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Freiwilligenarbeit Sri Lanka - Eli

 

Hallo, ich bin Eli aus Österreich und war für 2 Wochen in Sri Lanka. Das einzige, das ich im Nachhinein sagen kann ist, dass es eine aufregende, spannende, ereignisreiche, erfahrungsvolle und vor allem lustige Zeit war, die ich nie mehr missen möchte!!!

Doch nun von Anfang an:

Ich hatte schon lange den Traum zu reisen, andere Kulturen zu erkunden, Leute aus aller Welt kennen zu lernen, eine andere Sprache zu sprechen, unterschiedliche Teile der Erde zu sehen und vor allem meinen Horizont zu erweitern; und daher packte ich meine sieben Sachen und machte mich auf die Reise.

Die ganze Organisation, sprich Anmeldung, Flug und Visum gestaltete sich recht unkompliziert und schnell. Das Auszeit Team war immer für Fragen offen. Und so war ich, ehe ich mich versah schon in Sri Lanka.

Per Taxi wurden zwei andere Freiwillige und ich zu unserem Freiwilligenhaus nach Kandy gebracht. In den ersten paar Minuten erlebte ich regelrecht einen kleinen Kulturschock: der Verkehr spielte sich auf der „falschen“ Seite ab und dies nicht in gewohnter Manier wie in Europa, sondern es fuhr eher jeder so, wie er wollte und das Ganze wurde durch ständiges Hupen lautstark umrahmt, dann war natürlich das viel wärmere Klima, das einen nach Luft schnappen lies und die ganzen Gerüche, die einen fein in der Nase kitzelten.

Doch dieser kleine „Schock“ legte sich rasch, denn dadurch, dass ich frühmorgens in Colombo landete, konnte ich schon am ersten Tag den Sonnenaufgang sehen- ein wunderschöner Anblick. Die ersten Sonnenstrahlen an diesem Tag zauberten mir ein Lächeln auf die Lippen, welches ich über die ganzen 14 Tage lang behielt.

Nach der Ankunft in Kandy bezog ich mein Zimmer, wo mich schon andere Freiwillige begrüßten. Mein Ankunftstag war ein Sonntag und so nutzten wir diesen freien Tag um die Gegend und Kandy ein wenig zu erkunden- natürlich sind wir mit einem Tucktuck gefahren. Fahrten mit diesem dreirädrigen Verkehrsmittel sind ein MUSS für alle die nach Sri Lanka reisen!

Zu Beginn war noch alles recht ungewohnt, da ich niemanden kannte, doch dies änderte sich sehr rasch. Noch am ersten Tag knüpfte ich neue Bekanntschaften, die sich im Laufe der Reise zu richtigen Freundschaften entwickelten. :)

Am Montag starteten wir dann mit einem Einleitungstag: Dhammike, unser „Chef“, erklärte uns alles bzgl. den Projekten, den Gewohnheiten der Einwohner und der Sprache. So konnten wir ganz spontan unsere Arbeit für die Woche aussuchen.

In den ersten zwei Tagen half ich im Projekt „Disabled Orphanage“ ich war also im Waisenhaus für behinderte Kinder und Erwachsene. Wir halfen den Kindern sich zu waschen und zu pflegen und waren den Waisen beim Essen behilflich. Natürlich kam auch das Spielen nicht zu kurz, und so schaukelten und rutschen wir im kleinen Spielplatz. Klarerweise drehten wir auch ein paar rasante Runden mit dem Rollstuhl quer durch die Spielgeräte.

Die kleinen und großen Menschen zu sehen, die sich nicht selbst helfen können, die regelrecht auf Hilfe, Zuwendung, ja einfach nur ein Lächeln warten, ist unbeschreiblich. Es gibt ein paar Pflegerinnen, die sich um alles kümmern, aber es sind vielmehr Behinderte im Waisenhaus, sodass es noch mehr Menschen bräuchte, die sich kümmern und so kommen die Freiwilligen zum Einsatz, die mit einem Lächeln der Kinder und Erwachsenen belohnt werden.

An zwei weiteren Tagen beteiligte ich mich am Projekt „Temple Renovation“. Mit dem Bus begann die kleine Reise zum renovierungsbedürftigen Tempel, der sich inmitten der Teefelder auf einem Hügel befand. Das letzte Stück zum heiligen Gebäude legten wir zu Fuß durch die malerische Landschaft zurück. Unser Koordinator erklärte uns etwas über den Tee Anbau und wir konnten die Einwohner dabei beobachten, wie sie ihre Wäsche im ruhigen Bach inmitten des kleinen Wäldchens reinigten.

