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Freiwilligenarbeit Peru - Daniela

 
Organisation und Betreuung

Für meine Projektbetreuung und Unterkunft war aus der Partneragentur von Auszeit eine sehr sehr liebenswerte, herzliche und hilfsbereite Dame namens Horti zuständig. Immer ein Lächeln auf den Lippen und bemüht, zu helfen, wo sie helfen kann.

Was sollte man auf jeden Fall vor Ort erleben?

Cusco als perfekter Ausgangsort für viele Tages-Ausflüge
Urubamaba, Pisac, Ollantayambo, Huasau. Aber natürlich auch zu Machu Pichu.

Cusco Stadt: Plaza de Armas
Der älteste Platz von Cusco – an diesem kommt man aber sowieso nicht vorbei :)

Künstlerviertel San Blas
Total schönes Viertel oberhalb des Plaza de Armas, das sehr viel Möglichkeit zum Shoppen bietet. Es gibt hier wunderschönene, selbstgemachten Schmuck, Bilder etc. zu kaufen. Sehr relaxte Stimmung, viele nette Menschen usw. Gemütliche Cafes/Bakeries mit W-LAN und sehr schmackhaftem Essen und Säften und große Portionen. Habe dort einige nette Leute „auf der Straße“ kennengelernt und dort viel Zeit verbracht :-)

Ausritt mit Pferden oberhalb der Inka-Städte Sacsayhuaman. Sacsayhuaman gehört zu Cusco und ist mit Taxi oder Bus innerhalb 10 Minuten erreichbar. Ebenso auch als Fußmarsch möglich.

Führungen/Wanderungen etc. mit dem indigenen Quorimallki (Schamane, Reiseführer..).
Es handelt sich hier nicht um einen typischen Touristen-Guide mit typischen, überladenen Touristen-Plätzen, sondern kennt er auch viele Plätze, die nicht so bekannt sind und ebenso viel Energie haben/Kraftplätze sind. Ebenso kann er viel über die indigene Kultur berichten und bietet ganz tolle Wanderungen von Cusco aus zu anderen Orten über die Anden an. Vor allem setzt er sich sehr für arme Kinder, Waisenkinder ein und möchte eine neue Quechua-Schule bauen, um dort die Kinder zu unterrichten, Unterkunft zu bieten und den Menschen Quechua beizubringen, sodass die Sprache erhalten bleibt. Wer Ausflüge machen möchte, tut etwas Gutes, wenn er sie hier macht, da die Einnahmen für den Erbau dieses Projektes verwendet werden. Über Spenden, die ihm dabei helfen, mit dem Bau beginnen zu können, ist er sehr sehr dankbar.

Was hast du an den Wochenenden gemacht?

An den Wochenenden habe ich zumeist Tagesausflüge mit anderen Freiwilligen unternommen, die Stadt Cusco zu Fuß erkundet und die vielen Märkte (Mercado San Pedro, Mercado San Francisco, San Blas...) besucht.
Am Abend haben wir zumeist die Bar „ROSWELL“ besucht, welche hauptsächlich Rock&Reggae spielt. Fast jedes Wochenende spielt hier ab ca. 22:00 Uhr eine tolle Live-Band spielt und im Anschluss sorgt ein DJ für Musik (alles was tanzbar ist und gute Laune macht, vor allem auch Salsa...). Auch gibt es viele Salsa-Bars rund um den Plaza de Armas.

Gibt es etwas, das man mitnehmen sollte?

• Sehr warme Kleidung (Pullover, Wollsocken,..) , da es in der Nacht extremst abkühlt und die Häuser in Peru keine Heizung haben. Aber natürlich bietet Cusco auch viel Möglichkeit, sich dort Kleidung zu kaufen :)
• Sonnencreme, da Cusco sehr hoch liegt u. daher die Sonneneinstrahlung intensiver ist.

Unterkunft

Für das nächste Mal würde ich eher eine Unterkunft in einem anderen Stadtviertel bevorzugen, wo nicht so viel Verkehr & Lärm ist. Wunderschön zu wohnen ist es im Künstlerviertel San Blas, wo es auch Hostels .. gibt und eine sehr relaxte Stimmung herrscht.
Die Unterkunft war ein Haus, das wir uns zu viert teilten in der Nähe der Universität, 20 -30 min zu Fuß entfernt vom Cusco Zentrum, mit Bushaltestelle direkt gegenüber, Internet-Cafe und Supermarkt ebenso gegenüber. Sehr schönes Haus mit viel Platz und ganz liebe Verantwortliche, total hilfsbereit und liebenswert.

