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Farmarbeit Irland - Anna

 
Am 20.09. war endlich der Tag gekommen, an dem ich nach Irland fliegen würde.

Voller Vorfreude blickte ich auf meinen Aufenthalt dort, wenn auch mit ein wenig Nervosität. Ich war noch nie so lang von zu Hause weg gewesen. Jetzt standen mir fast zehn Monate in einem fremden Land mit fremder Sprache bevor. Einen Fehler des Busunternehmens hat die irische Partneragentur gut ausgebessert, sodass ich pünktlich in Mallow ankommen konnte.

Irische Busfahrer sind unglaublich freundlich und sagen gern bescheid, wann man aussteigen muss, wenn man sie darum bittet. Es ist auch üblich, dass der Fahrgast sich bedankt, wenn er aussteigt. Ich wurde herzlich von meiner Gastfamilie inklusive der vier Kinder begrüßt, auf die ich nun bald aufpassen sollte. Die Sprache war gar kein Problem. Wir konnten auch auf Englisch scherzen. Zu Hause haben mir die Kleinen gleich beim Einräumen meiner Klamotten geholfen, wir haben zusammen gegessen und dann ging es auch schon in das Bett.

Die meiste Zeit, in der ich in Irland war, hatten die Kleinen Schule, das hieß etwas Freiraum am Vormittag. Mein Tagesablauf sah folgendermaßen aus: Am Morgen habe ich die Kids geweckt und umgezogen, Frühstück gemacht und sie mit Getränken für die Schule versorgt. Während sie in der Schule waren, habe ich die Küche und das Kinderzimmer aufgeräumt, die Wäsche gemacht und gesaugt. Ich habe in meiner Nähe eine Frau mit Pferden gefunden, die mir zur Freundin geworden ist. Häufig sind wir ausgeritten, bis ich wieder gebraucht wurde. Als erstes kam der Jüngste nach Hause, wir haben seine Hausaufgaben gemacht und gegessen oder gespielt, bis die anderen kamen. Dann habe ich alle mit dem Mittagessen versorgt und Hausaufgaben gemacht. Danach habe ich oft schon das Abendessen zubereitet und wir haben gespielt, bis es Zeit war in das Bett zu gehen. In den Ferien oder an Freitagen haben wir oft Ausflüge unternommen in Parks oder in Toyshops. Die Kinder werden sehr anhänglich und, auch wenn ich mich auf Zuhause gefreut habe, war der Abschied sehr schwer.

Die Wochenenden waren großartig. Ich hatte immer die Möglichkeit, mich mit Freunden zu treffen und wir sind gemeinsam durch Irland gereist. Meine Gastfamilie hat mir netterweise ein Auto zur Verfügung gestellt. Dies hat es uns ermöglicht hidden gems zu finden und ist viel günstiger als öffentliche Verkehrsmittel. Einmal in der Woche fand ein Aupairtreffen in einem Pub bei uns in der Nähe statt. Hier habe ich mich mit den Freundinnen getroffen und gequatscht, mit denen ich auch am Wochenende verreist bin. Diese Abende waren ein willkommener Ausgleich zu der Arbeit mit den Kindern. Außerdem ist die Atmosphäre in einem Irish Pub ziemlich einzigartig, so herzlich, privat… einfach lovely.

Ich wurde in Irland mit einem Mädchen platziert, das ich vorher nicht kannte, sie lebte nur einen guten Kilometer von mir entfernt. Wir sind sehr enge Freundinnen geworden, waren dreimal die Woche zusammen schwimmen, einmal im Pub, freitags habe ich bei ihr übernachtet und am Wochenende sind wir mit anderen Freundinnen oder auch nur zu zweit verreist. Es hat einfach gepasst mit ihr. Danke an Auszeit und die Partner vor Ort, dass wir zusammen platziert wurden. Ich bin unglaublich dankbar für unsere Freundschaft.

Irland ist ein wundervolles Land und es gibt so viel zu entdecken. Die Iren sind ein extrem freundliches, offenes Völkchen, das dir immer seine Hilfe anbieten wird. Ich habe ihre Mentalität sehr lieb gewonnen. Wenn du in ein fremdes Haus kommst, ist das erste, das dir angeboten wird, ein Tee, er hat gar keinen Namen, er heißt einfach tea.

Irland ist eine so wertvolle Erinnerung und ich kann jedem empfehlen, sich für diese „Auszeit“ zu entscheiden gerade bei den Iren. Solltet ihr es tun, habt eine ganz, ganz tolle Zeit und grüßt mir das liebste Land der Welt.

Eins war mir bei meiner Bewerbung nicht klar und das würde ich euch gern empfehlen: Eine frühzeitige Bewerbung ist gut und erhöht passende Vermittlungschancen. Die Familien entscheiden sich allerdings erst sehr kurzfristig, das heißt ein bis zwei Monate vor der geplanten Anreise. Ich habe ein großes Zeitfenster angegeben für meine Abreise (nämlich zwischen September und April des nächsten Jahres). Das würde ich nicht wieder tun, da ich bis März in der Luft hätte hängen können. In diesem Stadium kann man auch nicht anfangen zu arbeiten oder ähnliches, weil man ja theoretisch jederzeit nach Irland fliegen könnte. Also legt euch auf ein Zeitfenster fest, das euch passt, ihr findet auf jeden Fall eine tolle Familie.

Außerdem muss ich die Arbeit der irischen Agentur sehr loben, die sich sehr häufig melden, um zu hören, wie es einem geht. Einen persönlichen Besuch gibt es auch und bei Problemen stehen sie einem sofort zur Seite. Ich war mit meiner Betreuerin sehr, sehr zufrieden.

Danke Auszeit weltweit!


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