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Farmarbeit Irland - Jasmin

Termine

Oktober
  • 24. Oktober, 15-18 Uhr, „Nix wie weg!“, Hamburg
November
  • 8. November, 16 Uhr, Online-Infoabend
  • 10. November, 9-16 Uhr, Bildungsmesse Göppingen
  • 17. November, 10-16 Uhr, Jugendbildungsmesse Bonn

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Irisches Landleben: Kinderbetreuung + Reiten

„Heya!How are ya? You wanna go to Ireland, huh?! Well, put some wellies in your suitcase. And start drinking strong black tea with lots of milk. “

Ich bin Jasmin, komme aus der NĂ€he von DĂŒsseldorf und war von Juli 2013 bis Juli 2014 ein Jahr in Irland. Zu den absoluten Highlights meines Auslandaufenthaltes zĂ€hlt Weihnachten mit der Gastfamilie, der St.Patrick’s-Day, den ich mit mehreren Freundinnen in Dublin verbracht habe, ein Besuch meiner Eltern, ein Turniersieg und 12-Tage Rumreisen im Juli 2014 (kurz vor meiner Abreise).

Einen Kulturschock hab ich nicht gekriegt, da die irische Lebensweise sich nur in Kleinigkeiten von der Deutschen unterscheidet. Generell sind die Iren sehr freundlich und offen. Man kann, wenn man den Weg nicht weiß jeden Fremden auf der Straße ansprechen. Rempelt man sich in der Stadt aus Versehen an, sagen beide Parteien „Sorry!“. Zur BegrĂŒĂŸung hört man stets ein „Hello, how are you!“ und der nĂ€chste Satz ist fĂŒr gewöhnlich „Do you want a cup of tea?“. Meine Gastfamilie erfand schnell einen Spitznamen fĂŒr mich: Jas. Außerdem hat meine Gastmutter mich oft „Love“ oder „Darling“ genannt. Der Umgang ist irgendwie entspannter als in Deutschland. Es gibt ja sowieso kein „Sie“ und man spricht sich auch schnell mit Vornamen an. Meine Gasteltern und alle anderen Familienmitglieder habe ich von Anfang an mit Vornamen angesprochen. Nur in EinkaufslĂ€den und beim Arzt wird man manchmal mit Nachnamen angesprochen. Was den angeblichen Dauerregen angeht: Dem kann ich nicht zustimmen. Es regnet vielleicht hĂ€ufiger als hier, aber immer nur fĂŒr ein paar Stunden. Man hat jeden Tag Sonne und Regen :)

Meine 3 Monate in Co. Carlow

Meine erste Gastfamilie wohnte in Co.Carlow und hatte eine Bio-HĂŒhnerfarm. Die Familie bestand aus den Eltern, einer AchtjĂ€hrigen, einem SechsjĂ€hrigen und einer FĂŒnfjĂ€hrigen, sowie drei Hunden. Die Eltern des Vaters wohnten auf dem Hof nebenan und waren die nettesten Menschen, die ich je kennengelernt habe. Als Hobby hatte meine Gastmutter sieben Pferde, fĂŒr die ich zustĂ€ndig war. Das Aufgabenfeld meiner ersten Unterkunft bestand ausschließlich aus Pferdepflege und Reiten. Ich bin morgens frĂŒh aufgestanden, hab die sieben Pferde von der Weide geholt, sie gefĂŒttert und geputzt. Danach bin ich zwei von ihnen geritten und habe eins von ihnen longiert. (Um den Rest hat sich meine Gastmutter gekĂŒmmert. ) Außerdem habe ich den Stall aufgerĂ€umt, schnell einmal Äppel eingesammelt, SĂ€ttel gepflegt etc. Danach hab ich Mittagspause gemacht fĂŒr eine Stunde, hab was gegessen und mich ausgeruht. Am Nachmittag hab ich der achtjĂ€hrigen Tochter beim Reiten ihres Ponys geholfen. Ich habe es mit ihr zusammen aufgesattelt, es fĂŒr sie ablongiert und ihr ein bisschen Reitunterricht gegeben. Danach hab ich den Pferden nochmal Heu gefĂŒttert und andere Dinge erledigt, wie den Hof zu harken oder kranke Tiere zu versorgen. Dann kamen die Pferde wieder auf die Wiese. Danach hab ich jede Box ausgemistet, damit sie fĂŒr den Morgen wieder frisch war. Mein Zimmer war groß, hell und freundlich. Das Bad habe ich mir mit den drei Kindern geteilt, was aber kein Problem war. Allerdings kamen meine Gastmutter und ich aus persönlichen GrĂŒnden nicht miteinander zurecht. Ich fĂŒhlte ich dort nicht wohl und wechselte nach drei Monaten die Gastfamilie.