Unabhängig davon, dass sowieso keine Häuse eine Heizung haben, war dieses Haus aber generell nochmals extremst kalt im Gegensatz zu anderen. Die Nächte dort waren ziemlich hart bzw. war es auch am Tag wo, es eigentlich draussen immer warm u. sonnig ist, im Haus frostig ;)

Projektarbeit

Die Arbeit im Projekt war auf jeden Fall sehr prägend, aber natürlich auch anstrengend. Es ist toll, was da von einer Frau auf die Beine gestellt wurde und nun Hilfe und eine Zufluchtsstätte (neues Heim) für so viele junge Mädchen im Alter von 12 – 18 Jahren mit ihren Kindern bietet. Das Haus ist sehr schön und bunt, auf jeden Fall zum Wohlfühlen eingerichtet.

Die Verantwortlichen/Mitarbeiter im Projekt sind auch alle sehr sehr nett. Bei den jungen Müttern sieht man auch, dass sie ihre Babies total lieb haben und sich für sie entschieden haben und das ist sehr bemerkenswert, wenn man bedenkt, was sie erlebt haben.
Was mich jedoch geschwächt hat bzw. mit was ich nicht so gut zurechtkam, ist wie die Babies bzw .die Kleinkinder von 0-3 Jahren teilweise behandelt werden (auch wenn es natürlich nur gut gemeint ist bzw. dies dort so angesehen wird..).

Ich war täglich in der Guarderia zur Betreuung von 11 Kleinen eingeteilt. Es war zumeist immer eine angestellte Krankenschwester anwesend und zusätzlich 1-2 Mütter (je nachdem, ob sie Therapie, Unterricht etc. hatten). Die Kleinen müssen um 09:00 Uhr essen, um 11:00 Uhr, um 15:30 Uhr, um 18:00 Uhr und nochmals. Leider gibt es hier aber kaum baby-/kleinkindgerechte Nahrung, sondern bekommen diese das selbe wie alle anderen mit großen Fleischstücken etc. (weil eine Mutter für alle im Projekt kocht..). Darüber hinaus sind die Kinder alle eigentlich immer krank: grippig, Bronchitis, Husten, Schnupfen.... und bräuchten hier Nahrung in Form von gesunden Suppen/Brei etc., das leicht zu essen/beißen ist und eben im kranken Zustand vom Körper verträglich ist. Jedoch müssen sie zu den oben angeführten Zeiten immer diese Portionen mit riesigen Fleichstücken etc. essen, die sie zum Teil gar nicht runterbekommen oder wieder rauskommen, weil für Kleine eigentlich andere Nahrung besser geeignet ist – speziell wenn sie krank sind. Wenn ein Kind nicht essen möchte, muss es trotzdem essen bzw. wird es hineingestopft, auch wenn es wieder rauskommt. Und Trinken gibt es als Belohnung, wenn sie ihr Tellerchen zusammengegessen haben. Möchte ein Kind nicht essen (was zB verständlich ist, wenn es krank ist oder müde), dann wird es in die Ecke gesetzt, um darüber „nachzudenken“, bis es essen möchte.... Ein paar Mal habe ich es dann aber geschafft, dass ich eine Kleine niederlegen konnte, wenn sie müde war u. nicht essen konnte, was ein Fortschritt war.

Ich habe meiner zuständigen Betreuerin dies erzählt und dass ich nicht verstehe, warum das so gemacht wird: Sie meinte, dass dies ws. damit zusammenhängt, dass die Regierung Kontrollen bezüglich dem Gewicht der Kleinen macht und sie deshalb so darauf eingestellt sind, dass die Kinder immer essen....

Ich frage mich dann, warum die Regierung hier „kontrolliert“, aber vorab, damit es gar nicht zu Mißbrauch von Kindern kommt oder unterbindet/verfolgt, scheinbar nichts unternimmt.

„Kulturschock“?!

Verkehr
Auf den Straßen Cuscos herrscht ziemliches Chaos. Autos hupen ununterbrochen, der Schnellste hat Vorrang und für Fußgänger wird sowieso nicht angehalten. Also beim Überqueren einer Straße muss der Fußgänger zumeist gut auf sein Leben achten – auch wenn er sich auf einem Zebrastreifen (jedoch ohne Ampelregelung) befindet – natürlich gibt es auch Ausnahmen, aber das ist eher selten.

