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Freiwilligenarbeit China - Jianing

 

Jianing zu Besuch bei den Pandas!

Die Organisation vor der Abreise hat sich überaus angenehm und unkompliziert gestaltet. In den Unterlagen, die uns zugesandt worden sind, wurden alle (überlebens-) notwendigen Adressen und Kontaktdaten im Zielland aufgeführt, sowie entsprechende Tipps zum Visumsantrag, Benimmregeln, Kleidung, Geldwechsel etc. zusammen gefasst. Damit vorbereitet und ausgerüstet, brauchte nur noch der Urlaub zu beginnen.

In den Flieger gestiegen und ca. zwölf Stunden später - waren wir in Chengdu/China angekommen. Mit Temperaturen um 37°C und hoher Luftfeuchtigkeit genau das Augustsommerwetter in der Region, und nochmal eine ziemliche Ecke heißer als wir es für gewöhnlich gewohnt sind in Europa. Am Flughafen von Chengdu wurden wir von einem Fahrer abgeholt, der uns in unser Hostel in Chengdu brachte. Dort angekommen wurden wir von unserem local guide in Empfang genommen, die super Englisch sprach, und uns erstmal auf einen kleinen Spaziergang durch die „Innenstadt“ von Chengdu geführt (in einer 12 Millionen Stadt ist es gar nicht einfach, von der Innenstadt zu reden). Schließlich schlug sich der Jetlag dann am frühen Nachmittag doch durch. Nach einer kleinen Siesta im Hostel gab es unser erstes Abendessen in China – sehr interessant, weil so anders als das chinesische Essen, das man hier kennt. Im Hostel haben wir das Zimmer mit einem anderen chinesischen Touri geteilt. Das Hostel war auf jeden Fall sehr sauber, und das Personal war jederzeit hilfsbereit und sprach sehr gutes Englisch, so dass Tipps zum Einkaufen oder Ausgehen schnell erfragt werden konnten. Nach einer sehr geruhsamen Nacht im Hostel in Chengdu ging es am nächsten Tag mit unseren Mitstreitern in die Berge zur Panda-Base in Bifengxia.

Am Tag der Ankunft konnten wir erstmal das Panda-Camp mit unserem Guide erkundschaften. Die Unterkunft in Bifengxia bestand jeweils auf Zweier-Zimmer mit eigener Toilette (kein europäische Klo, chinesisches Plumpsklo) und Dusche. Zunächst etwas gewöhnungsbedürtig, aber nach zwei Nächten hat man sich sehr schnell an die Standards gewöhnt. In der Unterkunft wurden Frühstück, Mittag und Abendessen serviert. Das Essen war gut und auch reichlich vorhanden, aber durch die Wiederholung der Gerichte wuchs schnell der Appetit nach Abwechselung.

Am dritten Tag schließlich konnte endlich die „Arbeit“ beginnen. Eingekleidet in unseren volunteers overalls und angeführt von unseren „carers“, Mitarbeiter des Camps, die für die Fürsorge der Pandas zustädig waren, ging es von nun an jeden morgen in die Gehege der Pandas, und es wurde geputzt und sauber gemacht, damit es unser allerliebsten Bären es sauber und gemütlich hatten. Meist waren es Teams von einem carer und vier volunteers, und die Arbeit war für gewöhnlich in einer halben bis dreiviertel Stunde erledigt. Zur Mittagszeit gab es die erste Fütterung der Pandas, bevor es zur eigenen (Selbst-)fütterung in der Unterkunft kam, dann erfolgten am Nachmittag noch zwei Fütterungen. Der gewöhnliche Arbeitstag war somit um ca. 16.30h vorbei. In den Pausen zwischen den Fütterungen hatten wir aber reichlich Gelegenheit, das Camp, andere Pandas, andere volunteers, aber auch die Pfleger kennenzulernen. Über eine Zeit von zwei Wochen lernt man schließlich doch einige Dinge über Pandas kennen, die sie noch liebenswürdiger macht. Das Highlight ist sicherlich die Fütterung. Zwar wurden wir von unserem guide zu Beginn darauf aufmerksam gemacht, dass wir die Pandas nicht anfassen sollten, was zu Beginn auch keinesfalls leichtsinnig riskiert werden sollte. Es gibt durchaus einen guten Grund, dass immer eine Wand oder ein Gitter zwischen Mensch und Panda da ist.

Doch zwei Wochen sind eine gute Zeit, in der sich Mensch und Panda aneinander gewöhnen können, und je besser man die Bären kennt, umso besser lässt sich die Gefahr einschätzen. Schließlich waren wir nach einer Woche auch so weit, dass wir uns trauten, dem Panda bei der Fütterung zu streicheln oder den Rücken zu kraulen. Abhängig vom Pfleger, mit dem man unterwegs ist, bekommt man sehr viel Kontakt mit den Pandas erlaubt – oder auch nicht. Wir hatten das Pech, dass wir zu Beginn einen eher wenig motivierten Pfleger hatten, der uns (wenn überhaupt) nur das nötigste an Zeit mit den Pandas gelassen hatte und eigentlich eher schnell in seine Pause wollte. Der Großteil der Pfleger ist aber komplett anders drauf und viel freundlicher, was den Umgang mit den Pandas betrifft. Einer war sschließlich auch so nett, dass er uns eigenständig die Fütterung eines Pandas anvertraute, weil er in einem anderen Gehege zu tun hatte, aber uns durchaus damit zu verstehen gab, dass uns in unserem Umgang mit den Pandas vertraut. Auf jeden Fall waren zwei Wochen im Panda-Base die richtige Zeitspanne.

An dem Wochenende gab es von unseren Guides Tipps zu Ausflügen in der Umgebung vom Panda-Base und Wegbeschreibungen sowie einige Chinesisch-Brocken, mit denen man seinen Weg findet. Wir sind an dem Wochenende nach Leshan gefahren (ca.4 Stunden Bus von Bifengxia entfernt) und haben dort den berühmten Giant Buddha (ein Buddha, der vor zwei tausend Jahren in einem Bergfels eingemeißelt wurde).

Die definitiv schönste Sache an der Reise waren die Pandas. So nahe an den Pandas dran sein zu dürfen und mit der Mithilfe einen kleinen Teil dazu beigetragen haben zu können, dass es den Bären gut geht, macht einen Riesenspaß und trägt wesentlich zur eigenen Relaxtheit bei. Genau das Richtige für einen Aktivurlaub. Zudem ist die Berglandschaft in Bifengxia erholsam und angenehm anders als die Großstädte. Sofern man Chinesisch kann (oder aber auch nur paar Brocken spricht), lernt man in den Bergen sehr schnell Einheimische kennen, die alle freundlich und herzlich auf einen zukommen und sich für eine interessieren. Das sind die Pfleger, unsere Guides, die Einheimischen, die in den Bergen wohnen – die Zeit, die wir mit diesen Menschen verbacht haben, verfestigen sich zu sehr schönen Impressionen, an die wir nach der Rückkehr immer gerne zurückblicken werden.



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