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Freiwilligenarbeit Namibia - Robert

 

Erfahrungsbericht:

Im Januar 2017 bis MĂ€rz 2017 war ich zehn Wochen fĂŒr die Wildlife Sanctuary bei Windhoek in Namibia tĂ€tig. Um es vorweg zu sagen, mir hat es sehr gut gefallen und ich werde wahrscheinlich wiederkommen. Vor allem auch deshalb, da man mit vielen Tieren in Kontakt kommt (u.a. mit Affen, Löwen, Geparden, Leoparden, ErdmĂ€nnchen, Warzenschweine, Pferde, ein Zebra, einem Kudu, einer Kuhantilope, Schakale, Katzen, Ziegen, einem Geier und einem Stachelschwein).

Die Anzahl der Freiwilligen dort betrĂ€gt im Durchschnitt 40 bis 50 Leute. Das ist sehr viel, man kann sich aber daran gewöhnen. Man wird in bis zu 11 Gruppen eingeteilt, die jeden Tag etwas anderes machen mĂŒssen (z. B. Futterzubereitung, Gehegereinigung, Reiten, WildtierzĂ€hlungen, SpaziergĂ€nge mit Affen u.v.a.). Man muss deshalb nicht jeden Tag körperlich hart arbeiten und bekommt, da dort auch Forschung betrieben wird, auch etwas beigebracht. Wenn alles planmĂ€ĂŸig lĂ€uft, wird jede Arbeit nur im zweiwöchigen Rhythmus wiederholt (mit Ausnahme der Wochenenden, hier werden extra Gruppen gebildet). Langeweile kommt deshalb normalerweise nicht auf, aber wie immer liegt es an jedem selbst, wie er die Zeit nutzt.

Die Organisation ist sehr gut. FrĂŒhstĂŒck ist werktags immer ab 7 Uhr, das erste Pflichtmeeting beginnt (fĂŒr Afrika eigentlich unĂŒblich ;-) ) pĂŒnklichst um 8 Uhr, das zweite um 14.30 Uhr nach dem Mittagessen. Gearbeitet wird nach den Meetings meist bis 13 Uhr und am Nachmittag bis 17 Uhr. Das reichliche Essen ist meiner Meinung nach fĂŒr die Menge, die gekocht werden muss, gut, enthĂ€lt aber immer Fleisch. Essen fĂŒr Vegetarier und Veganer wird allerdings angeboten.

Bei lĂ€ngerem Aufenthalt hat man die Möglichkeit fĂŒr einen Aufpreis in der Forschungsstation (im Norden) mindestens eine Woche mit einem Wissenschaftler zu verbringen, der dort Forschungen an Wildhunden und Elefanten betreibt. Hier ist die Anzahl der Freiwilligen auf max. 8 begrenzt. Wir waren dort zu dritt.

Weiter ist auch ein Aufenthalt in dem Forschungscamp (hier wird Wein hergestellt und u.a. HyĂ€nen erforscht; ca. 350 km sĂŒdlich von Windhuk und in der Forschungsbasis (liegt nochmals 250km sĂŒdlicher in der Namib-WĂŒste und erforscht ebenfalls HyĂ€nen) fĂŒr mindestens eine Woche möglich. Die Anzahl der Freiwilligen ist hier jeweils auf max. 16 begrenzt. In der Forschungsbasis waren wir nur zu acht. Wer die Zeit (und das Geld) hat, sollte sich diese drei Wochen nicht entgehen lassen. Es gab nicht wenige Freiwillige, die dort spontan verlĂ€ngert haben.

Als Unterkunft gibt es Zimmer bis zu vier Personen und Zelte fĂŒr jeweils bis zu zwei Personen. Wer eine bestimmte Unterkunft favorisiert, bitte vorher den Wunsch an die Organisation mitteilen, sonst wird man dort eingeteilt, wo etwas frei ist. Wechseln der Unterkunft ist (nach meiner Erfahrung) meist nur schwer möglich.

Die Organisation und Betreuung fand ich super und alle Mitarbeiter waren sehr engagiert.

Die Arbeit am Samstag endet meist um 11 Uhr und am Nachmittag gibt es ein gemeinschaftliches Teamevent. Sonntag wird entweder in der FrĂŒh oder am spĂ€ten Nachmittag kurz gearbeitet, der Rest des Tages ist dann frei, außer man fĂ€hrt nach Windhuk ins Einkaufszentrum (max. 10 Personen gegen GebĂŒhr), um EinkĂ€ufe zu tĂ€tigen, Geld zu wechseln oder einfach in einem Cafe mit freiem WLAN einen Cappuccino zu genießen.
Die Internetverbindung auf dem GelĂ€nde ist nicht sehr gut, fĂŒr WhatsApp, Facebook und zum Telefonieren langt es aber meistens. SIM-Karten und Guthaben können an der Bar gekauft werden.



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