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Freiwilligenarbeit Portugal - Jasmin

 
Drei Monate in Lissabon

Die zwölf Wochen, die ich in der wunderschönen Hauptstadt Portugals verbringen durfte, waren eine einzigartige Erfahrung fĂŒr mich.

Es ist nicht so, dass es etwas absolut Neues gewesen wĂ€re fĂŒr mich, denn ich war schon mehrere Male lĂ€ngere Zeit im Ausland, aber jeder Aufenthalt ist wieder einmalig, abhĂ€ngig von den Leuten, die man trifft, den Reisen, die man macht, etc.

Von Portugal und auch von Lissabon wusste ich ziemlich wenig, bevor ich ankam. Auch Portugiesisch sprechen konnte ich kein Wort. Den Entscheid hierhin zu kommen, hatte ich ziemlich spontan gefÀllt, ich suchte ein Reiseziel in Europa und wollte wieder einmal eine Sprache von Null auf lernen.

Mit meiner Gastmutter habe ich einen absoluten GlĂŒckstreffer gelandet: eine herzensgute, ca 65-jĂ€hrige Portugiesin, die mich sofort wie ihre eigene Tochter behandelte und mich am Schluss nur noch „princesa“, „querida“, usw. nannte ;)
 An meinem 19. Geburtstag hat sie mir sogar eine fette Geburtstagstorte gekauft, die noch zum FrĂŒhstĂŒck verspiesen werden musste

Jeden Morgen frĂŒhstĂŒckte ich mit ihr (sie erzĂ€hlte mir Geschichten ĂŒber alle Bekannten und Verwandten, klagte mir ihr Leid ĂŒber die portugiesischen Politiker und schwĂ€rmte von allen GastschĂŒlern vor, die sie in den letzten Jahren beherbergt hatte), danach gings mit der Metro in die Schule.

Die Portugiesisch-Schule wurde mit der Zeit auch wie eine Familie fĂŒr mich. Die Lehrer sind (fast) alle super lieb, machen viele Witze und haben ein freundschaftliches VerhĂ€ltnis zu den SchĂŒlern. Manchmal ist der Unterricht nicht gerade soo wahnsinnig effizient, dafĂŒr wird viel geredet und man erfĂ€hrt interessante Dinge, nicht nur ĂŒber Portugal, sondern auch ĂŒber die Kulturen der anderen SchĂŒler. Da ich schon Spanisch spreche, war mir in der AnfĂ€ngerklasse ziemlich langweilig, ich durfte jedoch einen Leveltest machen und so zwei Stufen ĂŒberspringen, danach wars super


Am Nachmittag gibt’s jeweils gratis AktivitĂ€ten, da lohnt es sich auch mitzumachen, wenn man sonst noch nichts vorhat, nach 4 Wochen wiederholt sich jedoch alles wieder mehr oder weniger.

Mit dem Freiwilligenprojekt bei „banco alimentar“ gab es ein bisschen Startschwierigkeiten, da es anscheinend noch nicht organisiert war als ich ankam. Ich fragte ein paar Mal nach in der Schule, wann ich starten könne, war aber nicht so hartnĂ€ckig, da ich sowieso am Nachmittag viel mit Freunden unterwegs war. Schlussendlich startete ich dann in der 6.Woche. Das Projekt ist eine wirklich gute Sache, man kommt in Kontakt mit Portugiesen und sieht mal eine ganz andere Seite von Lissabon als die Touristen-Attraktionen
Wenn man mehrere Monate in Lissabon verbringt, finde ich das Projekt besonders empfehlenswert.

Es gibt extrem viele Dinge, die man unternehmen kann in Lissabon! Klassiker sind das Castelo do Sao Jorge, ein Ausflug an den Strand nach Cascais, Sintra (UNESCO Welterbe mit seinen Schlössern und Burgen), das Ozeonarium auf dem ursprĂŒnglichen Expo-GelĂ€nde oder eine Nacht im Ausgehviertel Bairro Alto (unbedingt die Rooftop Bar ausprobieren).

Ich bin zwar nicht wirklich ein Fussballfan, die Portugiesen jedoch schon, darum ist es eine besondere Erfahrung, an ein Spiel zu gehen, am besten wenn der Lieblingsclub, Benfica, spielt.

Da ich super reiselustige Freunde gefunden habe, kam ich an den Wochenenden viel in Portugal herum, von der Algarve bis zu Porto im Norden und noch einigem dazwischen habe ich viele wunderschöne Orte kennengelernt in Portugal. Ganz einmalig war das Stadtfest in Porto, São João, wo sich alle mit Gummihammern auf den Kopf geschlagen, auf den Strassen getanzt und gesungen und Lichtballone steigen lassen haben!

Das Burgdörfchen MarvĂŁo an der Grenze zu Spanien ist einfach obersĂŒss!!

Alles in allem hatte ich eine wunderbare Zeit in Portugal, mit meinen Freunden bin ich noch in Kontakt und falls ich je nach Lissabon zurĂŒckkehre, bin ich schon mal bei meiner portugiesischen Adoptivmutter zum Abendessen eingeladen ;)


Ich bin froh, habe ich die Seite von Auszeit Weltweit gefunden, denn niemand sonst bietet Freiwilligenarbeit und Sprachunterricht in Portugal an, auch wenn es meiner Meinung nach eine super Idee ist. Mit der Betreuung vor dem Aufenthalt bin ich zufrieden, E-Mails wurden gut beantwortet und das Informationspaket sehr schnell zugeschickt! WĂ€hrend meiner Zeit in Lissabon hatte ich dann nicht mehr viel Kontakt mit Auszeit Weltweit, das lag jedoch daran, dass es eigentlich keine Probleme gab und man diese sonst immer mit der Partnerschule besprechen kann.

Ich kann euch wirklich allen ganz herzlich empfehlen, einige Monate im wunderschönen Lisboa zu leben!


🌈 Sei mehr als ein Tourist, hinterlasse Spuren! 📾
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