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Freiwilligenarbeit Guatemala - Saskia

 
Organisation und Betreuung

Die Organisation und Betreuung war perfekt! Nicht nur vor Ort, auch schon als ich noch zu Hause war wurden mir alle möglichen Fragen beantwortet. Auch vor Ort musste ich mich nur kurz melden, wenn ich ein Problem oder eine Frage hatte und gleich war das Problem gelöst oder die Frage beantwortet. Man fĂŒhlt sich auf jeden Fall gut aufgehoben, weil man weiß, Juan Mario und Petra sind gleich zur Stelle wenn es was gibt. Sie haben sich echt super um alles gekĂŒmmert.

‹Vor Ort

Wenn man in Xela ist, kann man ganz viel Salsa oder Bachata tanzen. Das sollte man nicht verpassen, es macht echt riesen Spaß. Man kann auch ganz einfach mal zu den Hot Springs (Fuentes Georginas) gehen oder im Panorama Abendessen, mit einem wunderschönen Blick auf die Stadt.

An den Wochenenden habe ich immer AusflĂŒge gemacht, die entweder von der Schule, oder von der Organisation oder mit Freunden organisiert waren. Man hat unglaublich viele Möglichkeiten. Haben den Lago Atitlan, Monterrico, Antigua, Tikal, Xocomil und viele weitere Orte besucht. Es werden auch viele verschiedene Vulkanbesteigungen angeboten. Es war immer was los und man hat ganz einfach Leute gefunden die mit auf AusflĂŒge gehen, man war nie alleine. â˜ș
Zum Thema Sicherheit kann ich nur sagen: Wenn man die Regeln befolgt und immer mit Taxi oder einer Gruppe unterwegs ist, kann nichts passieren. Es ist alles gut, wenn man sich richtig verhĂ€lt, aber vorsichtig muss man natĂŒrlich trotzdem immer sein. ‹‹Unterkunft

In meiner ersten Familie habe ich mich nicht wohlgefĂŒhlt und habe beschlossen zu wechseln. Das war auch eine gute Entscheidung und ĂŒberhaupt kein großes Problem. Die zweite Familie war dann so liebevoll, dass ich sie jetzt schon sehr vermisse. Ich wurde mit offenen Armen empfangen und habe bei 3 Frauen gewohnt, Doña Veronica, ihrer Tochter und der Enkeltochter. Mit Hund und Papagei. Habe immer genĂŒgend Essen bekommen, auch an Sonntagen FrĂŒhstĂŒck und Abendessen, obwohl die Gastfamilie da eigentlich „frei“ von den Gastkindern ist. Das Haus war schön und immer sauber.

Projektarbeit

Meine Projektarbeiten haben mir auch sehr gefallen. In meinem ersten Projekt habe ich in einer Art Vorschule gearbeitet, die Lehrerin unterstĂŒtzt und die Gruppe beaufsichtigt in der ca. 20 Kinder aus armen Familien waren. In der Nachmittagsbetreuung gab es AktivitĂ€ten fĂŒr Straßenkinder. Diese Arbeit war lustig, aber auch nicht immer ganz so einfach fĂŒr mich weil mein Spanisch am Anfang noch nicht so gut war. Es war dann auch nicht einfach sie zu verstehen. Aber irgendwie hat das schon funktioniert.

Nach 4 Wochen startete dann mein zweites Projekt. An sich war diese Arbeit perfekt fĂŒr mich, genau das was ich mir gewĂŒnscht habe. Ein Projekt das Kindern und Erwachsenen mit verschiedenen Behinderungen verschiedene Therapien anbietet, wie zB. Physiotherapie oder Sprachtherapie. Leider gab es zu viele Mitarbeiter und zu wenige Patienten, somit haben wir Freiwilligen kaum Arbeit gehabt und deshalb habe ich entschieden zu wechseln, weil ich dort nicht gebraucht wurde.

Das dritte Projekt war ein Mutter-Kind-Heim und eine Art Zufluchtsort fĂŒr MĂ€dchen, die in ihrer Familie Gewalt ausgesetzt waren. In diesem Projekt wurde die Hilfe auch wirklich gebraucht. Am Anfang hatte ich Bedenken, weil ich Angst hatte ich könnte mich nicht integrieren, oder respektiert und ernst genommen werden, gerade weil wir deren Probleme eigentlich nicht kennen, ich dachte die MĂ€dchen und jungen MĂŒtter wĂŒrden bestimmt denken – Wieso sollten die Freiwilligen uns helfen können und wollen? Aber im Endeffekt waren sie ziemlich glĂŒcklich darĂŒber, da wir teilweise wirklich gute Freundinnen geworden sind und wir einfach mit ihnen Zeit verbracht haben und uns um ihre Babys gekĂŒmmert und AktivitĂ€ten gemacht haben. Wir haben ihnen zum Beispiel etwas Englisch beigebracht. Es war eine richtig schöne Zeit in dem Projekt und ich wĂ€re da gerne noch lĂ€nger geblieben. Aber da die Zeit gerast ist, musste ich ja schon wieder nach Hause fliegen. Der Abschied des Projekts war auch wirklich traurig. Ich hoffe sehr dass ich in der Zukunft irgendwann wieder zu diesem Projekt zurĂŒckkehren kann.

Einen Kulturschock hatte ich nicht, da ich wahrscheinlich schon geahnt habe was auf mich zukommt. Wenn man sich aber an alles gewöhnt hat, kann man sich vorstellen lÀnger dort zu wohnen.

‹Guatemala

Guatemala ist ein kunterbuntes Land, das sehr reich an Traditionen ist. Das Land ist sehr vielfĂ€ltig und die Natur ist beeindruckend. Das Wetter ist in den verschiedenen Orten sehr unterschiedlich, deshalb sollte man wirklich am Besten alles an Kleidung mitnehmen, von Winterjacke bis Bikini. Die Menschen sind unglaublich freundlich. Es gibt viele MĂ€rkte, Feste und Feiertage. Am meisten hat mir das Tanzen gefallen und die AusflĂŒge mit meinen Freunden. Essen gehen und sehr sehr leckere Smoothies trinken war auch immer schön. Der Ausflug auf den Vulkan Tajumulco war fĂŒr mich eines der Highlights. Auf 4220m Höhe den Sonnenaufgang zu sehen war ein echt tolles Erlebnis und ein aufregendes, anstrengendes Abenteuer.



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