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Farmarbeit Irland - Denise

 

Ja, es waren exakt 7 Monate die ich in Irland verbracht habe, auf den Tag genau ;). Tja, soviel zur Dauer meines Aufenthaltes; viel wichtiger ist aber wohl was ich alles erlebt habe und wie ich die Zeit insgesamt fand, beziehungsweise was ich daraus „mitgenommen“ habe.

Als Erstes möchte ich erwĂ€hnen, dass ich auf jeden Fall zufrieden mit der Arbeit von „Auszeit weltweit“ war hinsichtlich der Organisation und der Betreuung, angefangen bei der telefonischen Auskunft ĂŒber die verschiedenen Programme bis hin zur Gastfamilienvermittlung und Planung der Reise.

Leider hatte es bei mir nicht mehr zu einem Platz in meinem damaligen Wunschprogramm gereicht (ich war wohl etwas zu spĂ€t dran und das Programm sehr beliebt), doch Auszeit weltweit bemĂŒhte sich darum, fĂŒr mich eine alternative Platzierung zu organisieren. Diese nahm ich dann auch an, denn ich dachte mir: „wer nicht wagt, der nicht gewinnt“, und außerdem wollte ich unbedingt fĂŒr einige Zeit nach dem Schulabschluss ins englischsprachige Ausland.

„Geendet“ bin ich letztendlich dann in (beziehungsweise etwas außerhalb) der kleinen Stadt Kildare im gleichnamigen County in Irland. Innerhalb des Programmes „Agri-Home“ war ich bei einer Großfamilie untergebracht. Mein Zimmer befand sich bei einer Tochter der Großmutter (eine von sechs Kindern), die schon eine zweieinhalbjĂ€hrige und eine einjĂ€hrige Tochter hatte und nach Weihnachten ihr drittes Baby erwartete.

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Jeden Morgen lief ich die Straße hinunter bis zum Haus der Großmutter, wo ich dann ihre fĂŒnf Enkelkinder; zwei Jungs und drei MĂ€dels; im Alter von fast einem Jahr bis zu fĂŒnf Jahren betreute und die Oma im Haushalt unterstĂŒtze wo immer sich mich brauchte. Ja, die meiste Zeit auf zwei kleine Babys aufzupassen und dann noch zwei teilweise „wilde“ Kleinkinder zu betreuen (der FĂŒnfte im Bunde war bis ca. 14 Uhr in der Schule unter der Woche) war teilweise ziemlich turbulent, man hĂ€tte oft mindestens zwei Paar Augen vertragen können ;). Interessant war es aber auf jeden Fall, denn ich hatte zuvor noch nie mit Babys gearbeitet und in der Zeit in Kildare sehr viel ĂŒber und rund um sie erfahren; konnte vor allem meinen Wortschatz um einige Wörter wie „nappies“ (dt. Windeln), das Wort fĂŒr Schnuller, BabytĂŒcher etc. erweitern :)
Insgesamt konnte ich viel Neues lernen: Vor allem da alle Kinder zwar verschieden alt, aber doch sehr nah altersgemĂ€ĂŸ zusammen waren, konnte man sehr schön die Entwicklungsstufen erkennen: die eine fing nach einiger Zeit an zu laufen, die andere sollte lernen „sauber“ zu werden,...
Nach ca. dreieinhalb Monaten in dieser Familie kristallisierte sich ein Problem heraus, das letztendlich in einem Gastfamilienwechsel endete. Auch hier waren beide Organisationen; sowohl „Auszeit weltweit“ in Deutschland als auch die irische Partnerorganisation da, wenn man sie brauchte und gaben UnterstĂŒtzung in der Organisation fĂŒr eine neue Gastfamilie. So zog ich dann Anfang Februar mit all meinem GepĂ€ck von Kildare in den kleinen Ort Kiskeam im County Cork, sehr nah an der Grenze zu Co. Kerry, wo sich Killarney Nationalpark und der Ring of Kerry befinden. Mit dem Wohn- und Familienwechsel kam so auch ein Landschaftswechsel hinzu: von den Currah Plains in Kildare hin zu der bergigen Landschaft im Co. Cork.

