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Farmarbeit Irland - Larissa

 
Es war eine wunderschöne Zeit, die ich nie vergessen werde!!

Hallo ihr Lieben,
ich habe für 7 Monate als Au-Pair (Agri-Home&Horses) in Irland gearbeitet und möchte euch hier ein bisschen über meinen Aufenthalt erzählen: noch in Deutschland wurde ich super von Auszeit Weltweit betreut. Ich bekam auf jede E-Mail mit meinen vielen Fragen direkt eine Antwort und habe mich gut aufgehoben gefühlt.

Und auch in Irland wurde ich sowohl von Auszeit Weltweit als auch von den Partner vor Ort immer wieder gefragt wie es mir geht und ob alles in Ordnung ist. Ihr leistet tolle Arbeit, weiter so!

In meiner Familie habe ich mich vom ersten Moment an wohl gefühlt. Sie haben mich total herzlich aufgenommen und es mir sehr leicht gemacht mich schnell einzuleben, ich wurde ein richtiges Familienmitglied. Ich hatte also keinen Kulturschock.

Ich habe circa eine Stunde von Dublin entfernt auf einem riesigen Anwesen gewohnt. Meine Gasteltern Peter und Susanna sind sehr nett. Peter leitet eine Kindertagesstätte und Susanna arbeitet als Ärztin im nächsten Ort. Die drei Kinder (7,11,14) gehen alle zur Schule; der Große ist unter der Woche allerdings nicht zu Hause, da er in Dublin aufs Internat geht. Dann hatten wir noch zwei Hunde, zwei Katzen und nicht zu vergessen 10 Pferde, die alle auf Trab halten.

Mein Arbeitstag hat jeden Tag um 8 Uhr morgens begonnen. Ab da war ich in der Küche und habe schon mal das Frühstück vorbeireitet und die Lunchboxen für die Kinder gemacht. Dann haben wir alle gemeinsam gefrühstückt und den Plan für den Tag besprochen. Um viertel vor neun hat dann entweder meine Gastmama, wenn sie zur Arbeit gefahren ist, oder ich, die Kinder zur Schule gefahren. (An das Fahren auf der linken Seite gewöhnt man sich übrigens schnell. Da ist die Umstellung, wenn man wieder zurück in Deutschland ist, schlimmer. Nur an die Schafe, die manchmal einfach mitten auf der Straße rumlaufen, habe ich mich irgendwie nie gewöhnt. Eins hätte fast dran glauben müssen, aber nur fast ;))

Danach bin ich dann raus zu den Pferden; die haben dann Kraftfutter und Heu bekommen und die, die ich nicht geritten bin, habe ich raus auf die Koppel gebracht. Ich bin morgens meist 2-3 Pferde geritten, je nachdem wie viel Zeit ich hatte. Anfangs fand ich das sehr anstrengend, da ich zu Hause meist nur ein Pferd geritten bin, und dann noch das ganze Drumherum mit Raus-und Reinbringen… aber man gewöhnt sich dran. Nachdem ich die Pferde versorgt und geritten bin, habe ich mich noch ein bisschen um den Haushalt und die Hunde gekümmert. Die mussten nämlich alle zwei Stunden raus.

Anschließend hatte ich dann meist eine Stunde Zeit für mich und hab etwas zu Mittag gegessen und geduscht. Um halb drei musste ich dann die Kinder wieder von der Schule abholen. Nachmittags, nachdem ich mit den Kindern die Hausaufgaben gemacht habe, habe ich sie entweder zu ihren Hobbys gefahren oder wir sind geritten oder haben gemeinsam etwas gespielt. Gegen Abend mussten dann wieder alle Pferde reingebracht und gefüttert werden. Meine Gasteltern kamen auch meist erst gegen Abend nach Hause. Wir haben dann noch gemeinsam Abendessen gekocht und den Abend ruhig ausklingen lassen. So war mein Arbeitstag spätestens um sieben oder acht Uhr zu Ende. Ins Bett bringen musste ich die Kinder eher selten. Vielleicht einmal in der Woche, wenn meine Gasteltern mal ausgegangen sind.

Es hat mir immer sehr viel Spaß gemacht. Vor allem die Zeit mit den Pferden und das Zusammensein mit den Kindern war wunderschön. Besonders durch die Arbeit mit den Pferden habe ich mich reiterlich nochmal verbessern können. Ich hatte die Möglichkeit Stunden bei der internationalen Dressurreiterin Anne Marie Dunphy zu nehmen und an Dressur-und Springturnieren teilzunehmen. Das hat mir sehr viel Spaß gemacht. Natürlich gab es auch mal Tage, an denen man keine Lust hatte zu reiten, weil es auf einmal anfängt in Strömen zu regnen, obwohl gerade noch die Sonne geschienen hat (was öfters mal der Fall war, also immer an die Regenjacke denken!!) oder die Kinder nervig waren, weil sie sich schon wieder in den Haaren hatten, aber der Spaß überwiegt eindeutig!

Anfangs hatte ich ein bisschen Angst, dass ich auf dem Land nicht so schnell Anschluss zu anderen Aupairs finden würde. Doch auch das war kein Problem, da sich alle Aupairs jeden Mittwoch im Pub in der nächsten kleinen Stadt getroffen haben. Dort war immer Livemusik und es wurde der ein oder andere Cider oder ein Guinness getrunken. Das müsst ihr beides unbedingt probieren, vor allem den Cider, leckeeer!! Das war immer ganz schön, da man einfach auch mal ein bisschen Abstand von der Familie hatte und es sich gut anfühlt, sich mit den anderen Aupairs, über ihre Gedanken und auch Sorgen, auszutauschen. Dann habe ich auch noch zwei andere Aupairs aus Deutschland kennengelernt. Wir haben jedes Wochenende etwas unternommen und hatten IMMER unglaublich viel Spaß. Ohne sie wäre Irland für mich nicht das gewesen, was es war, nämlich eine unvergesslich schöne Zeit.

Ich habe einfach soooo viele nette, offene, hilfsbereite und tolle Menschen kennengelernt. Die Iren sind die gastfreundlichsten Menschen, die ich kenne. Davon könnten wir Deutschen uns eine Scheibe abschneiden. Man ist wirklich überall herzlich willkommen. Auch landschaftlich hat Irland viel zu bieten. Von schroffen Bergen bis hin zu schönen weißen Sandstränden, man findet wirklich alles. Vor allem den Dingle Way sollte man unbedingt mal gefahren sein, einfach atemberaubend.

Zum Schluss kann ich Euch wirklich nur ans Herz legen: traut Euch und wagt den Sprung ins „Ungewisse“. Auch wenn es Euch am Anfang vielleicht schwer erscheint zu gehen, es lohnt sich!!

Zurückblickend war es für mich die wohl beste Entscheidung meines Lebens nach Irland zu gehen.

Man lernt so viel über sich selbst und andere und man macht viele wertvolle und bereichernde Erfahrungen. Es waren wunderschöne sieben Monate, die ich nie vergessen werde und ich wünsche Euch, dass ihr eine genauso schöne Zeit erleben dürft, wie ich es durfte!

Eure Larissa



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