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Farmarbeit Schweiz - Nele

 
Mein Farmaufenthalt 2014 in Menzberg CH

Am Samstagmorgen waren wir nur noch ein paar Kilometer von meinem Reiseziel entfernt. Ich war schon total aufgeregt, da ich jetzt einfach in einen fremden Haushalt gehe und dort für zwei Wochen lebe und arbeite.
Wir wurden sehr freundlich mit einem Stück leckeren Kuchen begrüßt. Danach hatte ich ein bisschen Zeit um mich einzuleben. Ich wohnte ab jetzt in einem nett eingerichteten, alten Kinderzimmer. Dann ging auch schon der Bauernhofalltag los, denn auf einem Hof mit Tieren muss jeden Tag gearbeitet werden. Meine erste Aufgabe war 20Kg Alpbutter in 100g Stückchen zu schneiden und zu verpacken. Dann hat meine Gastfamilie mir eine komplette Stallausrüstung gegeben und es ging endlich in den Stall. Gegen 17Uhr werden die Schweine, Ferkel und Kühe gefüttert. Anschließend müssen die 10 Milchkühe gemolken werden. Ich habe mich mal mit der Hand versucht, aber die Maschine ist doch schneller. Während der Bauer gemolken hat, habe ich die Kälbchen gefüttert und den Stall eingestreut. Jetzt gab es nur noch Abendessen und dann war mein erster Tag auch schon vorbei. Abends habe ich nur noch den Ausblick von unserem Balkon genossen. Einen Kulturschock hatte ich nicht, da wir auch etwas ländlich leben, aber ich wurde vorher noch nie von Kuhglocken geweckt. Ich war echt froh, dass ich dort gelandet bin.

Am Sonntag war mein freier Tag, da hat mir die Bauernfamilie etwas die Umgebung gezeigt.
In der kommenden Woche habe ich ganz viele verschiedene Aufgaben erledigt: Kartoffelernte, Ferkel wiegen, Holzhacken, Obst und Gemüse ernten und pflanzen, Kühe auf die Wiese treiben, etc. und natürlich das tägliche Füttern und Melken.
Mittags hat die Bäuerin immer leckeres Mittagessen gekocht. Teilweise gab es Schweizer Spezialitäten, die ich nicht kannte, die aber sehr gut waren.
Einen Abend hatten wir Besuch, da haben wir in dem Steinofen Pizza für alle gebacken. Ich habe mit deren Kindern verschiedene Schweizer Knobelspiele gespielt.

Dann war der 1. August, der Nationalfeiertag der Schweiz. Hier wird traditionell gegrillt und ein Augustfeuerwerk gemacht. Von unserem Berg aus hatten wir eine gute Sicht auf die anderen Feuerwerke.
Am zweiten Sonntag haben wir eine Gondelfahrt und eine Wanderung auf dem Nachbarberg gemacht.
Die Zeit verging total schnell und schon fing meine zweite Woche an. In dieser Woche kamen Auszubildende aus einer Zuckerfabrik auf den Menzberg, um einen Abenteuerspielplatz zu bauen und den Wanderweg zu verschönern. Zwischendurch sind wir zum kontrollieren und unterstützen dorthin gefahren.

Da in der zweiten Woche das Wetter besser war, musste dringend das Gras gemäht werden, damit sie genug Silage für den Winter haben. Die Ernte verläuft ganz anders, als bei uns im Flachland. Am steilen Hang kann der Trecker nicht fahren, also mussten wir mit der Hand das Heu zusammen rechen. Es war interessant, diese Art der Ernte kennen zu lernen.

Am Mittwoch haben 15 kleine Ferkel das Licht der Welt erblickt. Die sind verdammt klein und süß. Ich hätte am liebsten eins in meinen Koffer gepackt. Abends mussten wir ihnen noch die Zähnchen feilen, da sie total spitz sind und beim saugen die Mutter damit verletzten. Leider waren wir bei der Geburt noch auf dem Feld, sodass wir sie verpasst haben.

Am nächsten Tag lag wieder eine Sau in den Wehen. Diesmal durfte ich dabei bleiben und habe miterlebt, wie 13 gesunde Ferkel geboren wurden.

So langsam neigte sich mein Aufenthalt dem Ende zu. Ich habe nicht nur meine Sachen wieder mit nach Hause genommen, sondern auch viele tolle Erlebnisse, an die ich mich gerne wieder zurück erinnern werde. Obwohl ich gar nicht so weit von zuhause weg war, habe ich viele neue Gerichte, Sitten und eine etwas andere Kultur kennen gelernt. Solche Erfahrungen macht man nur, wenn man bei einer einheimischen Familie wohnt und nicht nur Urlaub dort macht.

Von Nele



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