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Freiwilligenarbeit Kambodscha - Carmen

 
Ein Monat Freiwilligenarbeit in Kambodscha

Die Zeit in Kambodscha war eine außergewöhnliche Erfahrung und ich denke oft mit Freude zurück an das Erlebte.

Ich bin nach zwei Monaten Aufenthalt auf Bali für einen Monat nach Kambodscha geflogen, um dort, nach der Einführungswoche, drei Wochen Englisch zu unterrichten. Wer sehen will, was man mit Freiwilligenarbeit alles erreichen kann, der sollte sich dieses Projekt mal genauer anschauen.

Durch alle Informationen, die ich dank Auszeit-weltweit erhalten habe, fühlte ich mich sehr gut vorbereitet. Angekommen in Siem Reap, wurden wir mit einem Tuk-Tuk vom Flughafen zu unserer Unterkunft gebracht. Auf den Straßen tummelten sich Roller, Autos mit voll besetzten Ladeflächen und andere Tuk-Tuks. An jeder Straßenecke gab es ein Kabelwirrwarr und sogar die ein oder andere Kuh war zu sehen.

In der Unterkunft trafen wir auf die anderen Freiwilligen, die in unserer Gruppe für die Einführungswoche waren. In den ersten zwei Tagen haben wir in Siem Reap vieles besichtigt und einiges über die Kultur, aber auch über die grausame Vergangenheit Kambodschas erfahren. Die Abende haben wir in der Pub Street ausklingen lassen. An einem Abend sind wir dort auch in ein großes Straßenfest hineingeraten – Neujahr! Menschen von überall, vor allem aus Asien, tanzten auf den Straßen, schmissen mit Babypuder und Wasser und feierten bis spät in die Nacht. Eines ist klar: Hier wissen die Menschen, wie man feiert.

Noch in den darauffolgenden zwei Wochen (für die meisten Einheimischen sind es die einzigen Ferien im ganzen Jahr) fanden an Tempeln, mitten im Dorf, überall kleine Partys statt. Vor allem ist man in dieser Zeit nirgendwo vor Babypuder und Wasser sicher ;)

Am dritten Tag sind wir dann zu unserem Projekt-Ort Samraong gefahren. Unser Freiwilligen-Haus war zweckmäßig eingerichtet, aber alles wirkte sehr wohnlich und familiär. Ich habe in einem Zimmer mit zwei Hochbetten geschlafen. Uns wurde alles Nötige im Ort gezeigt und es gab einen kleinen Sprach-, Kultur- und Kochkurs. Das Essen, das täglich für uns zubereitet wurde, war wirklich sehr lecker.

Die Hitze machte uns im Dorf ziemlich zu schaffen. Es war April und somit der heißeste Monat im Jahr und das Ende der Trockenzeit. Es gab nicht wirklich einen Ort, an dem man sich abkühlen konnte. Umso mehr freuten wir uns dann über die ersten Regenschauern. Jetzt konnte man sich selbst als Europäer vorstellen, dass man sich nach Regen sehnen kann. Die Gewitter waren immer ein besonderes und sehenswertes Spektakel.


Die Armut war in Samraong wirklich sehr präsent – die meisten Familien leben in sehr kleinen Holzhüttchen. Sie waren aber umso herzlicher. Zur Schule sind wir immer ca. 20 Minuten mit dem Fahrrad gefahren und das war jedes Mal ein Erlebnis. Alle winkten begeistert, Kinder liefen auf uns zu, um uns Blumen zuzustecken und manchmal musste man sich seinen Weg durch eine Kuh-Herde bahnen.

Das Schul-Projekt war wirklich ganz toll. Die Schule ist komplett von Freiwilligen aufgebaut worden; jedes Gebäude ist bunt bemalt und überall steckt die Liebe für's Detail. Es werden nur die ärmsten Kinder der Umgebung aufgenommen. Sie sind alle super motiviert und voller Freude und Energie. Je mehr Zeit man mit ihnen verbringt, desto mehr schließt man sie ins Herz. Deshalb lohnt es sich wirklich, einige Wochen dort zu bleiben. Je nachdem, wie viele Freiwillige da sind, unterrichtet man zu mehreren oder auch alleine. Wir hatten Schul-Bücher und immer genaue Informationen darüber, was unsere Vorgänger den Kindern beigebracht haben. Somit wussten wir immer, welches Kapitel wir unterrichten sollten. Am Ende der Woche gab es immer einen Test und wir sahen jedes Mal einen Fortschritt bei den Kindern.

Wir haben Level 3 unterrichtet und waren begeistert, auf welch hohem Englisch-Niveau die teilweise erst 9-jährigen Kinder schon waren.
Wir haben morgens und nachmittags jeweils drei Stunden unterrichtet und abends den Unterricht für den nächsten Tag vorbereitet. Im Dorf kann man abends nicht sehr viel unternehmen, aber man war sowieso meistens sehr müde vom Tag. Wir haben uns oft mit einem frischen Iced Tea in eine Hütte an den nahegelegenen See gesetzt und den Sonnenuntergang beobachtet.

Ein Wochenende haben wir in Battambang verbracht, das nächste sind wir im Dorf geblieben. Außerdem sind wir noch einmal für ein Wochenende nach Siem Reap gefahren, um uns u.a. Angkor Wat anzusehen (Wahnsinn!).

Alles in allem bin ich wirklich froh, dass ich bei diesem tollen Projekt mitwirken konnte und kann es nur weiterempfehlen, denn es war eine unvergessliche und prägende Zeit.



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