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Freiwilligenarbeit Bali - Svenja

 

Das Programm in Bali habe ich für 2 Wochen gebucht und auch wenn es nur eine kurze Zeit war hat es sich sehr gelohnt für mich!

In der ersten Woche war ich in Ubud untergebracht, denn hier fand die „Introduction Week“ statt. Die Ausflüge in dieser Woche unternahm man in einer kleinen Gruppe, wobei man sehr schnell neue Leute kennengelernt hat, denn alle sind total nett und vor allem offen. Ich habe viele Freunde aus den verschiedensten Ländern gefunden, daher musste ich mich die meiste Zeit auf Englisch unterhalten - was mit der Zeit aber immer besser geklappt hat.

Unsere Koordinatorin Lisa war stets bemüht und wir konnten uns jederzeit an sie wenden wenn Fragen auftauchten. Falls man für das Wochenende beispielsweise ein Taxi buchen wollte konnte man zu ihr, oder noch besser in das Office vor Ort gehen ☺

Die Unterkunft in Ubud war sehr schön, denn es war keine touristische Ecke und man wohnte in verschiedenen „Homestays“ in welchen auch Familien lebten. Dadurch hat man das Leben und die Kultur der Leute dort auf eine schöne Weise kennengelernt... außerdem waren sie sehr freundlich und wenn man sie in ihrer Sprache begrüßt hat (das lernt man unter anderem in der „Bahasa Language Class“ an zwei Nachmittagen) haben sie sich total darüber gefreut! In das Zentrum von Ubud hat man ca. 10 bis 15 Minuten gebraucht, was total in Ordnung war, denn in unserer Straße gab es bereits einige Shops in welchen man trinken oder kleine Snacks kaufen konnte.

Das Essen fand in einer Art „Kantine“ statt, bei welcher draußen ein Buffet von den Einheimischen Leuten gekocht wurde und man entweder drinnen oder draußen sitzen konnte. Es gab immer Variationen mit Reis und Nudeln, aber sie gaben sich dafür große Mühe und gingen auf die Wünsche (z. B. Vegetarier,...) ein. Geschmeckt hat es wirklich gut, jedoch hatte ich bereits ab der zweiten Woche ein Verlangen, endlich mal wieder etwas Gewöhnliches von daheim zu Essen - haha ☺. Jeden Tag gab es Frühstück, Mittag- und Abendessen. Am Wochenende Frühstück und entweder Abend- oder Mittagessen - Dafür eine gute Möglichkeit, auch mal auswärts essen zu gehen! In Ubud gibt es meiner Erfahrung nach nämlich viele gute und vor allem leckere Restaurants. Zu empfehlen ist besonders das Vegetarische Restaurant direkt neben bzw. bei der Unterkunft. (Und das gute ist, dass in Bali natürlich alles billiger ist als hier).

Die Ausflüge die wir in dieser Woche unternahmen waren interessant und meiner Meinung nach gut ausgewählt, teilweise aber auch seeehr anstrengend auf Grund des vielen Laufens! (Sonnenschutz bloß nicht vergessen und viel trinken!!!)

Mein absolutes Highlight war, als wir den „Tirta Empul - Holy water temple“ besucht haben, denn die Hintergrundgeschichte beeindruckte mich sehr. Es war eine einmalige Erfahrung, dort in das Wasser gehen zu dürfen und wie die Einheimischen beten zu können. Da es freiwillig war kann ich es jedem nur ans Herz legen daran teilzunehmen, schließlich hat man nicht jede Woche die Gelegenheit dazu.

Am Wochenende haben wir an einer Tour teilgenommen, bei welcher wir den Vulkan „Batur“ bestiegen haben. Hierfür sind wir nachts losgefahren und mindestens 3 Stunden hochgewandert… Ziel war es, den Sonnenaufgang bestaunen zu können. Da es leider geregnet hat und ziemlich nebelig war wurde daraus nichts was zieeemlich ernüchternd war. Deswegen unbedingt schauen, wie das Wetter wird, bevor man sich dafür entscheidet! Ansonsten könnte man noch den Infinity Pool „Jungle fish“ in Ubud besuchen, da er ziemlich billig und vor allem nahe gelegen ist. - Ach ja, nicht zu vergessen ist Wellness und Spa welches es gefühlt an jeder Ecke gibt und so unglaublich billig ist (es lohnt sich also!).

