und nicht sehr oft dort war und wir daher oft keine Aufgaben hatten.

Nach drei Monaten, nach denen ich sowieso mein Visum erneuern musste, habe ich mich dazu entschieden das Projekt zu wechseln um noch etwas Neues zu sehen. Dieses war eine kleine Vorschule, die Cheka School, in Sakina die ich bequem mit dem Pikipiki oder auch Bodaboda oder Toyo erreichen konnte. Diese kleinen Motorr├Ąder aus Asien haben sich als mein neues Lieblingsfortbewegungsmittel erwiesen. Ich habe es geliebt am Stra├čenrand einen geeigneten Fahrer zu suchen, danach mit ihm ├╝ber den Preis zu verhandeln (was man leider viel zu oft machen muss und doch nicht den besten Preis bekommt- ÔÇ×Mzungu-PriceÔÇť), um danach nach Hause oder in die Stadt zu fahren und sich den Wind durch die Haare wehen zu lassen.

An das Verhandeln musste ich mich nat├╝rlich zuerst auch einmal gew├Âhnen aber genauso wie mit dem Essen oder der Sprache bekam ich auch das hin. In der Vorschule hat es mir super gefallen. Das Konzept war klasse, mit den kleinen Klassen und auch die Lehrerinnen haben sich wirklich M├╝he gegeben jedem Kind etwas zu vermitteln, was nicht immer ├╝blich ist an anderen Schulen.

Am Wochenende haben wir bei gutem Wetter verschiedene Ausfl├╝ge unternommen. Mal ging es zu nahe gelegenen M├Ąrkten in Arusha, wie dem Maasaimarket (den ich irgendwann gemieden habe, weil es doch sehr nervig ist unter einer Mischung aus Freundlichkeit und mitleidheuchelnden Menschen durch die Shops zu gehen ohne sich etwas in Ruhe anschauen zu k├Ânnen) oder zum Secondhandmarket auf dem man super billig Kleidung kaufen konnte. Man kann auch mit dem Daladala in den n├Ąchsten Ort zu lokalen M├Ąrkten fahren und noch billiger einkaufen und in die Kultur eintauchen.

Die Hotsprings in Majimoto waren ein weiteres Ziel, das wir nach drei Stunden fahrt auf einer sehr sehr schlechten Stra├če erreichten. Au├čerdem sind wir zum nahe gelegenen Lake Duluti gefahren oder haben einen Wochenendausflug nach Moshi gemacht.
Au├čerdem kann man nat├╝rlich auf Safari fahren. F├╝r mich ging es das erste Mal in den Tarangire Nationalpark, der bekannt ist f├╝r seine Elefanten und dann am zweiten Tag in den Ngorongoro-Crater der wirklich ausgesprochen sch├Ân ist. Auf der zweiten Safari ging es dann in die Serengeti und ein zweites mal in den Crater. Das zelten war immer ein kleines Abenteuer, da man nat├╝rlich nicht alleine geschlafen hat, sondern in der Nacht immer wieder grasende B├╝ffel geh├Ârt hat und andere Ger├Ąusche die man nicht genau zuordnen konnte. So waren die N├Ąchte zwar kurz aber aufregend.

Am Ende haben wir uns noch zu zweit auf gemacht zum Viktoriasee, meine Mitbewohnerin und ich wollten schlie├člich einmal den zweit (oder dritt) gr├Â├čten See der Welt zu Gesicht bekommen wo wir doch schon so nah dran waren. Nach einer 12 Std hinfahrt sind wir total ersch├Âpft im ersten Guesthouse angekommen und nach den drei Tagen dort haben wir uns auf den Weg gemacht zur├╝ck mit dem Bus. In Mwanza war es super sch├Ân, wir haben selbst eine kleine Erkundungstour gemacht ├╝ber die felsigen H├╝gel und eine Stadtbesichtigung mit einem Guide unternommen. Als es dann im Bus zur├╝ckging, machten wir uns gegenseitig gute Hoffnung, dass es ja gar nicht schlimmer werden k├Ânnte als auf der Hinfahrt. Das hat sich allerdings als Falsch herausgestellt. Nach 14 ein halb Std und s├Ąmtlichen Stopps, da der Motor ├╝berhitzt war, waren wir am Abend endlich wieder zur├╝ck in Arusha und sind hundem├╝de ins Bett gefallen. Busfahren in Tansania stellte sich also wirklich als kleines Abenteuer heraus.

Das mit den Hunden war auch so eine Sache auf die ich nicht gefasst war. Dann die fangen Nachts so richtig an zu bellen und jeden Tag sieht man wieder neue die ├╝ber die Stra├če laufen oder zuf├Ąllig nichts besseres zu tun haben als meine Sachen von der W├Ąschleine zu klauen.

Der letzte gro├če Ausflug ging dann in meiner vorletzten Woche los. Wir wollten wieder mit dem Bus nach Dar es Salaam und dann r├╝ber mit der F├Ąhre nach Sansibar. Also, twende! Die Busfahrt hat sich ├╝berraschenderweise als sehr angenehm herausgestellt und ich w├╝rde es durchaus wieder so machen. Auch mit der F├Ąhre hat alles super geklappt, nach einer ├ťbernachtung in Dar. In Sansibar haben wir ein paar sch├Âne Tage am unglaublich sch├Ânen Strand verbracht und in Stone Town. Diese kleine Stadt mit den engen Gassen kann man einfach nur in Herz schlie├čen mit ihren freundlichen Bewohnern und dem herrlichen Essen.

Wieder Zuhause angelangt, habe ich meine Mutter getroffen die mich besucht hatte und mit ihr und ihrem Freund die letzte Woche verbracht. Ich habe mich von meinen Projekten verabschiedet und von Freunden und letzte Eink├Ąufe gemacht. Auch wenn ich bis zum Schluss nicht sicher war, ob ich meinen R├╝ckflug noch umbuchen sollte oder nicht, habe ich mich dann doch entschieden wieder zu Fliegen. Am liebsten w├Ąre ich noch weitere 6 Monate geblieben. Ich vermisse die Mentalit├Ąt und Freundlichkeit der Leute dort und die lockere Lebensweise.

Irgendwann nach den ersten 3 Wochen in Tansania, sa├č ich drau├čen auf der Terrasse am sp├Ąten Nachmittag in der Sonne und habe gen├╝sslich an einer Mango genascht und da habe ich pl├Âtzlich gemerkt, dass ich mich dort richtig wohlf├╝hle, das ich mich Zuhause f├╝hle.

Dieses Gef├╝hl werde ich nie vergessen, genauso wenig wie die kleinen Kinder die jeden Tag am Stra├čenrand standen wenn man in die Stadt ging und einem im Kanon ÔÇ×How Are YouÔÇť zu riefen.

Ich hatte eine unglaubliche Zeit in Tansania und bereue nichts und kann es gar nicht erwarten bis ich wieder dort bin!


Termine

August
  • 23. August, 16 Uhr, Online-Infoabend
September
  • 20. September, 14-18 Uhr, "Neugierig auf die Welt", Hanau
  • 22. September, 10-16 Uhr, Jugendbildungsmesse, K├Âln
  • 29. September, 10-15 Uhr, Youth Education & Travel Fair, Wien

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