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Freiwilligenarbeit Indonesien/Bali - Familie Hardt

 

Feedback zu unserem Auslandaufenthalt in Bali

Wir haben dank Auszweit-Weltweit etwas ganz besonderes als Familie mit zwei Kindern in Bali-Ubud erleben dürfen.

Organisation und Betreuung vor der Abreise

Laura und Alexandra sind wie die „Freundinnen von Nebenan“, wir durften stets nochmal Fragen am Telefon klären, Peter hat sogar einmal persönlich „Hallo“ gesagt. Denn, es war nicht einfach als Familie mit zwei kleinen Kindern von 6 und 2 Jahren eine Organisation zu finden, die uns eine Freiwilligenarbeit im Ausland anbieten konnte. Wir haben eine Mappe mit vielen Informationen, wie z.B. dem Freiwilligen-Vertrag, aber vor allem Wissenswertes und Nützliches inklusive Reiselektüre über unser Zielland Bali erhalten. Dank der Erlebnisberichte von anderen Reisenden und natürlich Lauras Vorfreude unserer Reise per angekündigter Email entspannten wir uns schon vor unserer Abreise.

Organisation und Betreuung im Zielland

Vor unserer Freiwilligenarbeit in Ubud bestaunten wir in Singapur 2 Tage lang die Megacity. Nach einem Weiterflug nach Bali-Jimbaran schwammen wir gefühlte 5 Tage lang im Wasser, aßen Fisch am Strand, schauten Tempel an und fühlten uns in Bali „Herzlich Willkommen“. Ein Fahrer von der Organisation holte uns überaus pünktlich von unserem Hotel ab, unterhielt uns ca. 2,5 Stunden - in Englisch - über Balis Kultur und das Leben im Land mit Reis und Touristen: "in den letzten Jahre hat ein enormer Wachstum stattgefunden. Überall ineinander fließende Städte und der ganze südliche Teil von Bali ist zusammengewachsen, der bis ins Landesinnere nach Ubud reicht. Und doch sieht man überall Reisterrassen“. In Ubud angekommen wartete schon eine Betreuerin der Organisation auf uns, nahm uns herzlichst in Empfang, gab uns Unterlagen über unsere Einführungswoche und unsere anschließende Freiwilligenarbeit in zwei Kindergärten.

Unsere Ubud-Familie nebst Unterkunft

Wir sind in Ubud, mitten in den Reisfeldern und es ist herrlich heiß. Vielleicht sogar schon etwas zu viel, aber wir haben einen Swimming-Pool zur Mitbenutzung. Wir haben mit der Organisation vorher gemeinsam abgestimmt, dass eine Familie mit zwei Kindern zum wohlwollen Aller mehr Privatsphäre benötige.

Wir haben ein Zimmer für uns vier Personen, mit freier Dusche draußen. Einfach und gemütlich: für uns, die Ameisen und die diversen Geckos an den Wänden. Einem Holländer gehört dieses Guesthouse, eine balinesische Familie mit Kind hält alles sauber. Unser Essen von der Köchin Made wird morgens mit der Vespa zu uns gebracht, während wir das Mittag- und Abendessen im Haupthaus mit den anderen Freiwilligen in geselliger Atmosphäre essen. Die zwei anderen Häuser der Organisation sind rund 10 Minuten zu Fuß von uns entfernt und wir gehen immer hin- und her. Wir halten uns fit und haben Kontakt zu anderen aus dem Village. Der Pool wird von den anderen Nachbarn, wie einer anderen Holländerin oder einer italienischen Familie mit zwei Kindern im Alter unserer Kinder mitbenutzt. Immer dienstags kommen die balinesischen Kinder aus dem Village und springen in den Pool. Wir sind zur Zeit 6 neue Volunteers und haben mit den zwei Organisatorinnen 8 neue „Babysitter“ für unsere Kinder freiwillig gefunden. So werden unsere Kinder liebevoll von der Köchin Made geknuddelt oder sie helfen ihr erfolgreich und geben ihr selbstsicher Gurkenscheiben, die Made zum Kochen braucht.