Meine 9 Monate in Co. Tyrone (Northern Ireland)

In der neuen Gastfamilie fĂŒhlte ich mich deutlich wohler. Meine Gastmutter arbeitete in der nĂ€chstgelegenen Stadt als Unternehmensberaterin. Die Kinder waren alles MĂ€dchen. Die Zwillinge waren zum Zeitpunkt meiner Anreise vier Jahre alt, das Baby war neun Monate alt. Mein Gastvater war professioneller Springreiter mit einem Stall voller Pferde direkt vor dem Haus. Auf unsere kleinen Landstraße, wohnten außerdem die Großeltern vĂ€terlicherseits, und zwei Geschwister meines Gastvaters mit ihren Familien.
Hier war meine TĂ€tigkeit vor allem das Kinder-Betreuen, Kochen und sonstige TĂ€tigkeiten im Haushalt (AufrĂ€umen, Waschen, einmal die Woche putzen.) Das VorgĂ€nger-Aupair arbeitete mich ein, sodass ich das Windeln wechseln, sowie alle anderen TĂ€tigkeiten und AblĂ€ufe schnell lernte. Mein Zimmer war klein, aber hell und gemĂŒtlich. Das Bad teilte ich mir mit der ganzen Familie.

Hier war meine TĂ€tigkeit vor allem das Kinder-Betreuen, Kochen und sonstige TĂ€tigkeiten im Haushalt (AufrĂ€umen, Waschen, einmal die Woche putzen.) Das VorgĂ€nger-Aupair arbeitete mich ein, sodass ich das Windeln wechseln, sowie alle anderen TĂ€tigkeiten und AblĂ€ufe schnell lernte. Mein Zimmer war klein, aber hell und gemĂŒtlich. Das Bad teilte ich mir mit der ganzen Familie.

Mein Aufgabenbereich forderte mich anfangs sehr heraus. Ich musste mich um das Baby kĂŒmmern, es fĂŒttern, windeln wechseln und die Flasche geben. Daneben sollte ich versuchen das Haus ordentlich zu halten, die WĂ€sche zu waschen und zu kochen. Wenn die Zwillinge nicht in der Schule waren, spielte ich mit ihnen oder sorgte dafĂŒr, dass sie sich selbst beschĂ€ftigten. Was eine große Hilfe war, war die Freundlichkeit, Herzlichkeit und Hilfsbereitschaft meiner Gasteltern. Sie betonten immer wieder, dass das Wichtigste die Sicherheit ihrer Kinder sei und der Rest wĂ€re nebensĂ€chlich. Wenn ich an manchen Tagen die Aufgaben im Haushalt mal nicht so gut gebacken bekam, war das nicht schlimm. Außerdem konnte ich meinen Gastvater bei Problemen meist aus dem Stall holen oder ich habe die anderen Familienmitglieder, die in unserer Straße gewohnt haben, angesprochen. Als ich am Ende meiner Zeit gehen musste, fiel es mir sehr schwer. Meine Gastmutter war fĂŒr mich wie ein Freundin geworden und die Kinder wie Geschwister. Ich werde sie auf jeden Fall besuchen.

