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Farmarbeit Irland - Nadine

Termine

Juli
  • 19. Juli, 16 Uhr, Online-Infoabend
August
  • 15. August, 18 Uhr, Infoabend in K├Âln
  • 23. August, 16 Uhr, Online-Infoabend
September
  • 20. September, 14-18 Uhr, "Neugierig auf die Welt", Hanau
  • 22. September, 10-16 Uhr, Jugendbildungsmesse, K├Âln
  • 29. September, 10-15 Uhr, Youth Education & Travel Fair, Wien

Details und weitere Termine findest du hier!

 
Hey!

Mein Name ist Nadine, ich bin 19 Jahre alt und habe nach dem Abi 7 Monate als Farmarbeiter und Au Pair in Irland verbracht.

Irland deshalb, weil meine Eltern schon immer mal auf die gr├╝ne Insel wollten und ich mir dachte, das ist gar keine schlechte Idee. Eigentlich hatte ich mich als Farmarbeiterin beworben, leider hat die irische Regierung dann allerdings beschlossen, dass Farmarbeit nur noch mit Ausbildung m├Âglich ist. Selbiges dann, nachdem ich meine Bewerbung umgeschrieben hatte, was Arbeit in der Tourismusbranche angeht. Die letzte M├Âglichkeit war Arbeit als Au Pair auf einer Farm, ich habe meine Bewerbung also ein zweites Mal umgeschrieben- ich wollte zwar nicht unbedingt als Au Pair arbeiten, aber nach Irland wollte ich trotzdem gerne.

Es hat nicht lange gedauert, bis eine Familie f├╝r mich gefunden war. 3 Kinder, die 8, 11 und 13 Jahre alt waren, auf einer Milchfarm mit 80 K├╝hen. Die Betreuung durch Auszeit Weltweit in Deutschland war sehr gut und auch die Kommunikation mit der Gastfamilie hat gut geklappt.

Anfang September bin ich also in den Flieger nach Dublin gestiegen und von dort aus mit dem Bus nach Navan gefahren, wo mich mein Hostdad abgeholt und nach Slane gebracht hat- ein kleiner, geschichtslastiger Ort, der f├╝r riesige Konzerte am Slane-Castle ber├╝hmt ist.

Auf der Fahrt hat mir mein Hostdad bereits viel ├╝ber die Familie und vor allem die Kinder erz├Ąhlt, und dass die wichtigsten Regeln f├╝r mich Respekt und Vertrauen sind. Er wirkte sehr nett auf mich, und nachdem ich dann auch meine (ebenfalls sehr nette) Hostmum kennen gelernt hatte, war ich zun├Ąchst ├╝bergl├╝cklich. Mein Zimmer war recht gro├č und ich hatte ein altes, aber funktionst├╝chtiges Bad. Das Fenster war leider kaputt und es war ein wenig k├╝hl, aber abgesehen davon war es so, wie ich es mir vorgestellt hatte.

Ich bin um 7 aufgestanden und habe mich von dem vorherigen Au Pair was das Fr├╝hst├╝ck angeht einweisen lassen, dann sind die Kinder aufgestanden. Am Anfang war noch alles sehr distanziert und ich war verwundert, weil fast niemand mit mir geredet hat.
Nachdem die Kinder dann weg waren, hat man mir meine t├Ąglichen Aufgaben erkl├Ąrt- Fr├╝hst├╝ck machen, Kinder wecken, Kinder zur Schule schicken, Haus putzen und aufr├Ąumen, Hausaufgaben mit Kindern machen, mit Kindern joggen gehen, Abendessen machen. Das klingt nicht wirklich nach viel, und ich muss sagen, dass war es auch nicht.

Leider hatte ich das Problem, dass das ├Ąlteste Kind- ein 13-j├Ąhriger Junge- gr├Â├čer als ich und auch deutlich selbstbewusster war. Nachdem das andere Au Pair dann abgereist war, musste ich feststellen, dass ich bei weitem nicht autorit├Ąr genug bin, um mich gegen die Kinder durchzusetzen. Auch mit der Hausarbeit war ich ziemlich ├╝berfordert, schlie├člich musste ich vorher noch nie den Haushalt von 7 Personen (es war noch eine Farmarbeiterin da) erledigen.

Ich war so verunsichert, dass ich nicht den Mut hatte, mich in die Gespr├Ąche der Familie einzumischen, und von selbst hat niemand mit mir geredet. Ich bin mir sicher, dass die Familie wirklich nett war, aber leider habe ich absolut nicht reingepasst und die Entscheidung, dass ich in eine neue Familie gehen sollte, ist bereits nach zwei Wochen gefallen.
Nach wenigen Tagen hatten Equipeople dann bereits eine neue Familie f├╝r mich gefunden. Sogar mit den guten Neuigkeiten, dass ich zu einem Teil auch auf der Farm mitarbeiten kann. Ich habe also meine Sachen gepackt und mich in den Bus zur├╝ck nach Dublin gesetzt, und von dort aus nach Waterford.

