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Freiwilligenarbeit Argentinien - Laura

Termine

Juli
  • 19. Juli, 16 Uhr, Online-Infoabend
August
  • 15. August, 18 Uhr, Infoabend in Köln
  • 23. August, 16 Uhr, Online-Infoabend
September
  • 20. September, 14-18 Uhr, "Neugierig auf die Welt", Hanau
  • 22. September, 10-16 Uhr, Jugendbildungsmesse, Köln
  • 29. September, 10-15 Uhr, Youth Education & Travel Fair, Wien

Details und weitere Termine findest du hier!

 
Buenos Aires- The place to be

Wo soll ich anfangen?

Die 3 Monate in der Hauptstadt Argentiniens waren vielseitig, aufregend und jeden Tag war etwas anderes los.
Ich hatte keine besonderen Vorkenntnisse was mein Spanisch anbelangt (Note 5 im Gymnasium) und war vorher noch nie in SĂŒdamerika aber trotzdem, vielleicht auch gerade deswegen, wollte ich in diesen Kontinent, vor allem aber in diese Stadt reinschnuppern.
Organisiert von Auszeit Weltweit wurde mir das auch sehr einfach gemacht. Von der Wohnung ( die man sich mit internationalen VolontÀren teilt ) bis zum Arbeitsplatz und der Ansprechpartner vor Ort war alles schon geklÀrt. Ich musste mich sozusagen nur noch ins Flugzeug setzen.

Dort angekommen, an einem heißen Januartag, holte mich ein Transferservice vom Flughafen, und setzte mich in meiner Wohnung, die wirklich sehr zentral gelegen ist, ab. Dort traf ich auf andere VolontĂ€re, mit denen ich mich trotz 14stunden Flug sogleich ins GetĂŒmmel der Stadt stĂŒrzte, schon allein um die SupermĂ€rkte in der Gegend zu sondieren, denn ein Abendbrot brauchte ich ja auch.
Auf der Stelle verliebte ich mich in diese Stadt.

In der Hauptstraße Av. del Libertador, ca. eine Gehminute von unserem Wohnort entfernt, ist stĂ€ndig etwas los: Demonstrationen, durch die Straßen hetzende GeschĂ€ftsmĂ€nner- und Frauen und ja, auch MĂ€nner die einem Hinterherpfeifen oder juchzen. Wir wurden uns unter den VolontĂ€ren schnell einig, dass das ein nicht zu unterdrĂŒckender Reflex sein muss, ein Ausruf, aber sicher keine Beleidigung und auch nicht wirklich Ernstzunehmen.

SpĂ€ter im GesprĂ€ch mit Einheimischen wurde diese Ansicht auch unterstĂŒtzt. Und auch als die Sonne in den Rasterförmig angelegten Einbahnstraßen zwischen den sechsstöckigen AltbauhĂ€usern unterging, nahm das Brausen der Stadt und der 1001 Buslinien nicht ab.
Ich arbeitete in einem Kinderheim.

Hier erwartete mich eine andere RealitĂ€t. Villa de Mayo ist ein verschlafenes Örtchen außerhalb Buenos Aires, in dem von 11 bis 15 Uhr noch Siesta gehalten wird. Die Kinder die ich zu betreuen hatte kamen aus sozial extrem schwachen Familien. Drogenmissbrauch, Gewalt und ein Leben auf der Straße hatten diese 2- 10 JĂ€hrigen schon miterlebt. Dementsprechend verhielten sie sich auch und meine Aufgabe war es ihnen andere LösungsansĂ€tze als Gewalt und Wut zu zeigen. In der Einrichtung lebten 11 Kinder, ich passte aber vor allem auf zwei vierjĂ€hrige Jungs auf, die wirklich keine Goldengel waren. Wer sich entscheidet mit Kindern aus zerrĂŒtteten FamilienverhĂ€ltnissen zu arbeiten, sollte sich auf Beleidigungen und Ungehorsam einstellen.

Es ĂŒberraschte mich aber wie emsig die Kleinen sich entwickelten. Sie brachten sich alleine Radfahren bei und weinten nicht wenn sie sich mal wieder den gesamten Unterarm aufgeschĂŒrft hatten. Hier war mein Einsatzgebiet: Ihnen zeigen, dass sie sehr wohl weinen dĂŒrfen und dass jemand fĂŒr sie da ist der sich fĂŒr sie interessiert. Zuviel darf man hier aber nicht erwarten, frĂŒhkindliche PrĂ€gung ist stĂ€rker als ein VolontĂ€r, der mal eben fĂŒr drei Monate drei mal die Woche vorbeikommt. Aber meine Devise ist: Steter Tropfen höhlt den Stein, auch wenn meine Arbeit nur ein Tropfen auf den heißen Stein ist, so hoffe ich doch auf meinen Nachfolger, der meiner Arbeit weiterfĂŒhrt. Die Betreuerin die meistens mit hĂ€uslichen Arbeiten wie Kochen (fĂŒr 13- 15 Personen!) und Putzen genug Arbeit hatte, war sehr froh ĂŒber meine Hilfe und stand mir auch immer mit Rat und Tat zur Seite.

Die Arbeitszeitenregelung war ziemlich locker. So konnte ich vorab mit der Chefin der Einrichtung meine Zeiten festlegen und wollte ich mal eine Busreise zu den WasserfÀllen von Iguazu unternehmen, war ich darin vollkommen frei. Auch meine Schwester die zu Besuch kam, konnte ich ohne Weiteres mit zur Arbeit nehmen, Sie wurde sehr herzlich empfangen.
Bis heute habe ich noch mit vielen Argentiniern und anderen VolontĂ€ren Kontakt. Ich teile mit ihnen einer meiner schönsten Zeiten in denen ich sowohl eine Menge Spaß hatte, als auch viel gelernt habe.
Mir ist jetzt eine gesamte Kultur nÀher!

Ich habe Tango getanzt, und zwar dort wo die Portenos hingehen, ich habe im Park gesessen und Matetee getrunken, ich kenne die Kunstwelt und die politischen Ansichten der Menschen dort.

Ach ja- und Spanisch kann ich auch.
Und das fließend.

Oder sagen wir lieber Castellano, denn so nennen die Argentinier ihr Spanisch.

Das alles hÀtte ich in meinem ollen Gymnasium nie gelernt.

Laura



Termine

Juli
  • 19. Juli, 16 Uhr, Online-Infoabend
August
  • 15. August, 18 Uhr, Infoabend in Köln
  • 23. August, 16 Uhr, Online-Infoabend
September
  • 20. September, 14-18 Uhr, "Neugierig auf die Welt", Hanau
  • 22. September, 10-16 Uhr, Jugendbildungsmesse, Köln
  • 29. September, 10-15 Uhr, Youth Education & Travel Fair, Wien

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