Was ich dir als Tipp mitgeben kann, ist folgendes: Bleib dran und kĂ€mpfe fĂŒr deine TrĂ€ume. Auch wenn manchmal Phasen kommen, in denen du denkst, dass du es nicht schaffst. Wo ein Wille ist, ist ein Weg. Manchmal ist man vielleicht ein wenig unglĂŒcklich oder es klappt nicht, so wie man sich es denkt, aber meist hĂ€lt das nicht lĂ€nger als ein paar Tage an. Und wenn doch, dann wechselt man die Gastfamilie.

vor allem was die Freizeitgestaltung angeht, ist Engagement ein Muss. Du wirst wahrscheinlich weit entfernt von der nĂ€chsten Stadt wohnen. Daher sind deine Möglichkeiten begrenzt und du musst dich mit andern zusammentun und was organisieren. Soziale Kontakte außerhalb der Familie sind der SchlĂŒssel, um eine schöne Zeit zu verbringen.

Freizeit

Ich hatte das große GlĂŒck, dass ich quasi mein eigenes Pferd hatte. Dass heißt ich bin jeden Tag geritten, sobald meine Gastmutter von der Arbeit nach Hause kam. Mein Gastvater hat mir gelegentlich Springunterricht gegeben, sodass ich auf ein kleines Turnier gehen konnte. Was noch hinzukam, war ein Streuner, der wochenlang in unserer Gegend herumlief und der keinem gehörte. Irgendwann hab ich diesen Hund (Boxer) eingefangen. Zum GlĂŒck durfte ich ihn behalten und bin jeden Tag mit ihm spazieren gegangen. Als ich wieder nach Deutschland musste, habe ich ihm ein neues Zuhause in Irland gesucht. Meine Gastfamilie konnte ihn nicht dauerhaft aufnehmen und Ich hĂ€tte ihn zwar gerne mitgenommen, aber das ging nicht. Trotzdem war mir jede Minute mit Pluto Gold wert. Ich hatte fĂŒr vier Monate meinen eigenen Hund. Und zusĂ€tzlich mein „eigenes“ Pferd. Das war ganz große Klasse :)
Außerdem hatte mein Gastvater noch einige Helfer und Azubis, die teilweise auf dem Hof gewohnt haben. Alle waren in meinem Alter und ich hatte immer jemanden zum Reden und AbhĂ€ngen :))

Wochenenden

An den Wochenenden habe ich mich meist mit Leuten getroffen, die ebenfalls mit Auszeit-Weltweit in Irland waren. Wir haben dann SehenswĂŒrdigkeiten angeschaut, sind Essen und Shoppen gegangen oder haben ein wenig gefaulenzt.
Auf dem Bild siehst du mich (schwarze Haare) und eine Freundin, als wir fĂŒr den St.Patrick’s Day ein paar Tage in Dublin waren. Das hat viel Spaß gemacht :)

Ich war auch öfter bei anderen Gastfamilien zu Besuch und habe dort ĂŒbernachtet. Zu drei MĂ€dchen habe ich immer noch Kontakt. Mit einem MĂ€dchen hat sich eine richtige Freundschaft entwickelt. Wir haben uns hier in Deutschland neulich getroffen, da wir nur 45 min. entfernt wohnen. Bei ihren Gasteltern war ich besonders oft. Ich hatte in der Regel Samstag und Sonntag frei und sie nur einen Tag. Und ich bin meistens einfach das ganze Wochenende da geblieben und habe ihr beim Arbeiten geholfen. (Sie war auf einem Reiterhof tĂ€tig.) Auf den Foto haben wir mit ihrer Gastmutter einen Ausritt gemacht und uns bei dem Bruder der Gastmutter eine Tasse Tee genehmigt. NatĂŒrlich sind wir dabei auf dem Pferd geblieben. Das könnte man als „Ride-in“ bezeichnen :)

Außerdem habe ich mich auch mit einigen Iren angefreundet. Wir waren öfter am Wochenende „Party-Machen“ oder sind zusammen ausgeritten.

Organisation

Mein Auslandsjahr war gut organisiert. Vor der Abreise wurden mir die Anreisedaten detailliert beschrieben als PDF geschickt. Verlaufen am Flughafen ware daher ebenso unmöglich, wie in den falschen Bus einzusteigen. WĂ€hrend meiner Zeit in Irland habe ich regelmĂ€ĂŸig e-mails und Anrufe erhalten, ob alles in Ordnung sei. Besonders als ich die Gastfamilie gewechselt habe, wurde ich bestens betreut. Innerhalb einer Woche wurde eine neue Gastfamilie gefunden und ich konnte umziehen.