Oben angekommen wurden wir von drei freundlichen Mönchen begrüßt: der erste war ein weiser älterer Mönch, der zweite war ein neugieriger, der viele Fotos knipste und sogar Facebook mit den Freiwilligen austauschte und dann gab es noch einen jungen, etwas schüchternen Mönch.

Wir Freiwilligen starteten dann auch gleich mit Pinseln, Eimern und Farbe bewaffnet und strichen die Mauern des Tempels in sonnigem Gelb, erfrischendem Rot und klarem Weiß. Zwischendurch entspannten wir bei einer kurzen „Tea- Time“ mitsamt Sri Lankanischen Snacks und unterhielten uns mit den Mönchen. Man möchte meinen, dass die Mönche eher unter sich bleiben würden, doch sie waren sehr an uns „Ausländern“ interessiert und so auch an unserer Musik, daher spielte ich während der Malerarbeiten ein paar Songs von meinem Handy ab. Es wurde für uns gekocht und wir wurden mit selbst gemachten Avocado Drinks und Vanilleeis für unsere Bemühungen belohnt.

Im Nu war die erste Woche vorüber, denn nach getaner Arbeit unter der Woche unternahmen wir am Nachmittag oder am Abend immer etwas: Zusammen mit den anderen Freiwilligen bekam ich einen Einblick in die dortige Kultur, wir sahen eine Tanzaufführung mit bunten Gewändern, rhythmischen Bewegungen und lautstarker Musik.

Ein anderes Kulturerlebnis findet jährlich im August statt, das sogenannte „Perahera“, dies ist eine Art Zeremonie, bei der abends geschmückte Elefanten, traditionelle Musik, althergebrachte Tänze und lodernde Fackeln durch die Straßen wandern. Ich hatte das Glück, dass ich genau zu dieser Zeit in Sri Lanka war, jedoch muss man ein Frühaufsteher sein, um ein geeignetes Plätzchen zu ergattern, um das ganze Spektakel zu beobachten. Doch sehenswert ist es allemal.

In Sri Lanka ist der Buddhismus die vorherrschende Religion und daher gibt es viele Tempel im ganzen Land. In Kandy steht der berühmte „Temple of the tooth“, darin befindet sich ein Zahn des Buddhas. Barfuß ging es durch die heiligen Hallen, die mit Menschenmassen gefüllt waren und draußen fand man unzählige Elefanten, die ihre prächtigen Körper zur Schau stellten.

Den „ Kandy Lake“ sollte man auch nicht verpassen, ein wunderschönes Plätzchen Natur, das zum gemütlichen Spaziergang um das kühle Nass einlädt. Wenn man dann seinen Blick gen Himmel richtet, erblickt man hoch oben eine wunderbare, riesige Buddhastatue. Diese ist kurzerhand mit einem Tucktuck erreichbar und je näher man ihr kommt, desto größer wird sie. Erklimmt man die Statue, so hat man eine unbeschreibliche Aussicht auf ganz Kandy; wir mischten uns ganz ungeniert unter die Gläubigen und lauschten den Gebeten zu Ehren Buddhas während wir am Abend den Sonnenuntergang genossen.

Den ganzen Märkten kann man in dieser Kulturstadt auch nicht entkommen, denn an jeder Ecke gibt es Obst, Gewürze oder Kleidung zu kaufen- ein Shoppingerlebnis der Sonderklasse. Auch ein Shopping Center steht mitten in Kandy, in dem man wie in der westlichen Welt seine Erledigungen machen kann.

Am Wochenende hatten wir frei und so entschieden ein paar Freunde und ich uns dafür, in den Süden zu fahren, um eine Safari Tour im „Yala Nationalpark“ zu machen organisierte alles für uns, von der Taxifahrt über die Übernachtung im Hotel bis zur Safari. Allein die Taxifahrt von Kandy beginnend, durch die hügelige Teelandschaft, bis zu den ebenen Dörfern war wunderschön. Hin und wieder stoppten wir, um ein paar Fotos zu machen oder etwas zu essen.

Als wir dann am Hotel ankamen, war ich wiederum begeistert, denn es lag inmitten von Palmen mit Kokosnüssen, gelegen an einem See mit Krokodilen und Schlangen, die nachts von Glühwürmchen beleuchtet wurden. In Hängematten konnte man seine Seele baumeln lassen, während der Wind ruhig die Gedanken umwehte.

Um 05:00 Uhr morgens begann die Safari, so fuhren wir im Jeep dem Sonnenaufgang entgegen. Wir bekamen Elefanten, Rehe, Krokodile, Hasen, Vögel, Wildscheine, Pelikane und Affen zu Gesicht. Die Tiere in ihrer natürlichen Umgebung zu beobachten war ein tolles Erlebnis.