Männer
Peruanische Männer (rein peruanisch, ohne indigenen Hintergrund/Kultur) können sehr sehr aufdringlich sein u. wollen oft ein Nein nicht so leicht akzeptieren. Generell ist es hier im Gegensatz zu Europa so, dass es gleich anders aufgefasst wird, nur weil du freundlich bist oder kurz mit jemandem sprichst. Oder auch einfach so begafft usw. wirst und aber auch nicht einsehen, dass es aufdringlich oder unerwünscht ist.

Cusco & sehr touristisch
Da Cusco eine sehr touristische Stadt sind, sind die Straße von Menschen überfüllt, die den Touristen etwas verkaufen wollen. Dies ist mit der Zeit ziemlich nervig, wenn du ständig „Nein danke“ sagen musst – da es unmöglich ist, jedem etwas abzukaufen.

Busse & Taxis
Busse sind oft sehr sehr überfüllt oder auch rampuniert. Im Bus ist zum Fahrer immer eine Person, die im Bus das Geld für die Fahrt einsammelt und an jeder Haltestelle bei der Tür alle Haltestellen rausschreit – so eine Art Werbung, damit Menschen in den Bus steigen - ist etwas gewöhnungsbedürftig am Anfang, man gewöhnt sich aber dann sehr schnell dran ;-)
Taxis sind auch oft sehr heruntergekommen, ohne Gurt oder auch ohne Tür kann vorkommen. Die Taxitarife sind aber sehr günstig (4 SOL am Tag, egal wo du hin fährst innerhalb Cusco, ab Abend 5 Sol. Aufpassen sollte man aber, welches Taxi genommen wird. Es gibt spezielle Seguro Taxis die man anrufen kann und sollte. Wichtig ist,wenn man ein Taxi nimmt, dass es eines ist, wo oben ein Schild mit der Telefonnummer des Taxis angebracht sind – dies sind echte Taxis. Die ganz kleinen u. schon etwas ramponierten Taxis sind hauptsächlich solche (also nicht von einem schicken Wagen täuschen lassen).

Dein Zielland und deine schönsten Erlebnisse dort

Meine abenteuerliche Reise zu Machu Picchu.
Mit einem Kleinbus von Cusco aus 5 Stunden lang quer über die Anden bis zu Hydroelectrica (weiter geht keine Straße), viele Kurven, holprige Straßen, Abgründe – und eine sehr schöne, eindrucksvolle Landschaft. Von dort aus zu Fuß 2,5 Stunden zwischen den Anden und Urwaldfeeling entlang der Zugschienen bis nach Aguas Calientes (= Machu Pichu Pueblo) – ohne Guide.
Das war eine sehr abenteuerliche, spannende und schöne Reise, wo man das Gefühl hat, ja das ist richtig Südamerika und kein typischer Touristenausflug. Anzumerken ist jedoch, dass diese Busreise nichts für schwacher Nerven bzw. einen nervösen Magen ist :)
In dem Fall ist es besser, mit dem komfortablen, teuren Touristenzug von Cusco bis nach Aguas Calientes zu fahren.

Wanderung oberhalb von Sacsayhuaman mit dem Schamanen Quorimallki, wo ich eine wunderschöne Landschaft sehen konnte, viel über seine indigene Herkunft erfahren habe, er mir den Platz gezeigt hat, wo der Bau der Quechua-Schule geplant ist - und das alles abseits vom Stadt-Trummel, Natur pur.

Live-Konzerte in der Bar Roswell in Cusco-Stadt.

Relaxen im Künstlerviertel San Blas

...und alles, was du sonst noch gerne an andere weitergeben möchtest :)

Dieser Peru-Aufenthalt war auf jeden Fall sehr prägend und hatte alles zu bieten, er war sehr vielseitig und ich bin sehr froh über all diese Erfahrungen. Es hat mir auch gezeigt, wie dankbar wir Europäer sein können, hier geboren zu sein und zu leben und ich weiß es nun wieder viel mehr zu schätzen, wie gut es uns eigentlich allen geht. Meiner Meinung nach sollten alle Menschen so etwas machen, speziell Jene, die der Meinung sind, in ihrem Land mit ihren Bedingungen unzufrieden zu sein.

Ich habe sehr viele nette Leute kennengelernt, konnte mein Spanisch verbessern, Abenteuer erleben, neue Fähigkeiten entdecken und über meine Grenzen hinauswachsen.

Das nächste Mal in Peru würde ich jedoch nicht mehr in Cusco Stadt wohnen wollen – also einmal ist genug auch wenn ich es nicht missen möchte, sondern in einem Dorf, um mehr von der Natur zu haben und abseits dem touristischen Getümmel.

Daniela



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