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Freiwilligenarbeit Bali - Laura

 
8 Wochen lang war Bali mein zu Hause. Rückblickend kann ich jetzt sagen, dass ich dort wohl die lehrreichste, abenteuerlichste und spannendste Zeit hatte.

Das Abenteuer begann schon auf dem Weg vom Flughafen zum Freiwilligenhaus in Ubud. Die Entfernung ist lediglich 37 Kilometer, dennoch braucht man eine Ewigkeit dafür. Wieso? Das habe ich am eigenen Leib zu spüren bekommen. Die Straßen waren überfüllt, überall fuhren Autos und Scooter ohne jegliche Rücksicht auf Ampeln oder Verkehrsregeln. Somit war dann nicht nur der Linksverkehr abenteuerlich, sondern auch die einzigartige Fahrweise der Balinesen. Immer schnell, immer drängelnd, aber dennoch sicher und vorsichtig.

Die erste Woche, Introduction Week, war super interessant. Wir haben verschiedene Dinge über Land, Leute und Kultur erfahren und Ubud und Umgebung erkundet.

Wir haben einen Spaziergang durch den berühmten Monkey Forest gemacht, bei dem man aufpassen musste, dass die kleinen Affen einem nicht die Kamera oder die Trinkflasche klauen. An zwei Tagen hatten wir "Bahasa Class", um die Sprache der Balinesen zu erlernen. Natürlich durfte bei der kulturellen Erkundung auch das Flower Offering und Batik Painting nicht fehlen, was sehr viel Spaß gemacht hat und sehr interessant war.

Zum Abschluss der Einführungswoche sind wir dann zu einem heiligen Tempel gefahren und haben unsere Körper in dem heiligen Wasser gesegnet. Das war ein sehr schönes Ritual, weil wir das Ritual mit den Einheimischen zusammen vollzogen haben und wir akzeptiert wurden, obwohl wir andere Kulturen und Religionen haben.

Generell sind die Balinesen ganz anders als wir Europäer. Diese Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft hat mich von Anfang an so beeindruckt. An jeder Ecke ist ein Taxifahrer, wenn man einen braucht, jeder Balinese grüßt einen, lächelt einen immer an und hilft einem bei Fragen gerne weiter. Auch die Integration der religiösen Rituale hat mich sehr beeindruckt. Jedes Haus hat einen eigenen Tempel, in dem jeden Tag das Flower Offering niedergelegt wird, um die Götter zu ehren und die bösen Dämonen fernzuhalten. Somit sieht man an jeder Ecke betende Balinesen oder aber Leute, die mit anderen Opferungen, wie zum Beispiel Obst, in ihrer wunderschönen traditionellen Kleidung zu einem der größeren Tempel gehen und dort eine Zeremonie vollziehen.

Als dann das Unterrichten begann, begann auch der Ernst des Volunteerings. Unterrichtet wurde immer Mittags, sodass wir am Morgen unsere Stunden vorbereiten konnten. Der erste Tag war so überwältigend. Die Kinder waren so glücklich und froh, dass wir gekommen sind um Ihnen Englisch beizubringen. So viel Energie, Dankbarkeit, Motivation und Freude habe ich selten bei Kindern einer zweiten Klasse gespürt. Wir hatten sehr viel Spaß, haben zusammen gelacht, in den Pausen zusammen gespielt, aber auch den Unterricht durchgezogen und spielerisch die neue Sprache beigebracht. Somit fiel der Abschied dann auch schwer. Das Wissen, dass andere Voluntäre kommen und den Kindern eine andere Sprache beibringt, macht den Abschied ein bisschen leichter.

Mein persönliches Highlight war dann allerdings das Schildkrötenprojekt auf Nusa Penida. Dort haben wir sowohl mit Babyschildkröten, als auch mit größeren Schildkröten gearbeitet. Zu unseren Aufgaben gehörten die Tanks putzen, die Schildkröten putzen, füttern, Seegras und Krebse vom Strand sammeln und auch den Strand sauber machen. Wenn man sieht, wie die Leute mit ihrer Umwelt dort umgehen, ist es echt erschreckend. Deswegen ist es umso motivierender, wenn sehr viele Freiwillige aus verschiedenen Ländern zusammen kommen um etwas dagegen zu tun und die Tiere besser zu schützen.

An den Wochenenden ist natürlich genug Zeit um verschiedene Sachen zu unternehmen. Von Ubud aus erreicht man verschiedene Städte innerhalb von 30 Minuten "depends on the traffic", wie die Einheimischen so schön sagen. In Lovina zum Beispiel kann man wunderschöne Wasserfälle besichtigen, den einzigen Buddhismus-Tempel im hinduistischen Bali oder aber die Delfine beim Sonnenaufgang im Meer beobachten. Nusa Dua, im Süden der Insel, ist super geeignet für Wassersport und einfach einem relaxten Tag am Strand. Auch die Gili Islands und Lombok sind mit dem Fastboat sehr schnell zu erreichen und ein tolles Wochenendziel, wenn man tauchen, am Strand liegen oder einfach nur ein bisschen rumkommen möchte :-)

Zum Ende des Volunteerings bieten sich die Adventure Week oder Beach Week sehr gut an. In der Adventure Week macht man viele spaßige und abenteuerliche Sachen, wie zum Beispiel Rafting, eine Fahrradtour oder aber nachts einen Vulkan besteigen, um dort den wunderschönen Sonnenaufgang zu sehen. Eine traditionelle balinesische Massage darf natürlich auch nicht fehlen :-)
Die Beach Week ist super zum entspannen und relaxen, als Ausklang des Volunteerings. Man macht dort eine Fahrradtour durch Sanur und man geht im Meer schnorcheln. Ansonsten ist die Zeit zum shoppen, am Meer oder Pool entspannen :-)

Was ich aus Bali mitnehme? Die Gelassenheit und Lebensweise der Balinesen, einfach in den Tag hineinzuleben und nicht immer alles strikt planen. Auch der Glaube an Karma hat sich in meine Gedanken etabliert und bleibt hoffentlich auch dort verankert.

Ich kann jedem nur sehr ans Herz legen diese kleine Insel in Indonesien zu besuchen, in eine andere Kultur uns Lebensweise einzutauchen und Bali einfach nur für sich sprechen zu lassen, dann wisst ihr was ich meine :-)



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