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Freiwilligenarbeit Nepal - Josefine

 
Meine 4 Wochen Nepal

Am besten ist es keine Erwartungen zu haben, sondern sich ĂŒberraschen zu lassen.
Mit diesen Worten eröffnete Rajesh, der die Organisation vor Ort leitet, unsere EinfĂŒhrungswoche. In der EinfĂŒhrungswoche lernten wir die Do’s & Dont’s im nepalesischen Alltag kennen, bekamen einen Sprachcrashkurs und einen Einblick in den Hinduismus und Buddhismus.

Rajeshs Haus war zugleich unser Projekthaus und unsere Unterkunft. Wir wurden liebevoll in die Familie mit aufgenommen und konnten so den Alltag in einer, wenn auch wohlhabenderen, Familie kennenlernen. Wir waren dabei eine Schwedin, 11 Australier und 2 Chinesen - wöchentlich kommen neue Volunteers an, auf die Nepal angewiesen ist. Einsatzgebiete sind dabei hauptsÀchlich KrankenhÀuser und Kinderheime.

In meiner zweiten Woche war ich im Chitwan Nationalpark in einer Aufzuchtstation fĂŒr Elefanten. Dabei habe ich zusammen mit 2 weiteren Australierinnen die Pfleger unterstĂŒtzt, fĂŒr die 10 Muttertiere und 8 Elefantenbabies (das jĂŒngste war 10 Wochen alt) das Futter zu machen, die Gehege zu reinigen und die Elefanten zu fĂŒttern. Untergebracht war ich in dieser Woche in einem sehr niedlichen Hotel mit gutem Essen! Diese Woche war die schönste Erfahrung, da man wahrscheinlich nicht so oft die Gelegenheit bekommt, so nah an Elefanten heranzukommen.

Die letzten beiden Wochen verbrachte ich in Pokhara in einem Kinderheim, in dem 57 Kinder lebten. Zusammen mit mir waren dort weitere 6 Volunteers, und 2 Nepalis, ein Koch und eine Putzfrau. Ansonsten ist die Betreuung der Kinder ausschließlich Aufgabe der Volunteers. Desweiteren mussten wir das Essen vorbereiten (GemĂŒse putzen und schnippeln), den Kindern bei Hausaufgaben helfen und das Essen ausgeben. Die Kinder sind liebevoll, anhĂ€nglich und gewöhnen sich sehr schnell an einen.

In beiden Projekten hatte ich tagsĂŒber viel Zeit, da man jeweils vormittags und nachmittags arbeiten „musste“, mittags aber immer frei war. Man lernt sehr schnell neue, nette Menschen kennen, seien es die anderen Volunteers der HotelgĂ€ste, sodass einem eigentlich nie langweilig wird. Zur Freizeitgestaltung gibt es viele Möglichkeiten, die Zeit zu vertreiben, u.a. Wandertrips, Paragliding, Yogakurse. Man sollte sich also schon ein kleines Taschengeld mitnehmen, um viel die Vielzahl an Angeboten wahrnehmen zu können.

Die Unterkunft, Verpflegung und der Transport zu den einzelnen Projekten wird von Rajesh organisiert und lĂ€uft reibungslos. In fast jedem Hotel, CafĂ©, Restaurant, gibt es WLAN, was allerdings das einzige Indiz dafĂŒr ist, dass man im 21. Jhd. ist. Kein warmes Wasser, Strom, der 2x tĂ€glich fĂŒr 4-8 Std. abgestellt wird, WĂ€sche, die mit BĂŒrste und kaltem Wasser gewaschen wird, sind fĂŒr 4 Wochen absolut okay, danach vermisst man doch allerdings seinen deutschen Komfort. Also unbedingt warme Sachen, Schlafsack und „Rei in der Tube“ mitnehmen ;)

Die Nepalesen sind ein sehr dankbares und offenes Volk und als Frau und Tourist kann man sicher durch das Land reisen – abgesehen vom allgemeinen Fahrstil, der mich nach Beendigung einer Fahrt immer wieder mit Dankbarkeit fĂŒhlte, ihn ĂŒberlebt zu haben


Mehr möchte ich an dieser Stelle auch nicht sagen –erlebt selbst dieses wunderschöne, abwechslungsreiche, allerdings auch von Armut und Umweltverschmutzung, geprĂ€gte Land, in dem man noch einen Unterschied und das Leben anderer, zumindest fĂŒr die Dauer seine Aufenthaltes, ein klein wenig besser machen kann.



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