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Freiwilligenarbeit Guatemala - Kerstin

 
Organisation und Betreuung vor der Abreise

Ich fühlte mich bei euch gut aufgehoben, habe unzählige Fragen gestellt :). Mein Reiseland entstand schließlich auch aus ihrer Beratung und meinen zugegebenermaßen sehr einschränkenden Vorgaben. Schwierig war für mich nur, im Vorfeld herauszufinden, welche Tätigkeiten ich vor Ort im Projekt übernehmen werde. Wenn ich mich recht erinnere, habe ich darauf keine Antwort bekommen. (Laura dazu: „Eine Antwort gab es schon, nur leider hatte ich die Frage falsch verstanden. Wenn euch also etwas unklar ist, fragt lieber immer nochmal nach!“)

Hilfreich fand ich den Sprachführer mit Informationen zum Land an sich und zu Eigenheiten, Bräuchen, etc. Was mir nicht wirklich weitergeholfen hat, waren die Kontakte zu einer Agentur für die Buchung von Flügen und der Kontakt zu einem Versicherungsmakler für Reiseversicherungen. Ersteres war einfach zu teuer – mein letztendlich selbst gesuchter Flug kostete dann etwa die Hälfte (über flighttix kann ich empfehlen). Die Versicherungen waren eher auf längere Auslandsaufenthalte zugeschnitten, so dass auch das nicht für mich in Frage kam.

Organisation und Betreuung im Zielland

Der Start war zugegebenermaßen etwas holprig: Ich dachte, dass ich nach einem Alamo Bus am Flughafen suchen muss, statt dessen habe ich dann mit meinem wenigen Spanisch verstanden, dass ich zur Busstation ein Taxi nehmen muss. Ansonsten wurde ich von der Endstation des Buses von Juan Mario und Petra abgeholt und erst zur Schule und dann zur Gastfamilie gebracht. Die Gastfamilie hatte ihr Haus direkt neben der Schule – ein Traum. Ansonsten habe ich von den Partnern, dadurch, dass Petra auch in der Schule tätig ist, quasi immer einen Ansprechpartner um die Ecke gehabt oder Juan Mario war telefonisch erreichbar – die beiden haben sich wirklich große Mühe gegeben. Ich habe sie gebeten, auch meinen Rücktransport von der Finca zum Flughafen mit Zwischenstopp und Aufenthalt in Antigua zu organisieren, sowie einen Ausflug zum Lago de Atitlan. Preislich war das für mich absolut in Ordnung – sie haben mich zum See tatsächlich auch selbst gebracht und wieder abgeholt, weil das einfacher war, als einen Transport zu organisieren.

Die Hotels, die sie ausgesucht hatten waren super und mit vielen Tipps und Infos zum Land haben sie mich auch versorgt. Der Partner in Guatemala ist also wirklich sehr zu empfehlen – sie kümmern sich um ihre Schützlinge, geben viele Tipps, sind im Notfall immer verfügbar und für mich perfekt – beide sprechen auch Englisch.

Die Unterkunft und Sprachschule in Xela

Den organisierten Sprachkurs fand ich super: jeder Schüler hat seinen eigenen Lehrer, so dass der Lernfortschritt deutlich schneller entsteht. Die Schule an sich ist ebenfalls toll – mit Internet, Kaffee, Tee und Brot for free, einer tollen Atmosphäre und schönen Ausflügen. Im Nachhinein hätte mein Spanischkurs wohl auch 2 Wochen dauern können, das hätte wohl nicht geschadet – 1 Woche war bei mir auf alle Fälle aber notwendig Die Gastfamilie in Xela war sehr nett, die Unterkunft wirklich absolut in Ordnung, sauber, geräumig und das Essen gut. Als Vegetarier hatte ich erstaunlicherweise in Guatemala nie Schwierigkeiten.

Die Unterkunft während der Projektarbeit

Auf der Finca Santa Anita war ich im Casa Grande – dem Hotel – untergebracht. Ursprünglich war angedacht, in eine der Familien zu ziehen. Ich habe mich aber im Hotel wohlgefühlt – auch als ich dann ein paar Tage alleine dort gewohnt habe. Anfangs war noch eine Gruppe Kanadier da, von denen die Lehrer im Hotel wohnten, zwischendurch eine Horde Amerikaner, so dass ich mein Zimmer aus Platzmangel räumen musste und eine Nacht in der Putzkammer verbracht habe – kein Problem.
Projektarbeit

Ich half in der Familie, in der ich aß und war zunächst beim „projecto gallinas“ im Hühnerstall beim Suchen von Eiern, Einstreuen, Tiere versorgen und putzen. Dann war ich mehrere Tage mit dem Tragen von Brennholz (um in der Küche Feuer zu haben) vom Land der Familie zum Haus beschäftigt. Außerdem verantwortete ich immer nachmittags die Bibliothek der Finca, öffnete, betreute die Kinder, las ihnen vor, spielte mit ihnen und hielt Ordnung. Kinder zu beschäftigen und dann nach Fortschritten in Spanisch wieder nichts zu verstehen (warum auch immer), brachten mich dann zu dem Punkt, dass ich mich mehr als überflüssig fühlte und überlegte, die Projektarbeit abzubrechen. Mit Kindern wollte ich eigentlich nicht arbeiten, Erntetätigkeiten standen nicht an (Kaffee zum Beispiel immer von Oktober bis Dezember).

