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Freiwilligenarbeit Sri Lanka - Nicole

 

 

12 Wochen Sri Lanka = 12 Wochen Lebenserfahrungen

Da war ich gerade im neuen Jahr 2016 angekommen und dann hieß es auch schon: Ich bin dann mal für 3 Monate in Sri Lanka.

Unterkunft/Verpflegung

Kandy: Das dreistöckige Haus ist groß, sauber und hat eine riesige Terrasse, die direkt an den anliegenden Fluss grenzt. Außerdem gibt es eine kleine „Washarea“, wo man seine Kleider per Hand waschen kann (In Kandy hat es aber auch eine Wäscherei)
Die Zimmer sind eher wie in einer Jugendherberge, d.h. Stockbetten und klein. Dies empfand ich jedoch nicht als Problem, da man dort eh hauptsächlich nur zum Schlafen ist.
Es gibt Sitzmöglichkeiten und jeden Abend wird das Wlan für ein paar Stunden eingeschaltet, welches jedoch nicht sehr stabil ist (s.Tipps).
Das Essen fand ich super! Es war immer abwechslungsreich und es wurde darauf geachtet, dass es nicht zu oft Reis gab. Fleisch gab es meistens nur einmal die Woche.

Hill Country: In Hill Country wohnt man in dem Haus von Dhammikes Mutter. Sie ist auch diejenige, die das Essen kocht, welches eher typisch für Sri Lanka ist, d.h. viel Reis und Daal.
Die Zimmer sind so wie in Kandy, man merkt jedoch, dass es ein Privathaus ist und nicht extra für Volunteers gebaut wurde.

Ambalangoda: Direkt am Strand! Viele fanden das Haus in Ambalangoda besser, für mich traf das nicht zu. Die Zimmer sind zwar etwas größer und schöner, aber es ist nicht so sauber wie in Kandy (s.Betreuer). Außerdem hat nicht jedes Zimmer ein Badezimmer, weshalb sich 10 Leute teilweise ein Bad teilen mussten.
Auch hier gibt es wieder die Möglichkeit seine Kleider per Hand zu waschen, was jedoch auch in der Stadt möglich ist.
Im Haus gibt es kein Wlan, was jedoch nicht sehr schlimm ist, da das Restaurant- ein paar Meter entfernt- Internet hat.
Das Essen war in Ordnung, jedoch bekommt man hier viel öfter Reis als in Kandy, dort ist das Essen abwechslungsreicher.

Betreuer

Kandy: Top! Die Betreuer in Kandy sind alle super! Sie sind immer für alle Fragen da und auch noch total lustig! Besonders loben möchte ich Krish, Sugath und Supun, mit diesen dreien hat man einfach immer Spaß!
Ambalangoda: Neben dem „Captain“ hat es hier eigentlich nur zwei Betreuer, die das komplette Haus managen müssen, worin ich auch ein Problem sehe.
So ist Ravi Koch, Security Guard, Putzmann und Tuk Tuk Fahrer in einem! Aus meiner Sicht ist dies auch der Grund, warum das Ambalangoda Haus nicht so sauber ist, die Betreuer haben einfach viel zu viel zu tun, vlt kann man das irgendwie ändern? Ansonsten sind sie alle auch super nett und versuchen zu helfen, wo es nur geht. Besonders der Betreuer vom Schildkrötenprojekt, Isuru, ist total relaxed und nimmt alles etwas lockerer. Mit ihm sind wir auch mal öfters in eine Bar gegangen
Hill Country: Auch alle sehr nett und hilfsbereit.

Projekte

Behindertenheim: Ich hätte mir niemals vorstellen können mit behinderten Menschen zu arbeiten, jedoch wurde ich eines Besseren belehrt.
In dieser Einrichtung leben über 100 Behinderte und nur ca 7 Nonnen und ein paar Ehrenamtliche Helfer, die sie betreuen. Aus diesem Grund sind sie wirklich auf die Hilfe von Volunteers angewiesen!
Die ersten Tage sind vielleicht etwas hart weil man so etwas einfach nicht gewohnt ist, aber man lernt schnell alles kennen und kennt die Abläufe.
Man spielt mit den Behinderten, hilft beim Essen, versucht ihnen etwas beizubringen oder bringt sie einfach nur zum Lachen. Manche wollen auch einfach nur stundenlang deine Hand halten oder neben dir sitzen. Es gab eine Frau dort, die hat mich alle paar Minuten gefragt, ob ich morgen wieder komme. Diese Momente sind einfach so schön!
Gib ihnen einfach deine Zuneigung und behandele sie nicht irgendwie anders.
Denn obwohl sie behindert sind, strahlen sie so eine Lebensfreude aus! Das hat mich am Meisten beeindruckt!
In diesem Projekt hat man definitiv das Gefühl, dass man am Stärksten gebraucht wird und viel hilft. Aus diesem Grund und weil es mir so Spaß gemacht hat, war ich ganze 6 Wochen dort.

