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Freiwilligenarbeit Kenia - Alina

 

Meine Reise nach Kenia bedeuteten für mich 4 Wochen Abenteuer. Das Projekt in der Gehörlosenschule, die Zeit im Kinderheim und als grandiosen Einstieg die Safari! Auf dem Hinflug war ich fürchterlich aufgeregt, die Nervosität bescherte mir eine schlaflose Nacht. (Trotz verspäteter Flüge war der Rückflug entspannter). Es war meine erste Reise ganz allein außerhalb Europas und hinweg über den Äquator nach Afrika, da, wo ich hinwollte! Aber es verlief alles reibungslos, ich wurde am Flughafen in Nairobi schon erwartet und herzlich empfangen.

Auch vor der Abreise war ich sehr zufrieden. Das Auszeit-Team war mir eine tolle Unterstützung, alle Fragen waren schnell geklärt, ich habe ein Infopaket erhalten und nach meiner Ankunft in Kenia haben sie sich erkundigt, ob alles in Ordnung ist und wie es mir gefällt. Der stetige Kontakt hat mir ein gutes Gefühl gegeben.

In Kenia selbst, zunächst in Nairobi, wurde ich dann - gerade am ersten Tag (Orientierung) - mit neuen Eindrücken überschüttet. Alle waren sehr bemüht und ich habe mich durchweg sicher gefühlt, demnach bin ich mit der Betreuung vor Ort sehr zufrieden.

Als ich dann in meiner Gastfamilie in Kwale (in der Nähe von Mombasa, an der Küste) eingetroffen bin, wurde ich ebenfalls herzlich aufgenommen. Ich habe mich schnell an alles gewöhnt, wie zum Beispiel die ungewohnten landestypischen Mahlzeiten, die mir aber wirklich gut geschmeckt haben! oder das Waschen der Klamotten mit den Händen. Das kalte Wasser beim Duschen war eine willkommene Abkühlung aufgrund der teilweise unerträglichen Hitze, sowohl nachts, als auch nach einer starken Regenschauer!

Leider war zwischenzeitlich die Wasserzufuhr im Ort lahmgelegt, aber darauf waren alle vorbereitet und wir nahmen Eimer mit unter die Dusche, aber selbst das war kein Problem. Mit meiner Gastfamilie habe ich oft abends zusammengesessen, mit meinen Gastgeschwistern gespielt, und oft waren Bekannte zu Besuch, die sich dann sehr interessiert mit mir unterhalten haben. Somit habe ich mich dort sehr wohl gefühlt.

Von unserem Haus aus waren es nur wenige Minuten Fußweg zur Schule als auch zum Kinderheim. Im Heim habe ich mit den Kinder gekocht, Matheaufgaben gelöst oder geholfen ihre Waschräume zu putzen. Natürlich blieb auch Zeit Kisuaheli zu lernen oder Seilchen zu springen. Es hat mir unglaublich viel Spaß gemacht, so viel geballte Lebensfreude um mich zu haben. Angefangen bei 5 Jahren sind alle schon so unglaublich selbstständig, ich habe sie stets lachend erlebt, das hat mich so fasziniert.

Auch in der Schule war alles so familiär, es waren kleine Klassen und die Verständigung auf Englisch hat super funktioniert. Allgemein und auch was die Schule betrifft ist Kenia aber weit von dem durchorganisierten und strukturierten System entfernt, wie wir es aus Deutschland kennen. Pünktlichkeit spielt keine große Rolle, alles wird ruhig angegangen, ganz nach dem Motto „bloß keine Hektik“. Aber diese Flexibilität hat auch ihre Vorteile, vor allem in der Planung von Ausflügen.

Traumhafte Strandtage in Mombasa und Malindi, männliche und weibliche Kokosnussbäume erklimmen, Fußmarsch durch den Shimba Hills Forest, holprige Matatufahrten, die anstrengende Verkehrssituation – besonders in Nairobi das reinste Chaos!, atemberaubender Sternenhimmel, Elefantenherden auf dem Schulgelände....

Leider ist die Zeit schon wieder vorbei. Einerseits kam es mir vor, als wäre ich schon eine Ewigkeit da, andererseits war es viel zu kurz. Ich habe so tolle herzliche Menschen kennen gelernt, die mir alle ans Herz gewachsen sind. Kenia ist einfach wunderschön. Und einfach so anders als Deutschland, so unkompliziert, weit ab in einer für mich ganz anderen Welt mit Traditionen und bewegenden Eindrücken aus einer fremden Kultur.

Ich habe so viele tolle Dinge erlebt und Erfahrungen gesammelt, die ich bestimmt nicht mehr vergessen werde. Besonders schön war die Zeit, die ich mit den Kindern verbracht habe. Ich werde mich immer an diese einmalige Zeit zurückerinnern!

Es war eine Abreise mit einem lachenden und einem weinenden Auge.
Eure Alina


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