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Freiwilligenarbeit Nepal - Tanja

 
Elefantenprojekt in Nepal

Als ich mich fĂŒr das Elefantenprojekt in Nepal entschieden habe, wurde mir von Auszeit weltweit auf all meine Fragen geantwortet. Nachdem ich mein Anmeldeformular eingesendet hatte, bekam ich innerhalb 2 Wochen alle Unterlagen zugesandt. Es war alles sehr gut organisiert, sowohl vor der Abreise als auch vor Ort, wo Rajesh immer mit Rat und Tat zur Seite stand, wenn man Fragen oder Probleme hatte.

Den ersten Kulturschock habe ich auf dem Weg zur Unterkunft erlebt. Wie die Nepalesen fahren und in welch schlechtem Zustand deren Autos, Lastwagen,... sind, einfach unglaublich. Man muss es selbst erlebt haben um es zu glauben ;) Man wird so liebevoll von Rajesh aufgenommen, dass man sich wĂ€hrend seines Aufenthalts wie ein Teil seiner Familie fĂŒhlt. Dies macht es auch recht einfach sich in Nepal anzupassen und zurecht zu finden.

Nepalesen sind ein sehr freundliches Volk welches sich auch sehr hilfsbereit zeigt. Dies hatte ich zwar schon vor meiner Abreise gelesen, doch bewusst wird es einem erst an Ort und Stelle wenn man es selbst erlebt. Ein sehr gastfreundliches Land indem es kulturell sehr viel zu entdecken gibt. Wer die Möglichkeit hat einen Bergflug zu machen, sollte diese Chance nicht verpassen. Es ist nicht ganz billig, aber fĂŒr mich hatte sich der Flug auf jeden Fall gelohnt. Ich hatte eine atemberaubende Sicht ĂŒber die Berge und den Mount Everest.

ZusĂ€tzlich zu dem was man in der EinfĂŒhrungswoche besichtigt, sollte man noch Pashupatinath und den Monkey Temple, besser bekannt als Swayambunath besichtigen. Es lohnt sich auf jeden Fall und Pashupatinath mag vielleicht ein wenig befremdlich wirken wenn man dort ankommt, doch die spezielle Art der Leichenverbrennung hinterlĂ€sst einen bleibenden Eindruck. Da ich nur zwei Wochen da war, hatte ich leider nicht die Möglichkeit nach Pokhara zu fahren. Wer lĂ€nger bleibt sollte die Gelegenheit nutzen, denn von allen Leuten, sowohl Einheimische als auch Touristen, wurde mir immer wider von Pokhara geschwĂ€rmt. Auch fĂŒr Abenteuerlustige gibt es in Nepal genug AktivitĂ€ten. Ich habe z.B an meinem freien Tag Rafting gemacht. Absolut toll und wir hatten alle jede Menge Spaß und es wurde zu einem unvergesslichem Erlebnis. Nepal ist so vielfĂ€ltig dass zwei Wochen nicht mal annĂ€hernd reichen um auch nur einen Bruchteil von dem zu erleben was das Land zu bieten hat.

In der EinfĂŒhrungswoche lebt ihr bei Rajesh und seiner Familie, was einem einen Einblick in den nepalesischen Alltag gewĂ€hrt. Man wird herzlich empfangen und Rajesh steht einem stets (auch in der Projektwoche) mit Rat und Tat zur Seite. Er versucht stets den Aufenthalt fĂŒr Volunteers so angenehm wie möglich zu gestalten. Auch als ich einige HĂŒrden in meinem Projekt meistern musste, konnte ich stets auf ihn zĂ€hlen.

Ich hatte mich fĂŒr die Arbeit mit Elefanten entschieden. Es ist so, dass man so gegen acht Uhr morgens vor Ort sein muss, um beim Zubereiten des Futters zu helfen. Die Arbeit mag einem nach einigen Tagen recht monoton vorkommen, doch man sollte sich stets bewusst sein, dass die Tharu dies Tag ein und Tag aus machen mĂŒssen. Wenn ich GlĂŒck hatte, dann kamen die Elefanten so gegen Zehn kurz ins Gehege. Dies war aber eher selten der Fall, weil die Elefanten fast jeden Tag von frĂŒh bis spĂ€t mit Touristen unterwegs sind. Normalerweise gehen die Tharu mit den Elefanten dann in den Fluss um sie zu waschen. Wenn ihr fragt, dĂŒrft ihr auch dabei helfen die Elefanten zu waschen. Ich bin immer noch Abends so gegen fĂŒnf oder sechs ins Gehege gegangen. Dann kamen die Elefanten von der Arbeit zurĂŒck und ich durfte sie fĂŒttern und auch anfassen. Anfangs sind sie eher zurĂŒckhaltend und scheuen den Kontakt mit fremden Menschen. Doch schon nach zwei bis drei Tagen haben sich die Elefanten an einen gewöhnt, lassen sich dann problemlos anfassen (trotzdem ist immer vorsicht geboten) und man kann ihnen das Futter in den RĂŒssel legen. Wer möchte kann Äpfel, Orangen und / oder Bananen kaufen und dies den Elefanten zu essen geben. Allerdings sollte man das vorher mit den Tharu abklĂ€ren und den Tieren nicht ohne Erlaubnis etwas anderes zu essen geben. Es sollte aber kein Problem sein, denn die freuen sich genau wie die Elefanten wenn es mal was anderes gibt ;)

Von anderen Volunteers hatte ich erfahren, dass man in der Unterkunft auch mithelfen kann, wenn die Hilfe benötigen. Da ich nicht in der Hauptsaison da war, war es eher ruhig und es gab nicht viel zu tun.

Alles in Allem, hatte ich eine tolle und unvergessliche Zeit in Nepal und kann jedem nur raten, einmal in seinem Leben Nepal zu besichtigen. Es ist auf jeden Fall eine Reise wert und wenn sich die Gelegenheit ergibt werde ich wieder dahin fliegen. Es mag vielleicht alles komplett anders sein als man es von zu Hause gewohnt ist und es wird auf jeden Fall eine Umstellung sein, doch wer Offen fĂŒr Neues ist, wird keine Probleme haben sich in den ersten Tagen dem nepalesischen Lebensstil anzupassen.

Kleiner Tipp: Ihr solltet mindestens eine Rolle Klopapier von zu Hause mitnehmen bis hier in Nepal die Möglichkeit habt einen Supermarkt aufzusuchen, denn bekanntlich benutzen Nepalesen ja kein Toilettenpapier :)



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