Meine neue Hostmum Magarete und, mit 12 Jahren, ihre j├╝ngste Tochter Shauna haben mich von der Bushaltestelle abgeholt. Ich war am Anfang etwas verwirrt, weil sich Margarete ganz normal mit mir unterhalten hat- nicht ├╝ber die Arbeit und meine Pflichten, sondern mehr ├╝ber meine Erwartungen. Ich glaube, es hat nicht l├Ąnger als diese Autofahrt gedauert, bis ich sie ins Herz geschlossen hatte. Und auch Shauna war sehr nett.

Die Farm und die beiden Wohnh├Ąuser lagen etwa 15 Minuten von Waterford entfernt und hatten eine sehr gute Busanbindung, weil die Stra├če nach Tramore nicht weit war. Dort angekommen habe ich bald meinen neuen Hostdad kennen gelernt. Und wieder hat das ganze sehr ungewohnt auf mich gewirkt, weil ich pl├Âtzlich so viel Aufmerksamkeit hatte, die mir in der anderen Familie gefehlt hatte. Eine vollkommen andere Erwartungshaltung, die auch die komplette Dauer meines Aufenthalts ├╝ber geblieben ist.
Ich habe ein eigenes Appartment bewohnt, mit K├╝chenzeile und Wohnzimmer. Es war zwar schon ziemlich alt, das hat mich allerdings niemals gest├Ârt.

Den n├Ąchsten Tag, einen Sonntag, hatte ich frei und Zeit, um die Farm zu erkunden, und am Montags gingÔÇÖs dann auch schon mit der Arbeit los. Die Arbeit auf der Farm begann um 6:30. Ich habe K├Ąlber gef├╝ttert (von denen es eine Menge gab, bei 140 K├╝hen, die alle einmal im Jahr kalben) und dann, nach dem Fr├╝hst├╝ck zwischen 8 und 9, meist den Melkstall geputzt und T├╝ten mit Trockenfutter, Soja oder Heu gef├╝llt. Wenn die K├╝he drau├čen waren bin ich oft mit Eoin (23), dem ├Ąltesten Sohn von meinem Hostdad auf dem Quad in die Felder gefahren, um K├╝he auf andere Felder zu bringen. Das hat f├╝r mich meistens eine Menge rennen bedeutet, weil Eoin mit dem Quad besser umgehen konnte und ich nebenher rennen musste, damit die K├╝he nicht wieder zur├╝ck rennen. Es hat trotzdem viel Spa├č gemacht, und obwohl ich zum Teil dumme Fehler gemacht habe und Eoin eine ziemlich eine ziemlich ungeduldige Person war, haben wir uns meistens gut verstanden.

Um 13 Uhr gab es dann Mittagessen, eigentlich immer Kartoffeln mit Karotten oder Kohl und Fleisch. Ich bin zwar Vegetarier, bin allerdings trotzdem immer satt geworden. Bestimmt auch wegen dem gro├čartigen Nachtisch, Magarete hat n├Ąmlich eine ganze Menge gebacken.
Dann hatte ich zwei Stunden lang frei, danach habe ich bei der Hausarbeit geholfen, manchmal Shauna bei den Hausaufgaben, und dann zur├╝ck auf die Farm um nochmal den Melkstall zu putzen.
Danach gab es dann Abendessen, meistens Salat oder Pommes mit Baked Beans, aber immer ziemlich lecker. Am Anfang war die Arbeit noch sehr anstrengend, das ist mit der Zeit aber immer besser geworden. Mittlerweile f├╝hle ich mich ohne die Bewegung unausgelastet, was mich gl├╝cklicherweise ├Âfters zum Joggen bewegt.

An den Wochenenden hatte ich immer frei, wor├╝ber ich mich als Farmarbeiterin wirklich gl├╝cklich sch├Ątzen kann. Viele Andere, denen ich begegnet bin, hatte nur einen Tag in der Woche frei. Ich konnte also jedes Wochenende irgendwo ein Hostelbett buchen und mir alles anschauen, und wenn ich weiter weg wollte, habe ich auch oft noch den Freitag Abend frei bekommen. Bei mir in der N├Ąhe habe ich leider keine anderen Arbeiter aus dem Ausland gefunden, mit denen ich mich h├Ątte anfreunden k├Ânnen, einsam war ich aber trotzdem nie. Gerade in Irland lernt man ├╝berall schnell nette Leute kennen. Die Landschaft ist au├čerdem wundersch├Ân und gerade f├╝r Leute, die gerne wandern, sehr zu empfehlen.

Ich habe oft Abends einfach nur dagesessen und mit mit meinen Gasteltern unterhalten, und gegen Ende habe ich mich dann auch wirklich wie zuhause gef├╝hlt. Der Abschied ist schwer gefallen und ich denke sehr gerne an die Zeit dort zur├╝ck.

Vielen Dank an das Auszeit-Weltweit Team, das dieses einmalige Erlebnis m├Âglich gemacht hat! =)

Nadine



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Juli
  • 19. Juli, 16 Uhr, Online-Infoabend
August
  • 15. August, 18 Uhr, Infoabend in K├Âln
  • 23. August, 16 Uhr, Online-Infoabend
September
  • 20. September, 14-18 Uhr, "Neugierig auf die Welt", Hanau
  • 22. September, 10-16 Uhr, Jugendbildungsmesse, K├Âln
  • 29. September, 10-15 Uhr, Youth Education & Travel Fair, Wien

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