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Freiwilligenarbeit Ghana - Verena

 
Ghana war für mich ein großes Abenteuer. Erfüllend, intensiv und voller Eindrücke.

Gleich schon bei der Ankunft in Ghana bekam ich eine Art Kulturschock. Vom Winter in Europa aus dem ich gekommen war, ging´s zu 30, gefühlten 40 Grad, schwüle, staubige Luft und einer enormen Geräuschkulisse. Abgeholt wurde ich von meinen Mentoren, die mich auch während meines Aufenthaltes lieb betreut hatten. Bei all meinen Fragen konnten sie mir helfen, lernten mir einige Grundlagen des twi und brachten mich dann zu meiner Gastfamilie, die mich mit offenen Armen empfing. Ghanaer sind grundsätzlich sehr offenherzig und liebenswerte Menschen. Viele Leute sind zwar arm, wohnen nur in Lehmhütten mit Strohdächern oder Wellblech, aber doch schienen alle sehr glücklich.

Ich wohnte in einem ländlichen Gebiet ohne fließend Wasser, so hieß es morgens vor dem Duschen Wasser fetchen: Auf zum Brunnen, Wasser holen und dann eine Eimerdusche unter freiem Himmel –ungewohnt, aber erfrischend. Strom hatten wir auch nur unregelmäßig bis selten - war aber nicht weiter schlimm: Gekocht wurde mit Kohle und für Licht am Abend sorgten Taschenlampen oder Kerzen.
Von Montag bis Freitag ging ich dann ins Waisenheim. Schon auf dem Weg dorthin wurde ich überall als Weiße bestaunt und wo immer ich auch hinging, von obruni- Rufen begleitet.

Obruni ist für Ghanaer ein Synonym für weiß, schön und reich. Überall und bei allem wurde ich beobachtet, jeder wollte mit mir reden und mich anfassen.

Das Waisenheim war eine Unterkunft für mehr als 40 Kinder, deren Eltern entweder gestorben waren, oder nicht für sie sorgen konnten. Es ist eine Einrichtung, die vielfach durch Spenden finanziert wird und armen Kindern Unterkunft, Essen und Bildung ermöglicht.

Mit der Zeit lernte ich auch die Kinder besser kennen, schon morgens wurde ich von den Kleinen erwartet und habe ihnen dann beim Waschen oder Spülen geholfen, oder einfach nur mit ihnen gespielt; die Lebensfreude war umwerfend und deren Lächeln wertvoller als Geld es je sein könnte.

In Ghana hatte ich eine unglaublich schöne Zeit, voller Eindrücke und alles an sich war ein großes Abenteuer.

Zwar war es am Ende schwer, die Kleinen zurückzulassen, aber wenn ich jetzt noch an die Zeit in Ghana zurückdenke schlägt mein Herz schneller und ich habe ein Lächeln auf den Lippen.


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