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Freiwilligenarbeit Costa Rica - Thomas

 
Meine 10 Wochen Schildkrötenprojekt an der Karibikküste

Mein Abenteuer begann Mitte Februar 2015. Als ich nach meinem langen Flug in San Jose ankam, wartete der Taxi-Fahrer, der von der Organisation gestellt wurde, schon am Ausgang mit einem Schild auf mich. Dieser hat mich dann zum Hostel gefahren, wo ich dann eine Nacht verbracht hab und hat mich dann auch am nächsten Tag zur Busstation, wo er sich bestens drum gekümmert hat, dass alles glatt läuft und ich auch sicher in Siquirres ankomme. Dort hat uns, einen anderen Freiwilligen und mich, der Luis, der Camp Leiter, abgeholt und ist mit uns ins Camp gefahren. Transfer und Abholung war also alles top und ist alles gut gelaufen.

Im Camp angekommen, haben sich auch die paar Leute, die schon da waren (der Nachbar, die zwei Koordinatoren und die einzige Freiwillige, die schon da war) direkt vorgestellt, haben mir das Camp und die Umgebung gezeigt und waren allgemein alle sehr freundlich zu mir. Das Camp mag zwar verglichen zu europäischen Standards etwas rustikal rüberkommen, man gewöhnt sich aber schnell daran (hat bei mir 10 Minuten gedauert).

Die Verpflegung dort war ein einziger Traum. Gekocht hat der Luis für uns und da er selber nichts von der Idee hält, einfach jeden Tag Reis und Bohnen zu machen, hat er sich immer extra Mühe gegeben, für uns etwas Leckeres und Abwechslungsreiches zu kochen. Ab und zu war die Menge etwas gering, da deutsche Jungs etwas mehr essen als Ticos, aber darüber musste man einfach ein kurzes Gespräch mit Luis führen und er hat daraufhin sein Bestes gegeben die Vorschläge/Kritiken sich zu Herzen zu nehmen und die Situation zu verbessern.

Gearbeitet wurde morgens ein bisschen im Garten und im Haus, dann nachmittags am Strand oder wieder im Garten und abends/nachts ging es dann auf Patrouille von 20-24 Uhr oder 0-4 Uhr. (Man musste nicht jeden Tag alles machen, da man am Morgen frei bekommen hat wenn man nachts auf Patrouille war, was nur so jede dritte Nacht war). Der Arbeitsplan hat sich aber von Woche zu Woche verändert, da die Anzahl von Freiwilligen immer variiert. Wenn man irgendwelche Arbeitspräferenzen hatte, so konnte man die auch immer mitteilen und unser Arbeitskoordinator hat sein Bestes gegeben diese zu berücksichtigen.

Ich zum Beispiel bin liebend gern nachts auf Patrouille gegangen und hab auch gern im Garten gearbeitet, hingegen war es überhaupt nicht meins im Haus oder in Küche zu arbeiten. Da war aber auch jeder anders, wodurch jeder fast immer die Arbeit machen konnte die er oder sie wollte.

Freizeit hatte man nicht zu wenig, wodurch es ab und zu etwas langweilig wurde, aber man doch sehr häufig einfach mal das Pura Vida in der Karibik genießen konnte. Obwohl das Camp relativ weit von der nächsten Zivilisation entfernt war und man sich öfters mal wie auf einer einsamen Insel vorkam (was es auch so ein bisschen war, da man nur mit einem Boot hin oder weg kam) so hat es doch nicht an Freizeitaktivitäten gemangelt, wie zum Beispiel mit den einheimischen Ticos Fußball oder Volleyball spielen. Für viele andere Sachen war der Nachbar (der Chapu, der sich aber immer als Mauricio vorstellt) der richtige Ansprechpartner. Mit ihm waren wir öfters mal angeln, haben uns auch eigene Hühner gekauft und diese als Haustiere gehalten und vieles mehr. Außerdem gibt es 300 Meter den Weg lang das Casa de Coco, welches von der aus Minnesota stammenden Sharry betrieben wird, die dort ein paar Snacks und selbstgemachten Schmuck (Ketten, Armbänder, Ohrringe usw.) verkauft. Dort konnte man auch gerne mal einen ganzen Nachmittag verbringen, wenn man vielleicht mal etwas Abstand zu Camp braucht, da sie und ihr Mann sehr gesprächige Menschen sind und viele interessante Sachen über die Insel, das Camp und die Schildkröten zu erzählen haben.

