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Farmarbeit Schweiz - Mona

Erfahrungsbericht Schweiz

Als ich den Entschluss gefasst hatte, dass ich nach dem Abschluss meiner Ausbildung zur Heilerziehungspflegerin reisen und dabei in der Landwirtschaft arbeiten möchte, begann ich mich nach offenen Stellen umzusehen. Am liebsten wollte ich auf einem Bergbauernhof oder auf einer Alp arbeiten – Berge faszinieren mich. Doch die Suche war nicht gerade von Erfolg gekrönt. Da meine Lehre noch bis Ende Juli gehen würde, konnte ich erst ab August zusagen. Dies erschwerte mir die Suche.

Per Zufall kam ich auf die Internetseite von Auszeit Weltweit. Diese Seite weckte sofort mein Interesse. Bei Sichtung der Fotos und Erfahrungsberichte bekam ich sofort Fernweh. Landwirtschaft, Berge und möglichst deutschsprachig (da nicht sonderlich gute Fremdsprachkenntnisse) waren meine Kriterien. So fiel die deutschsprachige Schweiz in meine engere Wahl. Doch 399€ Vermittlungsgebühr schreckten mich erst einmal ab. Ich beendete für das erste meine Suche.

Aber irgendwie ließ mich der Gedanke an die Schweiz nicht mehr los. Ich würde in absehbarer Zeit meine zum Teil sehr anstrengende und auch nervenaufreibende Ausbildung erfolgreich abschließen und die Lehrzeit somit hinter mir lassen - jetzt wollte raus in die Welt, neues sehen und hören und einfach mein Leben leben und es in vollen Zügen genießen!

Ich beschloss nicht länger zu zögen und schickte eine Anfrage ab. Die 399€ schmerzten zwar immer noch – immerhin war das ein ganzer Monatslohn, der dafür drauf ging - doch das war mir die Sache wert! Bereut habe ich diese Entscheidung NICHT! Im Gegenteil, jeder Cent war die Arbeit, welche die Agentur „Auszeit Weltweit“ geleistet hat, wert!

Ich bin froh und dankbar dafür eine Reiseagentur an der Seite gehabt zu haben, die sich auskennt und einem mit Rat und Tat zur Seite steht. Schließlich handelte es sich hier um meine erste (längere) Auslandsreise. Online füllte ich den Fragebogen, mit welchem die Interessen erörtert werden, aus. Dann bekam ich einen Hofvorschlag zugeschickt und wurde gefragt, ob ich ihn annehmen möchte. Da mir der erste Vorschlag gleich super gefiel, sagte ich zu. Bald darauf bekam ich per Post ein Infopaket. Darin enthalten waren der Steckbrief und die Kontaktdaten der Gastfamilie, Pack- und Checkliste, eine Stofftasche von Auszeit weltweit und vieles mehr… Ich begann die Checkliste abzuarbeiten. Auch telefonierte ich mit der Gastfamilie. Und die Chemie stimmte ;) Soweit - so gut.

Zurück zur Checkliste. Diese hilft einem super dabei, nichts zu vergessen - ist jedoch auch sehr lange und man sollte sich wirklich genug Zeit für die Reiseplanung nehmen! Vieles muss dabei bedacht, Telefonate geführt und Zettel von Amt zu Amt getragen werden. Krankenversicherung? Auslandsreiseversicherung? Kindergeld – ja oder nein? Zug oder Flugticket buchen, ….
Die Reiseplanung war für mich das Stressigste und Anstrengenste der ganzen Reise. Doch hat man erst mal diesen Organisationsmarathon hinter sich, steht der Vorfreude nichts mehr im Wege.

Am Abreisetag fuhr mich meine beste Freundin zum Bahnhof und von dort aus ging es mit dem Zug von Deutschland in die Schweiz. Mehrmals musste ich umsteigen. Zuletzt bin ich mit dem Bus und der Luftseilbahn fahren. Alles hat super geklappt. Schon während der Reise habe ich tolle Menschen kennen gelernt und es haben sich gute Gespräche entwickelt. Auch hatte auch endlich mal wieder Zeit ein Buch zu lesen ☺
Meine Gastschwester holte mich an der Station der Luftseilbahn ab und zeige mir gleich Haus und Hof, welcher auf 1345 Höhenmetern liegt. Von Anfang an fühlte ich mich offen und herzlich von der Gastfamilie aufgenommen. Zugegeben Schweizerdeutsch ist nicht nur Deutsch mit etwas Dialekt, sondern eher eine ganz eigene Sprache und gerade, wenn es schnell gesprochen wird, versteht man am Anfang wenig bis gar nichts. Aber mit mir sprach meine Gastfamilie gerade am Anfang recht langsam, wenn ich doch mal etwas nicht verstand (das kam am Anfang sehr häufig vor), konnte ich nachfragen und ich bekam es noch mal auf Hochdeutsch erklärt. Das ein oder andere Mal sind auch witzige Sprach-Missverständnisse aufgetreten, worüber man aber gemeinsam lachen konnte :D – Generell haben wir zusammen sehr viel gelacht.