Kinder/Mönche unterrichten

Kinder: Ich habe Kinder in Hill Country unterrichtet, die nach ihrem eigentlichen Schulunterricht noch zu uns gekommen sind, also praktisch zusätzlichen Unterricht hatten (Dies ist ein wesentlicher Unterschied, man kann auch noch „richtig“ in einer Schule unterrichten).
Dementsprechend waren viele schon sehr müde und haben nicht wirklich aufgepasst, was teilweise sehr anstrengend war.
Ich hatte 10-12 Jährige, was auch noch ein schwieriges Alter war. Oft haben die Kinder uns nur mithilfe der Betreuerin zugehört.
Volunteers, die Kinder in einem höheren Alter unterrichtet haben, hatten es da wesentlich einfacher und angenehmer, sie konnten einen wirklichen Unterricht gestalten, bei dem jeder mitgemacht hat.
Abends konnte bzw. sollte man noch Dinge für den morgigen Tag vorbereiten, was auch eine Menge Zeit in Anspruch nahm.
Ich war dann doch oft zu müde dafür, andere sind jedoch engagiert ans Werk gegangen. Ich kann jedoch nach dieser Erfahrung sagen, dass ich kein Lehrer werden möchte ;)

Mönche: Die Mönche sind sehr diszipliniert und wollen wirklich Englisch lernen! Jedoch ist bei den Meisten der Englischstand wirklich bei Null, weshalb ich oft erstmal mit dem Alphabet beginnen musste. Jedoch sind sie sehr aufmerksam, hören zu und versuchen so gut es geht zu lernen.

Temple Renovation

Bei Temple Renovation verbringt man den Tag damit, Wände zu streichen. Das hört sich auf den ersten Blick etwas langweilig an, ist es jedoch überhaupt nicht!
Alleine den Unterschied von Vorher zu Nachher macht einen wirklich stolz und man sieht die Früchte seiner Arbeit. Weiterhin kann man während dem Malen Musik hören oder einfach nur mit den anderen Volunteers quatschen. Außerdem gibt es noch immer eine leckere Tea Time im Tempel.

Schildkrötenprojekt

Das Schildkrötenprojekt ist eine tolle Sache! Man kümmert sich um behinderte Schildkröten, die z.B. Plastik gefressen haben oder denen eine Flosse abgeschnitten wurde. Das Säubern der Wasserbehälter ist ziemlich anstrengend und man kommt bei der Hitze am Strand ganz schön ins Schwitzen.
Ein Highlight sind natürlich die Baby Schildkröten und ich hatte das Glück, dass ich sogar 3 Mal die Möglichkeit hatte, die Babys ins Meer freizulassen.
Das ist wirklich unglaublich und wie in einem Film! Ich würde jedoch empfehlen, das Schildkrötenprojekt nicht länger als eine, höchstens zwei Wochen zu machen, da es doch jede Woche immer das Gleiche ist und auf Dauer eintönig wird.

Trekking-Week

In der Trekking Week habe ich meine Leidenschaft für das Wandern entdeckt! Wir sind so viele Berge bestiegen und hatten einfach nur geniale Aussichten!
Am Meisten haben mir die ersten Teeplantagen von Sri Lanka gefallen. Am Ende vom Tag ist man dann einfach nur noch ins Bett gefallen und war stolz auf sich, dass man so viel gelaufen ist ☺

Beach-Week

Die Beach Week ist wie eine Sightseeing Tour. Am Besten hat mir hier dir River Safari, Galle und der längste Buddha Südostasiens gefallen. Man wird überall bequem mit dem Tuk Tuk hingefahren und ist aber schon jeden Tag gegen 12 Uhr mittags zurück.
Somit hat man noch den ganzen Tag frei, kann am Strand liegen oder shoppen gehen. Viele haben dies als ihre letzte Woche gemacht.