Auch mein Aufgabenfeld verĂ€nderte sich: Die Kinder waren nun etwas Älter, ich betreute zwei MĂ€dels und zwei Jungs im Alter von sieben, acht, elf und zwölf Jahren, musste aber nicht mehr zu sehr auf alle aufpassen da sie eben schon Ă€lter und selbststĂ€ndiger waren. Im Haushalt half ich weiterhin, egal ob Boden putzen, saugen oder Dinner fĂŒr die Kinder und meine Gastmutter kochen. Letztere war immer ziemlich beschĂ€ftigt, da ihr eine eigene Milchfarm mit ca. 200 MilchkĂŒhen gehörte und sowohl die Bewirtschaftung der Farm als auch die Kinder mit ihren Hobbies ein echter Fulltime-Job waren. Genau aus diesem Grund war ich dann auch als „Helfer fĂŒr alles“ bei der Familie, was echt schön war, denn mit den verschiedenen Aufgaben wurde es einem nicht langweilig. Nach und nach fing ich dann auch an, immer mehr auf der Farm zu helfen und hatte bald ganz klar den Job als „Calfgirl“ inne, da ich mich hauptsĂ€chlich im KĂ€lberstall aufhielt und mich dort um die Kleinen der Farm kĂŒmmerte. Aber natĂŒrlich werden auch die Kleinsten einmal grĂ¶ĂŸer, und so ging ich langsam dazu ĂŒber, mehr „reinigende“ Aufgaben zu ĂŒbernehmen, denn auf einer Farm gibt es immer etwas sauber zu machen bzw. zu halten! Der Hochdruckreiniger wurde bald zu einem oft gesehenen Begleiter von mir und abgesehen davon durften sich die MilchkĂŒhe beim Melken zum Schluss sehr oft an meiner Gesellschaft erfreuen :).
Tja, und Ende Mai ging es dann auch schon wieder zurĂŒck nach Hause. Letztendlich haben sich die 7 Monate nicht so lange angefĂŒhlt. Sowohl Der Gastfamilienwechsel, als auch dass es nach einem verspĂ€teten Wintereinbruch Mitte/Ende MĂ€rz endlich anfing FrĂŒhling zu werden begann und draußen lĂ€nger hell blieb; all das „beschleunigte“ zusammen mit dem Spaß an der körperlichen Arbeit draußen auf der Farm und mehr Gelegenheiten fĂŒr AusflĂŒge innerhalb Irlands die Zeit mehr und mehr.

Auch der Besuch meiner Freundin, die zur selben Zeit als Au-Pair in England war, war ein schönes Erlebnis in der zweiten HĂ€lfte meines Auslandaufenthaltes. Zusammen mussten wir feststellen: So ein einwöchiger Rucksack-Aktiv-Urlaub kann echt Spaß machen, vor allem wenn jeder vom ErzĂ€hlen des Erlebten der letzten Monate nicht aufhören kann und zusĂ€tzlich auch das irische Wetter gnĂ€dig ist :).

Ja, insgesamt kann ich also nur sagen, dass es auf jeden Fall die richtige Entscheidung war, diese Zeit in Irland zu verbringen. Mitgenommen habe ich auf jeden Fall die EindrĂŒcke der Herzlichkeit, Freundlichkeit und Aufgeschlossenheit der Iren, die schöne und facettenreiche Landschaft, eine Vorliebe fĂŒr Bulmers und den Guinness-Schaum ;), den Spaß an der Arbeit auf der Farm, die neuen Erfahrungen in der Arbeit mit Kindern, viel SelbststĂ€ndigkeit und neben der Liebe zu Englisch noch vieles, vieles mehr.
Und eines möchte ich allen zum Schluss noch aus Erfahrung mitgeben:

Wenn ihr einen Traum, ein Ziel habt, dann kÀmpft darum und gebt nicht nach dem ersten Versuch auf.

Ich hatte ein paar Steine auf dem Weg bis ich nach Irland kam, von der Finanzierung bis hin zum Programmwunsch, dann in Irland selbst mit dem Gastfamilienwechsel... Aber ich habe mein Ziel verfolgt, nach Irland zu reisen bzw. dort zu bleiben, weil ich es unbedingt wollte. Und zum Schluss muss ich sagen, dass der Gastfamilienwechsel ganz gut war, denn wie sonst hĂ€tte ich einen neuen Einblick in eine andere Familie, ihre Lebensweise und auch in die Farmarbeit bekommen? Und letztendlich war es genau das, was ich mir am Anfang als „Programm“ gewĂŒnscht hatte. Manchmal funktioniert eben nicht alles mit Plan A, oft kommt man auch mit ein paar Umwegen zum Ziel. Und es sind sicherlich nicht nur die Eltern auf ihr Kind stolz, auch man selbst kann von neuem Selbstbewusstsein und neuen Erfahrungen profitieren. :D

Wer also den Wunsch oder Traum hat, eine gewisse Zeit im Ausland zu verbringen, vielleicht auch in Irland, dem kann ich es auf jeden Fall nur empfehlen.
My very best wishes to all of you, good luck, Denise


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