Arbeit gab es natürlich auch und es wäre gelogen zu sagen, dass das nicht hin und wieder auch anstrengend war. Gerade zu Beginn musste ich mich erst einmal an das Laufen auf dem Berg gewöhnen und Kondition aufbauen. Allerdings bereitete mir die Arbeit auch sehr viel Freude. Mit den anderen Helfern und meiner Gastfamilie verstand ich mich sehr gut und wir konnten ganz offen und ehrlich über alles reden, was ich persönlich sehr geschätzt habe. Dadurch entwickelten sich ganz tolle Gespräche und wir konnten voneinander und miteinander lernen.
Die Arbeiten selbst waren sehr vielseitig und reichten von Käsepflege-/ Transport, Emd (2. Grasschnitt) einbringen, Zäune bauen/reparieren, über Holz machen bis hin zur Traubenernte, Pflastern und Wasserleitungen verlegen. Auch die Versorgung der Tiere, Obst-/ Gemüseernte und Verarbeitung, sowie kochen zählten zu meinen Einsatzbereichen. Meine absolute Liebligsarbeit war jedoch das Melken, welches ich dort auch erst lernte. Einige meiner großartigsten und auch denkwürdigsten Erlebnisse, waren die drei Tage, die ich auf der Alp, welche zum Bergbauernhof gehörte, mitarbeiten durfte und der Almabtrieb.

Klasse war, dass mir viel zugetraut wurde, ich Fragen stellen konnte, mir Dinge erklärt wurden und und ich auch mal Fehler machen durfte. Dadurch konnte ich viel lernen und mich auch persönlich weiterentwickeln.
Ein Tag pro Woche hatte ich frei. So konnte ich auch Wanderungen unternehmen, Freunde treffen oder einfach mal ausspannen und für mich sein.

Die letzten drei Tage in der Schweiz besuchten mich meine Eltern, da sie unbedingt die Gastfamilie und den Ort, an dem ich war, kennen lernen wollten. Anschließend fuhr ich gemeinsam mit ihnen wieder zurück nach Deutschland. In Deutschland angekommen, begrüßte mich der Rest der Familie und auch meine beste Freundin erwartete mich schon sehnsüchtig. Nun begann ein regelrechter „ Hallo - sagen - und - erzähl – Marathon“, der zeitweise auch recht anstrengend war. Doch ich freute mich auch über das Interesse meiner Mitmenschen und so berichtete ich viele Male mit leuchtenden Augen von meinen Erfahrungen. Allerdings brauchte ich auch einige Zeit, um wirklich anzukommen, denn Gedanklich war ich noch nicht wirklich in Deutschland angekommen. Das eine oder andere Mal sahen mich die Menschen, mit denen ich mich gerade unterhielt fragend an und ich musste lachen, als mir bewusst wurde, dass ich gerade Schweizerdeutsch gesprochen hatte und es ihnen nun so ging, wie mir in der Anfangszeit in der Schweiz.

Und wie lang war ich nun in der Schweiz?

Vor Beginn der Reise legt man fest, wie lange der Aufenthalt sein soll. Die Bandbreite reicht hierbei von zwei Wochen bis zwei Monate. Da ich gerne etwas länger unterwegs sein wollte, entschied ich mich für zwei Monate und reiste danach noch einen weiteren Monat. Die am Ende insgesamt drei Monate vergingen für mich wie im Flug! Am liebsten wäre ich noch länger geblieben und der Abschied von meiner Gastfamilie, neuen Freunden und Bekannten, sowie den Tieren und meiner „neuen Heimat“ fiel mir sehr schwer!

Anderseits freute ich mich aber natürlich auch wieder auf meine Familie und Freunde in Deutschland und die nächste Ausbildung, welche ich dort beginnen wollte. Denn die Tätigkeit auf dem Bergbauernhof zeigte mir einmal mehr, wie gerne ich in und mit der Natur arbeite. Ich bemerkte, dass ich gerne noch mehr über Landwirtschaft (, welche im Einklang mit der Natur betrieben wird) lernen und begreifen möchte. Mein Wissenshunger war größer denn je und ich stellte fest, dass ich noch so viele offene Fragen habe, weshalb ich noch wären meiner Zeit in der Schweiz beschloss, die freie Ausbildung zur Landwirtin/Gärtnerin zu beginnen.

Mich für diese Reise zu entscheiden, war das Beste, was ich nach meiner vorherigen Ausbildung machen konnte! ☺ Ich bin sehr froh und dankbar für all die tollen Begegnungen mit so vielen einzigartigen und großartigen Menschen und das, was ich in der Zeit bei meiner Gastfamilie lernen und erleben durfte! Diese Zeit war für mich sehr bereichernd! Und ich kann nur jedem, der Spaß am Reisen, sowie dem Begegnen anderer Menschen und Kulturen hat, empfehlen sich auf die Reise zu machen! Vielleicht ist es sogar die Reise zu sich selbst…

Um Aurelius Augustinus zu zitieren: „Die Welt ist ein Buch. Und wer nie reist, sieht nur eine Seite davon.“


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