Ein kleiner Tipp zur Kleidung

Im Alltag tragt am besten bequeme robuste Sachen und keinen Schmuck. (Kleine Kinder ziehen gerne an Ohrringen und Ketten, Ringe verschwinden beim SpĂŒlen schnell im Abfluss usw. ) Der Klamotten-Veschleiß auf einem Bauernhof/beim Kinder-Aufpassen ist enorm. Ich habe einen ganzen Sack Klamotten weggeworfen, als ich nach Deutschland zurĂŒckgekommen bin. Alles voller Löcher, Flecken oder total verwaschen. Falls ihr reitet, Reitsachen mitnehmen! Was auch sehr gut ist, sind Daunenwesten fĂŒr die Übergangszeit. Eine wetterfeste Jacke sollte auch nicht fehlen. Falls ihr in der Winterzeit nach Irland reist auf jeden Fall Winterstiefel, warme Socken und Strumpfhosen, einen Haufen Wollpullis und MĂŒtzen, Schals und Handschuhe. Alltagstaugliche Schuhe sind vor allem Crocs (diese bunten Plastik-Sandalen), da man sie gut als Haus- und Gartenschuhe benutzen kann. Ansonsten Gummistiefel, feste SchnĂŒrschuhe (Wanderstiefel) und Turnschuhe.

Die Iren unterscheiden stark zwischen Kleidung, die zu Hause getragen wird und Kleidung die in der Stadt, bei Familienfeiern, in der Kirche, im Restaurant, beim Feiern in Dance-Clubs usw. getragen wird. Mindestens ein schickeres Outfit ist recht nĂŒtzlich.

Besser sind drei:
Eins fĂŒr Familienfeiern/Kirche/Restaurant usw. Bei Jungs z.B. schwarze oder beigefarbene Jeans und Hemd, darĂŒber Pulli oder Jacket, keine Krawatte. Bei MĂ€dels ein hĂŒbsches Kleid oder eine ordentliche Hose mit Bluse oder hĂŒbschem Oberteil (kein T-shirt). Ein schlichtes Jacket/Blazer, dass universell einsetzbar und gut kombinierbar ist, ist in jedem Fall ein nĂŒtzlicher Begleiter.
FĂŒr die Stadt und im Pub: Schöne Klamotten, die ihr im normalen Alltagsleben in Deutschland tragen wĂŒrdet. Im irischen Alltagsleben trĂ€gt man besser nur alte Klamotten.

Zum Party-Machen: Achtung! Irische MĂ€dels ĂŒbertreiben bei ihren Outfits zum Teil sehr. Wirklich kurze und hautenge Glitzerkleidchen sind keine Seltenheit. Dazu kommen oft zwei Pfund Schminke, angeklebte Wimpern und richtig hohe Hacken. Inwiefern man da mitmacht, ist jedem selbst ĂŒberlassen. Ich hatte immer ein Top, einen Rock und Schuhe mit 6cm-Absatz an. Und ich habe mir auch nie Wimpern angeklebt ;) Aber kann ja jede so machen, wie sie will.
Die Jungs ziehen sich ganz normal an.

Sonstige AusrĂŒstung

Wenn ihr dann noch an ReisefĂŒhrer, Kamera, Steckdosen-Adapter, Ausweise, PĂ€sse und Krankenkassen-Karte denkt seit ihr perfekt ausgerĂŒstet. BĂŒcher (auch WörterbĂŒcher) lasst ihr am besten zu Hause. Ich habe so gut wie nie ein Wort nachgeguckt und ansonsten tut es auch www.leo.org

Ich hoffe du genießt deinen Aufenthalt und kannst viele schöne Erinnerungen mit nach Hause nehmen. Oder falls du dir noch nicht sicher bist, ob du fahren willst, hoffe ich, dass dich mein Bericht davon ĂŒberzeugt hat, den Schritt zu wagen.

Viel GlĂŒck!
Jas



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