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Freiwilligenarbeit Guatemala - Aylin

 
Im Land der Tortillas und Vulkane

Guatemala- vor meiner Reise in dieses doch eher unbekannte Land hatte ich keinerlei Vorstellungen, was mich dort wohl erwarten würde. Wie sieht die Landschaft dort aus? Was gibt es dort zu essen? Wie sind die Menschen? Dementsprechend aufgeregt war ich natürlich, als ich in Guatemala City ankam. Doch keine zwei Minuten später saß ich auch schon mit Alfredo, dem Taxifahrer, im Auto und wir fuhren Richtung Busstation, von wo aus ich weiter nach Xela fahren sollte. Alles klappte super und nachdem ich die lange Busfahrt durch die atemberaubende Natur Guatemalas hinter mich gebracht hatte kam ich in der mir anfangs so fremden Stadt mit dem komischen Namen Quetzaltenango an. Petra brachte mich von dort aus zu meiner Familie und nach dem ersten Kennenlernen fiel ich auch schon ins Bett.

In den nächsten Tagen erkundete ich die Stadt, lernte meine Gastfamilie, die eigentlich nur aus einer älteren Frau und einem jüngeren Mädchen bestand, kennen und arbeitete die ersten Tage in meinem Projekt. Alles war zwar unglaublich anders, aber es war klasse! Das Einzige, was mir nicht so gefiel, war das Projekt. Doch nachdem ich mit Petra darüber gesprochen hatte bekam ich nach kurzer Zeit ein Neues, in dem ich mich viel wohler fühlte, in dem ich richtig mithelfen konnte und in dem ich viele neue Freundschaften schloss.

An den Wochenenden machte ich Vulkantouren, kletterte hoch oben in den Bergen, ging in Vulkanquellen schwimmen, besuchte den Lago Atitlan, ging mit Freunden in die Stadt, und so weiter und so fort…

Anfangs hatte ich wirklich Bedenken, ob ich ganz ohne Sprachkurs und nur mit den Spanischkenntnissen aus eineinhalb Jahren Schulunterricht zurechtkommen würde. Und in der ersten Woche dachte ich mir, nein, ich komme nicht zurecht, ich werde niemals was verstehen, von dem was die Menschen hier so sagen und ich kann mich überhaupt nicht ausdrücken- hätte ich doch mal lieber den Kurs dazu gebucht… Doch nach der ersten Woche, mit viel Sprechen und Zuhören auf der Arbeit, in der Familie und in der Stadt, klappte es immer besser und nach der Hälfte meiner Zeit konnte ich mich fast fließend mit den Menschen unterhalten. Das war eine der Sachen, auf die ich bis heute am stolzesten bin und die mich nicht nur sprachlich, sondern auch persönlich weitergebracht haben; ich weiß jetzt, dass ich, wenn ich mich anstrenge und wenn ich es wirklich will, mich mit Menschen am komplett anderen Ende der Welt unterhalten kann und das wird mir niemals jemand nehmen können.

Als Fazit kann ich nur sagen, dass ich in Guatemala eine unglaubliche und faszinierende Zeit erlebt habe. Die Menschen dort sind unfassbar nett und immer freundlich, sie würden dir alles geben, selbst wenn sie nichts haben, nur damit du dich wohl fühlst und das hat mich zutiefst beeindruckt. Die Landschaft ist die wohl Schönste, die ich jemals gesehen habe: die große Stadt in der ich lebte umgeben von Bergen und Vulkanen, auf die morgens nach dem Aufstehen immer der erste Blick fiel, eine halbe Stunde mit dem Auto entfernt der dichteste Urwald, wo Palmen neben Nadelhölzern wachsen, und nochmals weiter die Küste mit den unglaublichen Stränden. Ich weiß, dass ich auf jeden Fall in dieses Land zurückkehren werde, sei es um dort Urlaub zu machen, nochmal dort zu arbeiten, oder vielleicht sogar um dort eines Tages zu leben.

Ein, zwei Tipps noch:

• falls man nach Xela fährt unbedingt genügend dicke Kleidung einpacken, da es mittags zwar brütend heiß dort ist, abends, nachts und morgens die Temperaturen allerdings unter null fallen können und es im gefühlt ganzen Land keine Heizungen gibt
• man sollte nicht zu viel planen. Alles ergibt sich irgendwie dort, man lernt schneller Leute kennen mit denen man was machen kann, als man denkt und es funktioniert dort eben alles
spontan (ich habe beispielsweise bis auf die Vulkantour nichts vorher geplant und habe dennoch wahnsinnig viel erlebt)
• man muss auf jeden Fall die deutsche Pünktlichkeit, Genauigkeit und Distanz ablegen, dann hat man dort die Zeit seines Lebens (Busse kommen aus Prinzip zu spät, wenn es mal kein Wasser oder Strom gibt, dann ist das keine Seltenheit und zur Begrüßung gibt man sich nicht die Hand, man umarmt und küsst sich)
• wenn es möglich ist, dann haltet euch nach eurem Projekt noch etwas Zeit frei, um beispielsweise nach Antigua, Monterrico, Tikal, etc. zu fahren. Es ist absolut einen Besuch wert!



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