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Freiwilligenarbeit Bali - Pia

Termine

Juli
  • 19. Juli, 16 Uhr, Online-Infoabend
August
  • 15. August, 18 Uhr, Infoabend in Köln
  • 23. August, 16 Uhr, Online-Infoabend
September
  • 20. September, 14-18 Uhr, "Neugierig auf die Welt", Hanau
  • 22. September, 10-16 Uhr, Jugendbildungsmesse, Köln
  • 29. September, 10-15 Uhr, Youth Education & Travel Fair, Wien

Details und weitere Termine findest du hier!

 
Erfahrungsbericht Bali

Obwohl ich mich von Auszeit weltweit sehr gut auf meinen Aufenthalt auf Bali vorbereitet gefĂŒhlt habe (alle Fragen wurden sehr freundlich und geduldig beantwortet!), war ich vor der langen Reise dann doch etwas aufgeregt und sehr froh, als ich in Denpasar gelandet bin und schnell meinen Fahrer und andere Freiwillige gefunden habe. Selbst dass mein GepĂ€ck in Kuala Lumpur stecken blieb (mein Flug dorthin hatte VerspĂ€tung und wir mussten sehr schnell umsteigen, das GepĂ€ck konnte so schnell nicht verladen werden) war nicht so schlimm, da ich im HandgepĂ€ck einiges an Wechselkleidung und auch ZahnbĂŒrste etc. dabei hatte (Tipp: auf jeden Fall so packen, dass man auch ohne das HauptgepĂ€ck eine Weile klarkommt – ich hatte meine Sachen erst nach 4 Tagen wieder!).

Die Fahrt nach Ubud verlief problemlos; als ich in meinem Freiwilligenhaus (das sind keine extern stehenden HĂ€user, sondern GebĂ€ude auf dem GrundstĂŒck einer einheimischen Familie, sodass man zwar mitten im Alltag der Einheimischen dabei ist, sich aber auch in seinen eigenen Bereich zurĂŒckziehen kann) ankam trudelten gerade nach und nach auch einige andere Neue ein und es stellte sich heraus, dass alle MĂ€dels in meinem Zimmer (mit mir 6; aus Deutschland, Italien, Belgien und Amerika) an diesem Wochenende angekommen waren und in etwa gleich lang bleiben wĂŒrden. Wir haben uns auch sehr gut verstanden und hatten in der EinfĂŒhrungswoche (und natĂŒrlich auch in den Wochen danach ;)) sehr viel Spaß miteinander. Dabei lernt man wirklich viel ĂŒber die Kultur und Lebensweise dort und lernt auch die Umgebung kennen, was fĂŒr den Aufenthalt sehr hilfreich ist. Man hat aber auch Freizeit um auf eigene Faust die nahen Reisfelder zu erkunden, in einem der 2 netten CafĂ©s im Dorf zu sitzen, ins Stadtzentrum von Ubud zu gehen (zu Fuß etwa 30min, mit dem Taxi je nach Verkehr etwa 10min; nur hier kommt man an Bargeld!) oder sich fĂŒr eine geringe GebĂŒhr am Pool des nahen Resorts „The Mansion“ zu entspannen. Das GefĂŒhl, einen „Kulturschock“ zu erleben, hatte ich eigentlich ĂŒberhaupt nicht, obwohl ich zuvor noch nie wirklich in Asien war (außer in der TĂŒrkei). Die EindrĂŒcke sind zwar sehr intensiv, alles ist sehr bunt, laut, geruchsintensiv (im Positiven wie im Negativen ;)), aber ich habe mich sehr schnell wohlgefĂŒhlt. Dazu hat natĂŒrlich auch beigetragen, dass die Balinesen alle sehr freundlich und die Koordinatoren vor Ort extrem liebenswĂŒrdig und hilfsbereit sind und immer fĂŒr einen da sind.

Wegen den Feiertagen Galungan und Kuningan fand in den folgenden zwei Wochen kein Unterricht statt; wir haben dafĂŒr bei einem Renovierungsprojekt in einer Schule gearbeitet und Tische und StĂŒhle repariert, abgeschmirgelt und neu gestrichen/lackiert; die RĂ€ume und das GebĂ€ude gestrichen, SchulbĂŒcher und Hefte sortiert, sauber gemacht
.das war zwar anstrengend, hat aber auch Spaß gemacht, weil man sich viel mit anderen Freiwilligen aus der ganzen Welt unterhalten konnte und vor allem auch, weil man das Ergebnis seiner Arbeit und die Verbesserung direkt gesehen hat.

Nach den Ferien habe ich dann zwei Wochen im Kindergarten und in der Grundschule unterrichtet. Auch das ist nicht immer ganz einfach, weil das Englischlevel der Kinder (und leider auch der Lehrer!) großteils wirklich sehr schlecht ist und man viel Geduld braucht, um die kleinen EnergiebĂŒndel dazu zu bringen, sich eine Weile zu konzentrieren ;) Aber wenn man viel mit Liedern, Bildern und Spielen arbeitet, finden sowohl die Kinder als auch man selbst schnell sehr viel Spaß daran! Außerdem ist man immer zu zweit in einer Klasse und hat auch ausreichend Zeit, den Unterricht mit seinem Partner vorzubereiten. Die Kindergartenkinder waren anfangs noch sehr schĂŒchtern, haben aber mit der Zeit doch auch Vertrauen zu uns gefasst und die Schulkinder waren eigentlich von Beginn an sehr anhĂ€nglich. Man kann ihnen eine riesige Freude machen, wenn man ihnen MalbĂŒcher und Buntstifte oder Ă€hnliches mitbringt (kann man teilweise auch im Supermarkt in Ubud kaufen) und sie lieben es, Fotos zu machen!