Nun zu meiner zweiten Woche, die auf der Insel Nusa Penida stattfand. Ich habe mich für das Schildkrötenprojekt entschieden und mir war von Anfang an klar, dass ich mich hier auf weniger „Luxus“ einstellen musste. Die Schiffsfahrt von Sanur auf die Insel war ziemlich „holperig“ und ich war froh als ich endlich angekommen bin. Man wurde mit kleinen „Taxis“ (wenn man das so nennen kann) abgeholt und schließlich in die Unterkunft gebracht.

Hier gab es zwei Unterkünfte, wobei die eine etwa 10/15 Minuten von dem anderen Haus entfernt war. Ich war froh dort nicht untergekommen zu sein, da man sonst jeden Tag für das Essen sowie für das Projekt in die eine Unterkunft laufen musste.
Leider hatte ich dann das 8er Zimmer erwischt und wir mussten uns mit mehreren Leuten einen Waschraum teilen der nur 3 Duschen (bzw. 2, da die eine kaputt gegangen ist) hatte. Dafür waren die Leute im Zimmer alle nett und man hat sich untereinander gut verstanden! Ich war außerdem noch mit einer aus der ersten Woche im Zimmer, was es sehr erleichterte. Ansonsten gab es noch 4er und soweit ich weiß auch 2er Zimmer die ein eigenes „Bad“ hatten. Es war ein bisschen schade, dass die Leute dort die Zimmer nicht wirklich geputzt haben, da sich ziemlich viel Dreck auf dem Boden breitgemacht hat. Zu den Duschen ist zu sagen, dass eine „Frei Dusche“ gibt bei der man immer das Glück hat mit ein paar Geckos duschen zu können ☺.

Es waren sehr viele freiwillige Helfer vor Ort. Deshalb hat man Gruppen mit ca. 15 Leuten eingeteilt, die jeden Tag für verschiedene Aufgaben zuständig waren. Zu diesen Aufgaben gehörten zwei Mal in der Woche die Schildkröten zu putzen und zu füttern, sowie die Becken zu säubern. Man konnte auch jeden anderen Tag zu den Schildkröten, dann waren aber andere Gruppen für das Wohlergehen wie füttern, ... zuständig.

An den anderen Tagen gehörte es beispielsweise dazu den Strand zu putzen, Algen für die Schildkröten zu sammeln oder auch einen Ausflug zum Crystal Bay Strand zu unternehmen. Falls man an einem Tag mal keine Lust oder bereits etwas anderes vor hat (zum Beispiel an einer Tour zu verschiedenen Stränden und Buchten teilzunehmen) kann man den Projektleitern dies sagen und es ist kein Problem wenn man fehlt. Am letzten Tag stand außerdem das „Turtle Release“ auf dem Programm, bei welchem wir eine Schildkröte in die Freiheit entlassen haben.

Ansonsten sind die Möglichkeiten dort etwas zu unternehmen eher begrenzt. Es gibt jedoch gleich in der Nähe ein kleines Café welches speziell für die freiwilligen Helfer gedacht ist und direkt am Strand liegt. Hier kann man abends oder tagsüber entspannen und etwas trinken sowie auch essen. An einem Abend sind wir auch ins Pinada Colada gegangen, eine Art „Bar“ in der man ebenfalls trinken und essen konnte. Hier musste man jedoch mit einem Taxi hinfahren, was vom Geld her aber gut geht, da meistens viele Leute mitkommen. – man sollte sich nur im Klaren darüber sein, dass es auf Nusa Penida anders als in Ubud ist und wie lange man so etwas „erleben“ möchte bzw. kann. Was aber nicht heißt, dass es nicht schön war! Das ist es dort nämlich alle mal.

Ansonsten ist mein Fazit positiv, denn ich bin froh tolle neue Leute kennengelernt zu haben und vor allem so viel dazu gelernt zu haben. Ich wäre gerne noch länger geblieben, um ein bisschen mit den Leuten, die ich kennengelernt habe, in Bali rumzureisen, aber leider hatte ich nicht so viel Zeit.

Gut aufgehoben habe ich mich in meiner Zeit auf Bali immer gefühlt, vor allem durch „Auszeit Weltweit“ die sich nach einem erkundigt haben und selbstverständlich von der Organisation vor Ort, denn sie hatten immer ein offenes Ohr für einen.

Danke!



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