Allgemeine Tipps

• Habt keine Erwartungen! Je weniger ihr erwartet, desto toller wird es!
• Man kann in kurzen Hosen oder Tops rumlaufen, jedoch wird man schon sehr angeschaut, was ich als unangenehm empfunden habe.
Lieber eine lange Hose und T-Shirts anziehen und somit in die Kultur integrieren ;)
Für den Strand oder im Schildkrötenprojekt sind kurze Hosen jedoch völlig ok.
• Packt wenig ein! Man kann so gut wie alles in Sri Lanka kaufen, was es auch hier in Deutschland gibt und es ist viel billiger! • Nehmt vor allem nicht viele Klamotten mit, ihr werdet dort so viel kaufen und später hat man nicht genug Platz im Koffer.
• Nehmt viel Mosquitospray mit! Man kann in Sri Lanka zwar eine einheimische Variante (Citronella) kaufen, bei manchen hat sie gewirkt, bei manchen nicht- so wie bei mir ☺
• Nehmt Sonnencreme aus Deutschland mit! Man kann auch Sonnencreme in Sri Lanka kaufen, die ist jedoch maßlos überteuert.
Mosquitonetz!
• Falls ihr die Einführungswoche macht: Kauft nichts in den Giftshops! Ihr bekommt genau die gleichen Artikel in der Stadt um ein Vielfaches billiger!
• Ihr braucht keinen Adapter für die Steckdosen dort. Man steckt einfach einen Kugelschreiber in das oberste Loch (da ist kein Strom drauf) und gleichzeitig sein Kabel ganz normal in die unteren beiden Löcher. Funktioniert einwandfrei!
Macht euch keine Gedanken über irgendwelche Krankheiten, die ihr bekommen könntet! Sri Lanka ist eines der ungefährlichsten asiatischen Länder bezüglich von Krankheiten und ich habe in meinen drei Monaten dort niemanden kennengelernt, der ernsthaft krank wurde.
• Handelt immer die Preise herunter!
• Das Wlan im Kandy Haus kann man eigentlich vergessen, da es jeder benutzen will und dadurch seeehr langsam ist. Benutzt lieber mobiles Internet, das ist auch noch sehr billig!
• Wenn ihr eine Simkarte kauft dann von Dialog nicht von Mobitel. Dialog hat einige Vorteile, wie z.B. mobiles Internet den ganzen Tag.
• Traut euch auch ruhig alleine nach Sri Lanka zu gehen. Ihr seid nie alleine und findet immer Anschluss. Ihr werdet so viele Menschen aus allen Ländern kennenlernen, dass ihr später auf der ganzen Welt Freunde habt.

Reisetipps für die Wochenenden

• Adam’s Peak!!! 7km Stufen hoch und wieder runter. Mitten in der Nacht. Das Anstrengendste, was ich jemals gemacht habe, aber alleine der Ausblick war es wert! Mein Lieblingserlebnis in Sri Lanka!
• Mirissa. Wunderschöner Strand, ca. 1 Stunde entfernt von Ambalangoda mit Restaurants direkt am Strand. Mir hat es dort so gut gefallen, ich war gleich an zwei Wochenenden dort.
• Hikkaduwa. 20 Minuten mit dem Bus von Ambalangoda. Perfekt zum Wellenreiten, Shoppen und Party machen. Wir waren dort jeden Donnerstag in einem italienischen Restaurant essen und sind danach in eine Bar gegangen ;)
• Slighly Chilled Bar in. Coole Bar mit einer super Aussicht über ganz Kandy!
• World’s End. Nationalpark mit einem großen Wasserfall und einem Hauch von Canada
• Ella. Kleines Touristendorf mit einer atemberaubenden Brücke

Fazit

Sri Lanka ist ein wunderschönes Land, das alles zu bieten hat!
Über Berge, Wüsten, Dschungel, bis hin zu feinen Sandstränden -Sri Lanka wird nicht umsonst die Perle des indischen Ozeans genannt.
Die Einheimischen sind so freundlich und nett und tragen immer ein Lächeln auf den Lippen. Sie sind hilfsbereit und sehr interessiert an der westlichen Kultur.
Ich habe so viele neue Freunde aus aller Welt gefunden, neue Kulturen kennengelernt und so viel erlebt. Ich kann jedem nur empfehlen ins Ausland zu gehen, sei es für ein paar Wochen, Monate oder Jahre.

Für mich waren 12 Wochen Sri Lanka = 12 Wochen Lebenserfahrungen


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