Eindruck vom Tagesablauf der Einführungswoche

Indonesisch lernen, Ausflug zum Markt und zum Affenwald, Kochkurs, Batikkurs, balinesischer Tanzabend, Wanderung durch die Reisfelder, Opfergaben basteln, Besuch der heiligen Quellen... All das und noch viel mehr haben wir in unserer Einführungswoche erlebt. Meist sitzen wir auf dem Teppich im Volunteer-Haus lernen die 5 verschiedenen Arten der Begrüßung von Selamat Pagi (Guten Morgen) zu Selamat Tidur (Guten Abend) kennen, lernen Zählen und Früchte zu benennen. Natürlich lernen wir auch die Kultur kennen, so wie die auch die täglichen Opfergaben. Das sind kleine Körbchen aus Palmenblättern geformt, mit kleinen Stöcken zusammengehalten, die vor jedem Haus, jedem Tempel, auf vielen Motorrädern liegen. Ich sagte beim Basteln der Opfergaben: "gibt es nicht einen Tacker“? Und ja, wir lernen die feinmotorisch sehr herausfordernde Art und dann noch die moderne Art, mit einem Tacker alles zusammenzuhalten kennen: tack, tack, tack. Am nächsten Tag besuchen wir mit den bunten Blumen den Tempel mit den vielen heiligen Quellen und in einer sehr beeindruckenden Zeremonie opfern wir das Gebastelte. Anschließend kühlen wir uns unter den 12 Holy Water Quellen ab, die nur mit einem Sarong bekleidet betreten werden dürfen. Im Kochkurs lernen wir: alles, was ein Gutes Essen braucht ist Knoblauch. Und davon gibt es genug...ansonsten nehme man Reis und Ei oder Nudeln mit Gemüse und Ei..., und zu jeder Mahlzeit Wassermelone als Nachtisch. Das Essen ist super lecker und wir essen immer viel, aber am Wochenende gab es - endlich - mal wieder eine ordentliche Pizza. Obwohl wir die mit Bananen gefüllten Pancakes zum Frühstück sehr vermissen.

Projektarbeit

Unser Einsatzgebiet: Kindergarten. Und zwar in zwei unterschiedlichen, denn Kindergarten in Bali dauert nur zwei Stunden, dann ist schon Schluss. Also sind wir in einem staatlichen Kindergarten am Vormittag und im Projektkindergarten am Nachmittag. Heute hat unser erster Volunteer Tag in den zwei Kindergärten begonnen, morgens um 8:30 Uhr bis 10:30 Uhr sind wir direkt hier in unserem Veedel in einer staatlichen Schule mit Vorschule. Kinder in einheitlichen Uniformen mit Rock oder Schwarzer Hose mit jeweils weißer Bluse laufen geschwind in ihnen Kindergartenraum, ziehen vorher die Schuhe aus, sitzen in Zweierreihen auf den Boden und beginnen zu beten und zu singen. Die drei Erzieherinnen für rund 25 Kinder ab 5 Jahren haben ebenfalls eine beigefarbende Uniform mit offiziellem Abzeichen am Oberärmel an und wirken streng, diszipliniert und resolut, ein Eindruck der beim späteren Schunkeln schwindet....Kölle wirft wieder einmal seine langen Schatten des Doms voraus und der unbekannte Karneval entpuppte sich als Exportschlager... Reisegitarre ausgepackt, das kölsche Lied „Viva Colonia“ als Einstieg für unsere Begrüßung "Hier kommen wir her" gesungen und dabei mit den Kindern geschunkelt, so dass die Erzieherinnen sofort mitmachten und bis zuletzt mitsummten. Als wir dann noch die vielen Postkarten des Kölner Doms zeigten und dann unser Wahrzeichen mit allen malten, so hatten wir alle den Eindruck: auf den gebügelten Uniformen sind erste Knitterfalten zu sehen. Kleider machen eben doch nicht immer Leute. Die Mädchen hatten besonders unseren 6-jährigen Sohn ins Herz geschlossen und er sagte: "die Mädchen haben mich immer angeschaut, aber ich habe die Augen verdreht". Zwei Mädchen haben unseren Jungs spontan zwei Halsketten mit einem Holzring geschenkt und die tragen sie jetzt...

Dann geht es zu dem Projektkindergarten, der herzlicher nicht sein könnte. Ein Fahrer von der Organisation fährt mit uns in einem Auto einen 30-minütigen Weg in einem kleinen Village ins ländliche Umland von Ubud. Eine Dolmetscherin ist auch hier ebenfalls für uns dabei. Zwei ebenfalls super nette Erzieherinnen sind mittags von 13 bis 15 Uhr für über 34 Kinder Spielpartner, Englischlehrer und Pädagogen...und so erfreut, dass Freiwillige kommen, um den Kindern Basis-Englisch spielerisch nahezubringen. Unser ältester Sohn hat derweil schon neue Freunde gefunden und spielt mit älteren Kindern Fußball, Fußball und noch mal Fußball. Denn hier werden die jüngeren Geschwisterkinder von ihren Älteren zum Kindergarten gebracht und bleiben die gesamte Zeit auf dem Schulhof. Einige Kindergartenkinder werden von ihren Eltern begleitet, die gleich mit im Raum bleiben und auch Englisch mitlernen. Ich zähle zwischenzeitlich 34 Kinder ab 2 Jahre, 9 Geschwisterkinder und 6 Mütter. Und alle sind motiviert, engagiert, sing- und malbegeistert, obwohl alle paar Wochen wieder andere „Volunteers“ kommen. Viele Holländerinnen und Belgerinnen sind hier bei der Non-profit Organisation tätig (ein späteres Erbe der holländischen Kolonialgeschichte). Der ständige Wechsel ist das einzig sichere: Heute kam wieder eine neue Freiwillige an, und während wir schon wieder auf Reisen durch Bali sind, werden wir durch neue Unterstützer ersetzt. Denn Englisch scheint das Wichtigste zu sein, was Kinder aus dieser Region zu lernen haben. Englisch sprechen zu können, bedeutet den zukünftigen Lebensunterhalt in einem Tourismusberuf und somit eine solide Einkommensquelle. So erzählte man uns.