Nach der 7- stündigen Safari ging es mit dem Taxi weiter nach Ambalangoda, einer Stadt am Meer, wo sich ein weiterer Green Lion Standort befindet. Diese Taxifahrt war einzigartig, wir fuhren entlang wunderschöner Sandstrände und durch mitten von belebten Städten und Dörfern.

In der zweiten Woche unterstützte ich das „Turtle Project“ am Strand. So war ich also täglich am Meer, daher begrenzte sich meine „Arbeitskleidung“ auf einen Bikini. Wir arbeiteten alle zusammen: Schildkröten füttern und putzen, die Tanks reinigen und das Wasser wechseln, neuen Sand vom Strand holen und den Müll entfernen. Wir reinigten auch die Umgebung, indem wir das verwilderte Gestrüpp, sowie das Unkraut und die Steine entsorgen und das Gebiet mit Sand begehbar machten. Kleine Malerarbeiten, sowie Bilder und Unterschriften auf den Wänden machen das kleine Häuschen zu einem Blickfang in der Gegend.

Nach getaner Arbeit wurde immer die sogenannte „swimming time“ ausgerufen, bei der wir alle zusammen in die Wellen des lauwarmen Meeres stürmten, um uns abzukühlen. Der menschenleere Strand lud wirklich zum Träumen ein, ein paar einheimische Fischer, die nur mit Lendenschurz bedeckt und einem Speer bewaffnet waren, gingen auf Beutefang und machten so das Ganze Bild zu etwas Besonderem.

Auch die Städte am Strand haben einiges zu bieten, so waren wir einen ganzen Tag lang in Galle, einer Stadt, die berühmt für ihre Mauern ist, die die Altstadt umgeben. So wanderten wir auf den alten Gemäuern am Meer entlang mit Blick auf die schön erhaltene Downtown, in der es viele kleine Shops und Cafés gibt- perfekt um nach netten Souvenirs Ausschau zu halten.

Wie schon erwähnt ist Sri Lanka das Land der Tempel und so konnten wir uns auch im Süden die Tempel nicht entgehen lassen- in der Nähe von Ambalangoda gibt es einen Tempel, der den größten, liegenden Buddha von ganz Asien beherbergt.

Am letzten Tag vor unserer Abreise fuhren wir am Nachmittag nach Hikkaduwa um zu shoppen und dann zu Abend zu essen, um unsere Zeit in Sri Lanka bei einem gemütlichen Zusammensein ausklingen zu lassen. Ein kleiner Tipp, für alle die einmal dahin kommen wäre das Restaurant „Top Secret“ oder „Refresh“, beide direkt am Strand gelegen; in einer grandiosen Atmosphäre kann man dem Rauschen der Wellen lauschen. Die letzten Sonnenstrahlen beleuchteten unsere Erinnerungsfotos, die wir am Strand machten; und so verloren sich die Strahlen der Sonne bald im Dunkel des Meeres aber dafür stieg der helle Schein des Mondes am Horizont empor und glänzte alsbald mit tausenden Sternen um die Wette.

Als Freiwillige/r sollte man weltoffen, engagiert und kontaktfreudig sein, dann gibt es überhaupt keine Probleme, sich in einer neuen Umgebung einzuleben. Doch man muss auch Verständnis und vor allem Respekt für die Einheimischen sowie deren Kultur und Gewohnheiten haben. Man kann das Leben dort nicht mit der westlichen Welt vergleichen. Doch entgegen der Form des Landes, die einer Träne gleicht, haben die Menschen immer ein Lächeln auf den Lippen und sie scheinen zufrieden mit ihrem Leben zu sein; und von dieser Zufriedenheit und Lebensfreude könnte man sich sehr wohl was abschauen, denn wir in Europa haben wesentlich bessere Lebensbedingungen, wissen diese aber anscheinend oft nicht zu schätzen. Daher sollte man immer im Hinterkopf haben, dass es Menschen gibt, denen es weitaus schlechter geht, die aber zufrieden damit sind, so wie sie leben.

Ich bin enorm dankbar für all die Erlebnisse und Erfahrungen die ich im Ausland machen durfte. Ich konnte meine Zeit, meinen Einsatz, meine Unterstützung und mein Lachen teilen; und ich bekam dafür enorm viel zurück. Nicht nur die Bestätigung, das richtige getan zu haben, sondern vor allem auch das wohltuende Gefühl, überall auf der Welt ein zweites kleines zu Hause zu finden, indem man neue Freundschaften aufbaut. So habe ich wundervolle Menschen getroffen, mit denen ich sonst nie in Kontakt gekommen wäre. Wir haben so viel zusammen unternommen und hatten extrem viel Spaß, sodass ich mich jederzeit wieder auf die Reise machen würde, um ein weiteres Kapitel in meinem Leben zu schreiben.

„The world is a book, and those who do not travel, read only one page.“


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