An den Wochenenden und auch wenn wir unter der Woche Zeit hatten waren wir viel unterwegs. Ubud bietet sich zum Einen sehr gut fĂŒr Einkaufsbummel im Stadtzentrum, Erkundungstouren durch den Dschungel und die Reisfelder und Besuche von Spas, Koch- oder Kunsthandwerkskursen oder Museen (Tipp – nicht nur – fĂŒr Kunstinteressierte: Neka Art Museum!) an, ist zum Anderen durch die zentrale Lage aber auch ein idealer Ausgangspunkt um am Wochenende verschiedene Teile Balis zu erkunden. Ebenfalls angenehm: Sowohl Verpflegung als auch UnterkĂŒnfte (Hostels, Bungalows etc.) sind recht gĂŒnstig und auch fĂŒr die Taxis (DAS Transportmittel auf Bali; wenn man alleine unterwegs ist auch auf Motorrollern) zahlt man vergleichsweise wenig. Da Bali so vielfĂ€ltig ist und es so unglaublich viel zu sehen gibt lohnt es sich auf jeden Fall, viel Zeit einzuplanen. Am besten ist man einfach offen fĂŒr alles und redet dann vor Ort mit den Leuten, holt sich Tipps von den Einheimischen oder von den Volunteers, die schon lĂ€nger dort sind. Sehr empfehlen kann ich die großen Tempel Uluwatu und Tanah Lot (leider beide sehr von Touristen ĂŒberlaufen, aber trotzdem einen Besuch wert, vor allem bei Sonnenuntergang) sowie den grĂ¶ĂŸten Tempel auf Bali, den Pura Besakih (wenn möglich bei schönem Wetter, dann hat man einen tollen Ausblick). NatĂŒrlich sind auch die Gili-Inseln wirklich paradiesisch schön mit traumhaften SandstrĂ€nden und tĂŒrkisenem Wasser; wer es dabei etwas ruhiger und weniger Partytrubel will, sollte eine Unterkunft auf Gili Air und nicht auf Gili Tranwangan buchen. Ein großes Highlight fĂŒr mich war auch die kleine Insel Nusa Lembongan im SĂŒden Balis. Wer nicht Motorroller fahren kann wird zwar etwas Schwierigkeiten haben, dort herumzukommen (sehr steile Straßen in der prallen Sonne mit vielen Schlaglöchern), aber es lohnt sich allemal. Im Norden ein Mangrovenwald, der bis ans Meer heranreicht; Im Westen ein schöner Strand und im SĂŒden felsige, von Wellen umtoste KĂŒstenlinien mit einigen versteckten kleinen Buchten mit Sandstrand. Auch eine Schnorcheltour sollte man sich hier auf gar keinen Fall entgehen lassen; wer GlĂŒck hat kann Mantas sehen, aber selbst wenn nicht bekommt man eine faszinierend bunte Unterwasserwelt voller Fische in intakten Korallenriffen zu Gesicht.

Eine Woche voller Highlights war dann fĂŒr mich die Adventure Week, die ich zum Abschluss meines Aufenthalts gebucht hatte. Man bekommt dabei nochmal einen sehr intensiven Eindruck von der Landschaft und der Natur Balis, wenn man beim Radfahren die Kaffee- und GewĂŒrzplantagen sieht, eine Turtle Conservation besucht und anschließend am sehr schönen Jimbaran Beach entspannt, sich beim Raften wie Tarzan mitten im Dschungel fĂŒhlt und natĂŒrlich ganz besonders, wenn man morgens um 6 auf dem Gipfel des Vulkans Batur steht und dann die Anstrengung des nĂ€chtlichen Aufstiegs mit einem unvergleichlichen Sonnenaufgang belohnt wird


Alles in allem war meine Zeit auf Bali einfach unvergesslich!

Ich habe so viel gesehen, erlebt, gelernt, eine ganz andere und sehr faszinierende Kultur und Religion kennengelernt, viele interessante Menschen aus der ganzen Welt getroffen und Erfahrungen gesammelt, die mir niemand mehr nehmen kann. DANKE an alle, die mir das ermöglicht haben beziehungsweise meinen Aufenthalt auf Bali zu dem gemacht haben, was er war!!!

Ich kann jedem, der die Möglichkeit dazu hat, eine solche Reise nur empfehlen – sei es auf Bali oder in einem ganz anderen Teil der Welt; es zĂ€hlt nicht WO, es zĂ€hlt nur, DASS man es macht!



Termine

Juli
  • 19. Juli, 16 Uhr, Online-Infoabend
August
  • 15. August, 18 Uhr, Infoabend in Köln
  • 23. August, 16 Uhr, Online-Infoabend
September
  • 20. September, 14-18 Uhr, "Neugierig auf die Welt", Hanau
  • 22. September, 10-16 Uhr, Jugendbildungsmesse, Köln
  • 29. September, 10-15 Uhr, Youth Education & Travel Fair, Wien

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