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Freiwilligenarbeit Costa Rica - Thomas

Termine

August
  • 23. August, 16 Uhr, Online-Infoabend
September
  • 20. September, 14-18 Uhr, "Neugierig auf die Welt", Hanau
  • 22. September, 10-16 Uhr, Jugendbildungsmesse, Köln
  • 29. September, 10-15 Uhr, Youth Education & Travel Fair, Wien

Details und weitere Termine findest du hier!

 
Meine 10 Wochen Schildkrötenprojekt an der KaribikkĂŒste

Mein Abenteuer begann Mitte Februar 2015. Als ich nach meinem langen Flug in San Jose ankam, wartete der Taxi-Fahrer, der von der Organisation gestellt wurde, schon am Ausgang mit einem Schild auf mich. Dieser hat mich dann zum Hostel gefahren, wo ich dann eine Nacht verbracht hab und hat mich dann auch am nĂ€chsten Tag zur Busstation, wo er sich bestens drum gekĂŒmmert hat, dass alles glatt lĂ€uft und ich auch sicher in Siquirres ankomme. Dort hat uns, einen anderen Freiwilligen und mich, der Luis, der Camp Leiter, abgeholt und ist mit uns ins Camp gefahren. Transfer und Abholung war also alles top und ist alles gut gelaufen.

Im Camp angekommen, haben sich auch die paar Leute, die schon da waren (der Nachbar, die zwei Koordinatoren und die einzige Freiwillige, die schon da war) direkt vorgestellt, haben mir das Camp und die Umgebung gezeigt und waren allgemein alle sehr freundlich zu mir. Das Camp mag zwar verglichen zu europĂ€ischen Standards etwas rustikal rĂŒberkommen, man gewöhnt sich aber schnell daran (hat bei mir 10 Minuten gedauert).

Die Verpflegung dort war ein einziger Traum. Gekocht hat der Luis fĂŒr uns und da er selber nichts von der Idee hĂ€lt, einfach jeden Tag Reis und Bohnen zu machen, hat er sich immer extra MĂŒhe gegeben, fĂŒr uns etwas Leckeres und Abwechslungsreiches zu kochen. Ab und zu war die Menge etwas gering, da deutsche Jungs etwas mehr essen als Ticos, aber darĂŒber musste man einfach ein kurzes GesprĂ€ch mit Luis fĂŒhren und er hat daraufhin sein Bestes gegeben die VorschlĂ€ge/Kritiken sich zu Herzen zu nehmen und die Situation zu verbessern.

Gearbeitet wurde morgens ein bisschen im Garten und im Haus, dann nachmittags am Strand oder wieder im Garten und abends/nachts ging es dann auf Patrouille von 20-24 Uhr oder 0-4 Uhr. (Man musste nicht jeden Tag alles machen, da man am Morgen frei bekommen hat wenn man nachts auf Patrouille war, was nur so jede dritte Nacht war). Der Arbeitsplan hat sich aber von Woche zu Woche verĂ€ndert, da die Anzahl von Freiwilligen immer variiert. Wenn man irgendwelche ArbeitsprĂ€ferenzen hatte, so konnte man die auch immer mitteilen und unser Arbeitskoordinator hat sein Bestes gegeben diese zu berĂŒcksichtigen.

Ich zum Beispiel bin liebend gern nachts auf Patrouille gegangen und hab auch gern im Garten gearbeitet, hingegen war es ĂŒberhaupt nicht meins im Haus oder in KĂŒche zu arbeiten. Da war aber auch jeder anders, wodurch jeder fast immer die Arbeit machen konnte die er oder sie wollte.

Freizeit hatte man nicht zu wenig, wodurch es ab und zu etwas langweilig wurde, aber man doch sehr hĂ€ufig einfach mal das Pura Vida in der Karibik genießen konnte. Obwohl das Camp relativ weit von der nĂ€chsten Zivilisation entfernt war und man sich öfters mal wie auf einer einsamen Insel vorkam (was es auch so ein bisschen war, da man nur mit einem Boot hin oder weg kam) so hat es doch nicht an FreizeitaktivitĂ€ten gemangelt, wie zum Beispiel mit den einheimischen Ticos Fußball oder Volleyball spielen. FĂŒr viele andere Sachen war der Nachbar (der Chapu, der sich aber immer als Mauricio vorstellt) der richtige Ansprechpartner. Mit ihm waren wir öfters mal angeln, haben uns auch eigene HĂŒhner gekauft und diese als Haustiere gehalten und vieles mehr. Außerdem gibt es 300 Meter den Weg lang das Casa de Coco, welches von der aus Minnesota stammenden Sharry betrieben wird, die dort ein paar Snacks und selbstgemachten Schmuck (Ketten, ArmbĂ€nder, Ohrringe usw.) verkauft. Dort konnte man auch gerne mal einen ganzen Nachmittag verbringen, wenn man vielleicht mal etwas Abstand zu Camp braucht, da sie und ihr Mann sehr gesprĂ€chige Menschen sind und viele interessante Sachen ĂŒber die Insel, das Camp und die Schildkröten zu erzĂ€hlen haben.

