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Freiwilligenarbeit Namibia - Sophia

 
2015 habe ich drei unglaubliche Monate in Namibia in der Wildlife Sanctuary bei Windhoek verbracht, eine Erfahrung, die ich als eine der schönsten meines Lebens bezeichnen würde!

Wer kann schon von sich behaupten, mit ausgewachsenen Geparden und Baby-Pavianen gearbeitet zu haben? Wenn du dich für Afrika interessierst und mit Tieren arbeiten möchtest, dann ist die Sanctuary bei Windhoek genau der richtige Ort für dich! Die Organisation engagiert sich sehr für den Schutz der namibianischen Tierwelt, insbesondere von großen Raubkatzen und Wildhunden, aber sie tun auch viel, um den San zu helfen. Du tust also auf jeden Fall etwas Gutes!

In meinen drei Monaten dort habe ich wundervolle Erfahrungen gemacht. So haben wir z. Bsp. einen wilden Leoparden abgeholt, den ein Farmer eingefangen hatte oder zwei Geparden in Narkose gelegt, um sie zu impfen und zu chippen. Wir Volontäre mussten dabei ihre Körperfunktionen überwachen und haben unter anderem den Herzschlag abgehört und die Temperatur gemessen.
Als Volontär ist man immer hautnah dabei und muss mit anpacken. Die tägliche Arbeit ist aber sehr abwechslungsreich (man macht jeden Tag was anderes) und hat mir immer Spaß gemacht.

So muss man z. Bsp. Futter vorbereiten oder Gehege reinigen. Man geht aber auch mit einer Gruppe halbstarker Paviane spazieren oder Füttert Geparden, Leoparden und Löwen, die auf Grund menschlicher Fehler der Vorbesitzer nicht mehr ausgewildert werden können und nun auf der Farm ein möglichst schönes Leben geboten bekommen.

Ein ganz besonderes Erlebnis ist es, über Nacht für einen der Babyaffen verantwortlich zu sein und ihn mit ins Bett zu nehmen. Während meines Aufenthalts kamen drei kleine Paviane im Alter zw. 3 und 12 Wochen auf die Farm, um die wir Volontäre uns 24h am Tag kümmerten. Anfangs war ich noch sehr unsicher im Umgang mit den Pavianen, aber man gewöhnt sich schnell an diese tollen Tiere und lernt sogar ihre „Sprache“. So fühlte ich mich irgendwann so sicher, dass ich das 8 Wochen alte Pavianmädchen Emma überall mit hin nahm – sogar in die Dusche! Besonders die Arbeit mit den Pavianen hat mir unglaublich viel Spaß gemacht, diese hochintelligenten Tiere sind einfach genial!

Neben den Tieren habe ich auch tolle Menschen kennengelernt. Mir waren zwischen 25 und 36 Freiwillige aus der ganzen Welt und es ist sehr spannend Menschen aus ganz anderen Ländern und Kulturen kennen zu lernen. Auch die Mitarbeiter sind alle sehr nett, besonders mit den Koordinatoren, die immer zu Scherzen aufgelegt waren, hatten wir viel, viel Spaß! Mit Problemen konnte man sich immer an sie wenden und Fragen zu allem möglichen haben sie gerne beantwortet. Die Unterkunft im Projekt ist einfach, aber völlig ausreichen. Es gibt große Zelte oder Zimmer, die man sich mit einem anderen Freiwilligen teilt. Natürlich muss man sich darüber im klaren sein, dass man keinen Luxusurlaub macht, sondern in Afrika als Volontär arbeitet. Im Klartext: wenn es eben mal einen Tag kein Wasser gibt, fällt die Dusche halt mal aus. Was aber auch nicht besonders schlimm ist, denn man verbringt sowieso den ganzen Tag unter freiem Himmel auf einer FARM; da muss man nicht aussehen wie Germanys next Topmodel ;).
Das Essen hat super geschmeckt und war sehr abwechslungsreich.

Das Zusammenleben auf der Farm ist sehr familiär. Man hilft sich gegenseitig und verbringt viel Zeit miteinander. Abends haben wir viel Karten oder Billiard gespielt oder sind einfach nur am Feuer zusammengesessen.

Am Wochenende gibt es nicht so viel zu tun. Samstags Nachmittags gab es immer eine Fun-Aktivität, wie Fußball oder Tischtennisturnier. An Halloween haben wir Kürbisse geschnitzt und Gruselgeschichten vorgetragen. Dies sind gute Gelegenheiten, die anderen besser kennen zu lernen. Sonntags ist es sehr ruhig, da nur das nötigste gemacht wird. Ansonsten hat man Zeit um in den kleinen Pool zu springen oder in der Sonne zu liegen. Buch mitnehmen!!!

Von der Farm aus hat man außerdem die Möglichkeit, einwöchige Aufenthalte in einer der beiden, ebenfalls zu gehörenden Researchzentren zu verbringen. Dies kostet umgerechnet ca. 150€ für Unterkunft und Verpflegung und lohnt sich, vor allem bei einem längeren Aufenthalt auf der Farm, sehr.

Drei Monate vergingen für mich wie im Flug und als ich die Farm schließlich verlassen musste, habe ich ordentlich geweint. Für mich ist das Projekt ein Stückchen Heimat geworden und ich werde auf jeden Fall dorthin zurück kehren!

Zum Schluss noch ein paar Tipps alle zukünftigen Teilnehmer dieses Projekts:
Erstmal: Ihr habt die richtige Entscheidung getroffen!!! Das man Sonnencreme mit nach Afrika nehmen muss, muss ich wohl niemandem sagen ;) vlt aber, dass man durchaus auch warme Sachen mitnehmen sollte, denn Nachts kann es, besonders im Winter (unser Sommer) bitterkalt werden! Auf keinen Fall vergessen dürft ihr eine Trinkflasche! Am besten mehr als 0,5l! Man unterschätzt schnell, wie viel man in der Hitze trinkt (bei mir waren es 3-4l pro Tag mindestens). Taschenlampe ist ebenfalls Pflicht, sonst findet ihr den Weg zu eurem Zelt nicht. Ganz wichtig: Kamera und viiieeel Speicherplatz, ihr werdet unzählige Chancen zu unglaublichen Bildern bekommen. Ein kleiner Rucksack ist auch sehr hilfreich, denn zu den Zelten muss man recht lang laufen und so kann man morgens einfach alles für den Tag in den Rucksack packen und hat Wasser und Kamera immer griffbereit.

Für die Mädels unter uns: nehmt Bodylotion und Konditionier mit, die Luft trocknet Haut und Haare extrem aus. Aber keine Panik, wenn ihr irgendwas vergesst, könnt ihr es ohne Probleme in der Stadt kaufen. Jeden Sonntag hat man die Möglichkeit für umgerechnet ca. 15€ nach Windhoek in ein Einkaufszentrum zu fahren, dort bekommt man eigentlich alles.

Sophia



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