Tagesausflüge sind auch machbar, ist aber relativ kompliziert, da die ganze Organisation mit dem Boot und dem Bus etwas aufwändiger ist und man dadurch viel Zeit verliert und es kostspielig sich nicht lohnt. Deswegen sind Wochenendausflüge mehr zu empfehlen, da diese sich auch viel mehr lohnen und man auch an coolere Orte fahren kann (wie zum Beispiel Puerto Viejo). Ein ganzes Wochenende zu fehlen ist auch kein Problem im Camp. Man muss das Ganze einfach mit Luis und den Koordinatoren absprechen. (Wenn ihr etwas länger im Camp seid, so 4 Wochen oder mehr, dann ist so ein Wochenendtrip wirklich zu empfehlen, da es auch mal wieder gut tut aus dem Camp zu fahren und wo anders zu sein).

An der Betreuung im Camp oder von der Organisation hab ich an sich nichts auszusetzen. Mir ist in den 10 Wochen aber auch nichts Ernsthaftes passiert, sodass ich das auch schlecht beurteilen kann, aber nachdem was mir die Anderen erzählt haben, waren sie auch alle sehr zufrieden mit der Betreuung. Das Projekt ist noch ein sehr junges Projekt, wodurch es alles andere als makellos ist. Es gibt immer irgendetwas, was nicht funktioniert oder Etwas, was man ändern oder dran arbeiten muss. Für mich wurde es aber dadurch das Abenteuer, welches ich gesucht hatte, da es dadurch nie zu einem konstanten Alltag kam, da jeder Tag anders war und es jedes Mal eine neue Herausforderung gab, die wir überwältigen mussten. Dies hat die Freiwilligenarbeit auch viel spannender gemacht, da man mitgeholfen hat dieses Projekt mit aufzubauen und man selber einen sichtbaren Teil fürs Große und Ganze beigetragen hat, wodurch man auch immer das gute Gefühl bekommen hat, dass man etwas Produktives bewirkt hat.

Mit den Ticos dort habe ich mir sehr gut verstanden, da sie alle sehr freundlich und nett sind und aufgrund dessen, dass ich dort etwas länger war habe ich mich natürlich mit sehr vielen dort sehr gut angefreundet. Außerdem sind die Leute dort sehr gesprächig und gesellig, fragen einen zum Beispiel immer ob du mit Fußball und freuen sich auch jedes Mal wenn du ja sagst. Mit den anderen Freiwilligen und Koordinatoren habe ich mich auch richtig gut verstanden, da wir alle eine ähnliche Mentalität teilten, wodurch wir uns eigentlich immer schon nach wenigsten Tagen bestens angefreundet haben und den ganzen Tag immer viel Spaß hatten. Was mein Kulturschock und Heimweh anging, muss ich sagen hatte ich vielleicht 10 Minuten in San Jose im Hostel, aber sobald ich im Camp ankam war auch schon alles weg und kam auch nie wieder, da die Aura und die Stimmung dort wirklich überwältigend war und auch dort jeder sein bestens versucht dir eine wirklich schöne Zeit zu bescheren.

Abschließend kann ich nur sagen, ist der Ort dort, das was vielleicht am nächsten an eine paradiesische Insel kommt, aufgrund der Umgebung mit dem Strand, den Palmen, den Meer und so weiter. Es ist nicht die Karibik, die der Windows-Screensaver zeigt, aber dadurch, dass es fast Natur pur ist, kann man sich dort genauso gut wohl fühlen und einfach mal für ein paar Wochen abschalten und sich vom deutschen Alltag verabschieden.

Hier mal ein paar Tipps für euch:
Einfach nichts erwarten. Geht einfach vom Schlechtesten aus und lasst eure Erwartungen übertreffen.

Versucht immer eine positive Einstellung zu behalten. Es wird nie alles so sein wie man es gerne hätte, es hilft aber sehr solche Sachen einfach mal zu ertragen und sie weg zu lächeln. Denn je mehr man sich über alles aufregt, desto weniger Spaß wird man im Projekt haben. Kurz gesagt einfach öfters mal lachen und Sachen nicht so ernst nehmen, klingt banal funktioniert aber.

Versucht euch so viel wie möglich zu integrieren und euch mit anderen an zu freunden, denn je mehr man sich von der Menge abtrennt, desto unwohler fühlt man sich und dadurch kommen Sachen wie Heimweh und so weiter wieder. Denn je mehr Familie/Freunde man dort findet, desto unvergesslicher wird die Zeit dort und desto glücklicher ist man dort jeden Tag.

Falls ihr noch weitere Fragen habt zu meinem Aufenthalt und meinen Erfahrungen im Projekt, schreibt mich einfach an. Ich kann euch sicher weiter helfen und euch paar Fragen beantworten, wie zum Beispiel zu der Packliste oder anderes.



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