TagesausflĂŒge sind auch machbar, ist aber relativ kompliziert, da die ganze Organisation mit dem Boot und dem Bus etwas aufwĂ€ndiger ist und man dadurch viel Zeit verliert und es kostspielig sich nicht lohnt. Deswegen sind WochenendausflĂŒge mehr zu empfehlen, da diese sich auch viel mehr lohnen und man auch an coolere Orte fahren kann (wie zum Beispiel Puerto Viejo). Ein ganzes Wochenende zu fehlen ist auch kein Problem im Camp. Man muss das Ganze einfach mit Luis und den Koordinatoren absprechen. (Wenn ihr etwas lĂ€nger im Camp seid, so 4 Wochen oder mehr, dann ist so ein Wochenendtrip wirklich zu empfehlen, da es auch mal wieder gut tut aus dem Camp zu fahren und wo anders zu sein).

An der Betreuung im Camp oder von der Organisation hab ich an sich nichts auszusetzen. Mir ist in den 10 Wochen aber auch nichts Ernsthaftes passiert, sodass ich das auch schlecht beurteilen kann, aber nachdem was mir die Anderen erzĂ€hlt haben, waren sie auch alle sehr zufrieden mit der Betreuung. Das Projekt ist noch ein sehr junges Projekt, wodurch es alles andere als makellos ist. Es gibt immer irgendetwas, was nicht funktioniert oder Etwas, was man Ă€ndern oder dran arbeiten muss. FĂŒr mich wurde es aber dadurch das Abenteuer, welches ich gesucht hatte, da es dadurch nie zu einem konstanten Alltag kam, da jeder Tag anders war und es jedes Mal eine neue Herausforderung gab, die wir ĂŒberwĂ€ltigen mussten. Dies hat die Freiwilligenarbeit auch viel spannender gemacht, da man mitgeholfen hat dieses Projekt mit aufzubauen und man selber einen sichtbaren Teil fĂŒrs Große und Ganze beigetragen hat, wodurch man auch immer das gute GefĂŒhl bekommen hat, dass man etwas Produktives bewirkt hat.

Mit den Ticos dort habe ich mir sehr gut verstanden, da sie alle sehr freundlich und nett sind und aufgrund dessen, dass ich dort etwas lĂ€nger war habe ich mich natĂŒrlich mit sehr vielen dort sehr gut angefreundet. Außerdem sind die Leute dort sehr gesprĂ€chig und gesellig, fragen einen zum Beispiel immer ob du mit Fußball und freuen sich auch jedes Mal wenn du ja sagst. Mit den anderen Freiwilligen und Koordinatoren habe ich mich auch richtig gut verstanden, da wir alle eine Ă€hnliche MentalitĂ€t teilten, wodurch wir uns eigentlich immer schon nach wenigsten Tagen bestens angefreundet haben und den ganzen Tag immer viel Spaß hatten. Was mein Kulturschock und Heimweh anging, muss ich sagen hatte ich vielleicht 10 Minuten in San Jose im Hostel, aber sobald ich im Camp ankam war auch schon alles weg und kam auch nie wieder, da die Aura und die Stimmung dort wirklich ĂŒberwĂ€ltigend war und auch dort jeder sein bestens versucht dir eine wirklich schöne Zeit zu bescheren.

Abschließend kann ich nur sagen, ist der Ort dort, das was vielleicht am nĂ€chsten an eine paradiesische Insel kommt, aufgrund der Umgebung mit dem Strand, den Palmen, den Meer und so weiter. Es ist nicht die Karibik, die der Windows-Screensaver zeigt, aber dadurch, dass es fast Natur pur ist, kann man sich dort genauso gut wohl fĂŒhlen und einfach mal fĂŒr ein paar Wochen abschalten und sich vom deutschen Alltag verabschieden.

Hier mal ein paar Tipps fĂŒr euch:
Einfach nichts erwarten. Geht einfach vom Schlechtesten aus und lasst eure Erwartungen ĂŒbertreffen.

Versucht immer eine positive Einstellung zu behalten. Es wird nie alles so sein wie man es gerne hĂ€tte, es hilft aber sehr solche Sachen einfach mal zu ertragen und sie weg zu lĂ€cheln. Denn je mehr man sich ĂŒber alles aufregt, desto weniger Spaß wird man im Projekt haben. Kurz gesagt einfach öfters mal lachen und Sachen nicht so ernst nehmen, klingt banal funktioniert aber.

Versucht euch so viel wie möglich zu integrieren und euch mit anderen an zu freunden, denn je mehr man sich von der Menge abtrennt, desto unwohler fĂŒhlt man sich und dadurch kommen Sachen wie Heimweh und so weiter wieder. Denn je mehr Familie/Freunde man dort findet, desto unvergesslicher wird die Zeit dort und desto glĂŒcklicher ist man dort jeden Tag.

Falls ihr noch weitere Fragen habt zu meinem Aufenthalt und meinen Erfahrungen im Projekt, schreibt mich einfach an. Ich kann euch sicher weiter helfen und euch paar Fragen beantworten, wie zum Beispiel zu der Packliste oder anderes.



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  • 23. August, 16 Uhr, Online-Infoabend
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  • 29. September, 10-15 Uhr, Youth Education & Travel Fair, Wien

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