Jedem würden die vielen Mädchen auffallen und tatsächlich: es werden statistisch gesehen 2 Drittel Mädchen geboren und jeder wünscht sich einen Jungen, was bedeutet, dass es viele Kinder gibt und diese Mädchen bekommen später dann wieder Kinder. Bali - ein Land mit Zuwachs. Auch mit Touristen, denn im Juni 2013 wird ein weiterer internationaler Flughafen eingeweiht.

„Kulturschock“ ?!

Kulturschock? Haben wir nicht erlebt! Dafür waren wir als Familie schon zu häufig in ferne Länder mit Rucksack und wenig Gepäck unterwegs, aber mit viel Begeisterung für Land und Leute. Wir waren sehr gespannt auf das Freiwilligenprojekt, wurden bestaunt und haben unsere Söhne als einen Kindermagnet kennengelernt. Wir haben sehr viel Freude erlebt, vor allem auch für unsere Kinder, denn besonders der Ältere erzählt noch immer. Wir waren bekannt, wie soll es auch anders mit zwei Kindern sein? Mit einem 6-jährigen, der jeden auf deutsch oder mittlerweile auch mit einzelnen englischen Wörtern oder auch ganz selten mit einem indonesischem Wort anquatscht. Nach z.B. einer dreistündigen Wanderung durch die wunderschöne Landschaft der Reisfelder sagte mir eine Holländerin, dass sie von unserem Großen vollgequatscht wurde und stets "ja" gesagt hätte, auch wenn sie nichts verstanden hat. So trafen wir auf der Straße die italienische Familie wieder und haben gleich den Nachmittag mit denen in ihrem Haus verbracht. Die Kids haben sich natürlich sprachlich nicht verstanden, aber bei Ritterburg, Laserschwertern und Kostümen zum Umziehen braucht es keine Wörter. So auch im Freiwilligenprojekt. Unsere Kinder spielten stets mit den anderen Kindern, wurden in deren Gemeinschaft aufgenommen und haben sich gegenseitig soviel Freude gegeben.

Dein Zielland Bali und ein lustiges Erlebnisse

Wir vier waren alle gesund und munter. Nur einer von uns hatte manchmal ein leichtes Zwicken im Magen. Weder Hund, Katze oder Affe haben uns bisher gebissen, auch wenn wir schon einen Affen auf den Kopf einer Frau springen gesehen haben und eine Katze einen Kellner angefaucht und angesprungen hat. Und doch brachte unser Jüngster es auf den Punkt: "Raupe beißt": er spielte auf dem Boden mit einer kleinen schwarzen Raupe und ich sagte noch: "die Häarchen können weh tun". Kindererziehung findet eben auch auf Reisen statt, wobei eigene kindliche Erfahrungen auch auf Reisen gemacht werden..., die kleine Raupe, die mal ein Schmetterling werden wollte, wirft kleine Haare ab und "schwupps" kratzt sich der kleine Blonde schmerzhaft an den Oberschenkeln. Peter ist wie ein Schmetterling schnell zum Guesthouse geflogen und holte heilende Salbe (Dank an unsere Reiseapotheke-Planerin). Und die Moral von der Geschicht’: den bunten Schmetterling gibt es nicht (mehr)...

...und alles, was wir sonst noch gerne an andere weitergeben möchten...

Einfach mit Auszeit-Weltweit ein Freiwilligenprojekt in ein Zielland deiner Wahl machen. Einfach machen. Mit oder ohne Kinder, alles ist möglich und auch vor Ort noch veränderbar. Für uns war es eine besondere Erfahrung, dass Kinder keine Sprache brauchen, um miteinander zu „reden“, sondern auch ohne Worte Spaß haben und Verständigung stattfindet. Wir würden ein Freiwilligenprojekt immer wieder mitmachen, da die Arbeit sinnvoll und nachhaltig für alle Beteiligten ist. Wir würden beim nächsten Mal hier in Deutschland ganz viele Menschen auf Spendengelder ansprechen und dann vor Ort viele nützliche und hochwertige Sachen kaufen, wie z.B. die Holländerinnen 3 Spielgeräte für einen Kindergarten so finanzieren konnten. Und wir würden nicht nur einzelne Bücher, sondern Dutzende Bücher mitbringen. Die Kinder sind so engagiert, motiviert und herzlich und es war eine Freude mit ihnen eine gemeinsame Zeit verbringen zu dürfen. Wir haben als Volunteer auch viel von ihnen lernen dürfen.

Familie Hardt


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