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Freiwilligenarbeit Bali - Carmen

 
Zwei Monate auf Bali

Ich habe nach der Einführungswoche sechs Wochen Englisch unterrichtet und anschließend die Adventure Week mitgemacht. Mein Aufenthalt auf Bali wird mir immer als unvergessliches Erlebnis in Erinnerung bleiben. Für mich war es das erste Mal alleine für eine längere Zeit so weit weg und auch das erste Mal in Asien. Die asiatische Kultur sollte jeder in seinem Leben einmal hautnah miterlebt haben, denn es gibt so viel von den Menschen dort zu lernen... 
Durch alle Informationen, die ich dank Auszeit-weltweit erhalten habe, fühlte ich mich sehr gut vorbereitet.

Auf der Fahrt vom Flughafen zu dem Projekt-Ort habe ich schonmal einen ersten Eindruck von Bali bekommen können: eine mit Rollern überfüllte Straße, die sich durch die schöne grüne Landschaft Balis schlängelt; Einheimische, die in traditioneller Kleidung mitten auf der Straße gerade eine Zeremonie feiern, mit Obst-Türmen auf dem Kopf und Trommel-Musik... Eines ist klar: Hier hat man alle Zeit der Welt und die Traditionen werden groß geschrieben.

Wir hatten das Glück, später das balinesische Neujahrsfest mitzuerleben. Abends wurden „Ogoh-Ogohs“, selbst gebaute überdimensionale Puppen, die Geister darstellen, durch die Straßen getragen, begleitet von lauten Trommeln. Am nächsten Tag war „Nyepi“, der Silence-Day, an dem alles geschlossen war und wir im Haus bleiben und uns sehr ruhig verhalten sollten – all das war auf jeden Fall ein besonderes Erlebnis.


In Penestanan traf ich in meinem Freiwilligen-Haus „Wirya“ (eines von vielen in dem Dorf) schon die ersten Mitbewohner, mit denen ich auch die nächsten Wochen verbrachte. Alleine war man nie, zum Glück. Unser Zimmer war zweckmäßig eingerichtet mit drei Hochbetten aus Bambus. Natürlich war es manchmal etwas eng mit all den Koffern, wenn alle Betten belegt waren und die Matratzen waren ein wenig durchgelegen. Doch unsere Klimaanlage (die gab es nicht in jedem Zimmer) war ein wahrer Luxus und das Zimmer wurde jeden Tag gereinigt. Wir hatten eine kleine Terrasse und einige Zimmer hatten auch einen Balkon zur Verfügung, wo oft Karten gespielt wurden.


Die Einführungswoche war sehr hilfreich, um sich an die neue Umgebung zu gewöhnen und andere Freiwillige kennenzulernen. Schnell kannte man den Fußweg von der Unterkunft bis nach Ubud, wo es zahlreiche Cafés und Restaurants gibt und alles, was man so braucht: einen traditionellen Markt, ATM's, Supermärkte, usw.


Die Köche haben sich viel Mühe gegeben, das Essen abwechslungsreich zu gestalten und es war sehr gut. Vor allem von den Springrolls und dem frischen Obst konnten wir nicht genug bekommen. Leider war der lange Fußweg zur Kantine, die von allen Freiwilligen im Dorf angesteuert wurde, manchmal etwas umständlich.

Das Schulprojekt hat sehr viel Spaß gemacht. Die meisten von uns konnten zu zweit unterrichten. Man hatte morgens genügend Zeit, um den Unterricht vorzubereiten. Wenn man gut vorplante, konnte man sich stattdessen morgens auch an einem der umliegenden Pools für ein wenig Geld entspannen.

Zur Schule fuhren wir immer mit klimatisierten Taxis; meine war ca. 30 Minuten von Penestanan entfernt. Es kamen jedes Mal Coordinators vom Projekt mit, die einsprangen, wenn es Kommunikations-Probleme zwischen uns und den Kindern gab. Das Unterrichten war oft eine Herausforderung, denn die Kinder waren voller Energie und es gab so gut wie keinen Moment der Ruhe. Dementsprechend Spaß machten ihnen Spiele, bei denen sie sich bewegen konnten oder Lieder und Tänze, in denen man neue Themen einbringen konnte. Manchmal passierte es leider auch, dass man wegen Zeremonien im Dorf vor einer leeren Klasse stand, doch da sollte man einfach gelassen drauf reagieren – so ist das nunmal hier auf Bali ;) Es war schön, am Ende einen kleinen Fortschritt bei den Kindern gesehen zu haben.


Nach der Schule verbrachten fast alle Freiwilligen die Abende meistens im Café „Kopi Desa“ oder in der Bar „Cupit“ – beide zu Fuß erreichbar und mehr als nur einen Besuch wert. Auch an den Wochenenden waren wir viel unterwegs. In unserer Straße konnten wir Touren buchen, bei denen man in allen Teilen Balis Sehenswürdigkeiten besichtigen konnte und den Transport zu einem nahegelegenen Strand (White Sand Beach ist zu empfehlen) oder zu anderen Inseln organisieren konnte.
Wir waren zum Beispiel auf Nusa Lembongang (auf jeden Fall eine Reise wert), Java (dort sind wir zu dem Ijen Crater mit blauer Lava hochgewandert) und Gili T (kleine, lebhafte Insel, ein absolutes Muss).

In der Adventure Week hätte für meinen Geschmack an manchen Tagen etwas mehr Programm sein können. Dennoch war es ein sehr schöner und abwechslungsreicher Abschluss für meinen Bali-Aufenthalt, der sich gelohnt hat. Besonders hat mir das Rafting und die Wanderung auf den Mount Batur gefallen.

Zum Schluss lässt sich sagen: Terimakasih – danke – an alle, die meinen Aufenthalt zu dem gemacht haben, was es war!

Einfach Koffer packen und los nach Bali! Das sind Erfahrungen, die euch keiner mehr nehmen kann und ihr werdet es nicht bereuen :)


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