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Freiwilligenarbeit Spanien - Katharina

 
Valencia

Obwohl Valencia die drittgrößte Stadt Spaniens ist, ist es mit ca. 800.000 Einwohner in etwa halb so groß wie Wien, meine Heimatstadt. Für mich persönlich sehr angenehm, gerade weil ich zum ersten Mal “alleine” in einem fremden Land war. Die Stadt ist gut überschaubar, man hat bald einen Überblick und kennt sich aus. Das Apartement liegt zwischen dem Strand und der Innenstadt, beides also zu Fuß gut erreichbar. Wenns es aber mal schneller gehen soll, verfügt Valencia neben etlichen Buslinien auch über ein gut ausgebautes Metro-Netz mit insgesamt 6 Linien. 2 davon führen sogar direkt zum Flughafen.

Die ersten 4 Wochen besuchte ich die Spanischschule, was ich jedem empfehlen würde, den die Freiwilligenarbeit in Valencia interessiert. Abgesehen von den unzähligen Freizeitangeboten der Schule, lernt man vor allem Leute aus aller Welt kennen, was mir persönlich immer sehr gut gefällt. Durch meine Zeit in der Schule hatte ich dann viele Möglichkeiten mit Leuten etwas zu unternehmen, die man eher nicht hat, wenn man nur die Projektarbeit hat, da nicht immer automatisch gesagt ist, dass dort Gleichaltrige mitarbeiten.

An den Wochenenden, die man komplett frei sind, sind wir oft zum Strand gegangen und waren in der Innenstadt. Am Abend kann man in Ruzafa oder dem Barrio del Carmen spanische Fiesta erleben, besonders beliebt sind die Clubs “Bolseria” oder “Mya” in der Ciudad de las Artes y las Sciencias. Letzterer ist besonders in der Sommersaison beliebt, da das “Umbracle” an den Wochenenden zu einem Open Air- Club umfunktioniert wird. Unbedingt sehen in Valencia sollte man die Ciudad de las Artes y las Sciencias im Allgemeinen, das alte Flussbett “Turia”, in dem sich jetzt ein Park befindet, der sich durch die ganze Stadt zieht, die wunderschönen Häuser und das alternative Flair des Stadtteils Ruzafa und den Sonnenaufgang am Hafen! Persönliche Highlights für mich waren unser Wochenendtrip nach Barcelona und der Besuch des Fußballmatches Valencia CF – FC Barcelona im bekannten Mestalla Stadion.

Unterkunft

Das Apartement hat für 4 Personen eine ausreichende Größe, es verfügt über 4 mehr oder weniger gleich große Schlafzimmer, Bad, extra WC, Küche und ein recht großes Wohnzimmer. Eher weniger gefallen hat mir die Einrichtung und Ausstattung der Wohnung, entgegen meiner Erwartung durch die Ausschreibung ist sie sehr altmodisch, viele Dinge fehlen und die Grunderscheinung ist ein bisschen heruntergekommen. Aber die Lage ist- wie bereits erwähnt- gut und der nächste Supermarkt nur 20 Meter entfernt.

Organisation

Organisationsmäßig hat alles gut funktioniert- auch, obwohl ich aus Wien komme und nie persönlich bei Auszeit Weltweit vorbeischauen konnte. Meine Emails wurden immer schnell beantwortet. Vorort haben sich 2 Damen- Noelia und Bea- der Partnerorganisation um uns gekümmert, die über WhatsApp mehr oder weniger rund um die Uhr für uns erreichbar waren und an die wir uns immer wenden konnten. Besonders froh war ich darüber, dass es problemlos möglich war, das Programm zu wechseln, nachdem es mir im ersten überhaupt nicht gefallen hatte. Lebensmittel sind im Vergleich zu mitteleuropäischen Verhältnissen aber recht billig, Tickets für Ubahn und Straßenbahn durchschnittlich. Nicht in Ordnung finde ich, dass man den Transport für das “Conservation Project” in einen Vorort von Valencia, der recht teuer ist, da man mit der Schnellbahn fährt, selbst bezahlen muss. Da man für die Arbeit im Projekt ja sowieso keine Gegenleistung erhält, fände ich es angebracht, dass die Tickets hierfür von der Organisation bezahlt werden.

Projektarbeit

Ursprünglich hatte ich mich für das “Conservation Project” angemeldet, in dem ich jedoch nur 1 Woche blieb. Grundsätzlich gibt es 2 verschiedene Standorte- im Albufera Nationalpark und Sagunto. Besser gefallen hat es mir im Albufera Nationalpark, vor allem wegen der wirklich wunderschönen Landschaft und die Mitarbeiter der Station sind nett. Das Arbeiten dort war jedoch definitiv nicht meins. In erster Linie war es nämlich weniger arbeiten als zuhören, während jemand etwas über die Pflanzen und das Ökosystem erzählte, was zwar sicher interessant, jedoch –zumindest für mich- nicht unbedingt als “Arbeit” zu verstehen ist. Deswegen war mir oft sehr langweilig, und abgesehen von den Zeiten, in denen wir Unkraut gejätet haben, hatte ich nicht das Gefühl, produktiv zu sein.

In Sagunto hat es mir leider wirklich gar nicht gefallen. Die Station (die eigentlich nur ein kleines Häuschen mit Gartengeräten ist), befindet sich mitten im Nirgendwo, nicht einmal ein WC gibt es dort. Die Arbeit dort war körperlich sehr anstrengend, da wir die ganze Zeit in praller Sonne Unkraut gejätet haben um einen alten Bunker zugänglich zu machen, was –ebenso wie das Zuhören in Tancat- nicht sehr erfüllend war, da dieser Ort sehr abgelegen ist, und ich nicht das Gefühl hatte, dass sich dort jemals jemand hinverirren würde. Nach einer Woche warf ich dort also das Handtuch und begann in der Suppenküche in Benimaclet. Dort hat es mir wirklich sehr gut gefallen, weil ich endlich das Gefühl hatte, etwas Sinnvolles zu machen, die Leute waren wirklich nett und man kommt viel eher mit spanischen Leuten ins Reden, als in dem anderen Projekt. Letztendlich war ich also sehr glücklich mit meinem Projekt, weil ich sehr nette Leute kennengelernt habe und es immer abwechslungsreich war.

Valencia ist auf jeden Fall einen Besuch wert und ich werde definitv bald wieder zurückkehren!



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