Letztendlich hat mich die Herzlichkeit der Menschen vor Ort dort gehalten. Sie haben sich sehr emotional von der kanadischen Gruppe verabschiedet und ein richtiges Fest veranstaltet, für das ich mit den Vorbereitungen geholfen hatte. Auch bei der amerikanischen Gruppe war ich letztendlich in der Küche und im Service im Einsatz und beim Aufräumen und Abwaschen später. 2 Tage habe ich außerdem in der Escualita einer Mischung aus Hort und Vorschule mitgeholfen. Tatsächlich war es hier so, dass ich das Gefühl hatte, dass die Kinder sich sehr freuen, wenn ich da bin und ich da auch wirklich mitarbeiten kann. Gearbeitet habe ich zwischen 2,5 bis 10h am Tag – abhängig von der Tätigkeit und wem ich zugeordnet war.

Ansonsten hat mich aber wie gesagt, die Herzlichkeit der Personen da sehr begeistert, das Essen in den Familie war ebenfalls gut. Einer der Männer hat mich letztendlich auch auf meiner Rückreise begleitet, weil ich nicht alleine zurück nach Xela fahren wollte.

„Kulturschock“?!

Der Kulturschock im amerikanischen Hotel von Wegwerf-Plastik-Tellern zu essen war eigentlich größer als in Guatemala selbst. Es hat 2-3 Tage gedauert, sich nicht mehr fremd zu fühlen, aber einen Kulturschock hab ich nicht erlebt.

Dein Zielland und deine schönsten Erlebnisse dort

Guatemala – ein wirklich sehr, sehr reiches Land – zumindest reich an Natur, an schönen Orten, an freundlichen Menschen, an interessanter Geschichte. Kein Wunder also, dass sich von 2011 auf 2012 die Zahl an Touristen verzehnfacht hat. Dennoch ist es noch ursprünglich, selbst an touristischen Plätzen. Ich wurde täglich angesprochen und in Gespräche verwickelt – nicht, damit ich etwas kaufe, sondern einfach aus Interesse an meiner Person – sehr ungewohnt für einen Deutschen ;) Darüber hinaus gibt es natürlich auch aufdringliche Verkäufer, aber das empfand ich als okay. Die vielfältige Natur ist wirklich unglaublich.

Was ich gesehen habe und empfehlen kann:

Hike Tajumulco: 6h Aufstieg mit ca. 10kg Rucksack, Camping bei -5 Grad, 1h Gipfelklettern im Dunkeln; sprich: sehr anstrengend; der Ausblick auf ganz Zentralamerika bei Sonnenaufgang ist aber unbeschreiblich und entschädigt für einiges.

Hike Pacaya: 1,5h Aufstieg ohne Gepäck bei angenehmen Temperaturen auf einen aktiven Vulkan, interessant, toller Ausblick auf Antigua und weitere Vulkane und auch für Berganfänger wie mich geeignet.

Antigua: unglaublich schöne Stadt im spanischen Stil, sicher vor allem als Ausgangspunkt zu Guatemala Stadt geeignet

Letzendlich war die Geschichte der Finca für mich auch ein Highlight und sehr interessant.

... und alles, was du sonst noch gerne an andere weitergeben möchtest :)

Mitbringsel für die Gastfamilie und Finca kamen sehr gut an. :)

Das Buchen der Flüge hat mich ziemlich lange beschäftigt. Ideal war letztlich wirklich eine Kombination an Flügen und Transits – auch wenns nervt – so dass ich eine Nacht in Atlanta verbracht habe und am nächsten Tag halbwegs ausgeschlafen in Guatemala ankam. Auch am Tag anzukommen in Guatemala Stadt fand ich nicht verkehrt.

Für weitere Volunteers: Auf der Finca gibt es zwei kleine Shops, in denen man Süßes und auch Telefonkarten (Tigo) kaufen kann. Die Fahrt mit Chicken Bus und Pickup nach Xela ist eigentlich einfach, man sollte aber vielleicht erst mal eine Begleitung mitnehmen und es dann alleine wagen. Für einen Privattransport nach Xela verlangt man auf der Finca 400C, Chickenbus und Pickup kosten gesamt 16C und es dauert unwesentlich länger. Sicherheit in Guatemala: Gerade durch die diversen Webseiten und die Hinweise des Auswertigen Amts war ich etwas skeptisch wegen der Sicherheitslage. Laut der Partner in Guatemala hat sich diese in Xela deutlich verbessert. Ich habe keine gefährliche Situation erlebt, auf der ganzen Reise. Dennoch gibt es die natürlich und man sollte sich einfach darauf einstellen, etwas mehr auf seine Umgebung zu achten.

Lago de Atitlan: unglaublich schöner See, Panajachel als größte Stadt am See für Souvenirs, San Marcos La Laguna als Hippi-Zentrum für Ruhe und Entspannung



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