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Farmarbeit Frankreich - Frédéric

 
Mein Auslandsbericht

Meine 2­monatige Reise nach Frankreich war mit Sicherheit eine große Erfahrung, die mir keiner mehr nehmen kann. Ich habe viele nette Menschen kennengelernt und hab es geschafft meine Sprachkenntnisse zu verbessern und die “Angst vor dem Sprechen” zu lindern.

Am 1. März war es soweit: der Abschied. Es war nicht einfach für mich meine Heimat, meine Familie, meine Freunde,... zu verlassen in dem Wissen, ich würde sie 2 Monate lang nicht mehr sehen. Allerdings war diese Trauer schnell verflogen, als ich am Bahnhof bereits von der Partnerorganisation erwartet wurde. Spätestens jetzt wurde mir bewusst, dass ich gezwungen war Französisch zu sprechen, anderenfalls müsste ich die 2 Monate lang schweigen.

Ich war wie ausgewechselt, da ich mir keine Gedanken mehr über die Fehler gemacht habe, die ich während des Sprechens machte, sondern ich versuchte einfach nur das herüberzubringen, was ich sagen wollte.
Und genau so und NUR so lernt man eine Fremdsprache. Während meines Farmaufenthaltes in der Bretagne habe ich viele Menschen kennengelernt ­ auch welche in meinem Alter. Das fand ich auch besonders wichtig, da man sich mit Jugendlichen inniger unterhalten und Freundschaften schließen kann.

Neben der alltäglichen Arbeit, die auf einer Farm unausweichlich ist, konnte ich auch vieles anderes entdecken an den Wochenenden. Meine Gastfamilie hat versucht mir meinen Aufenthalt so schmackhaft wie möglich zu machen und das ist ihnen auch gelungen.
Ich habe zum ersten Mal in meinem Leben die Hauptstadt Frankreichs kennengelernt, durfte die wunderschöne Küste der Bretagne besuchen, den bekannten Mont St. Michel bewundern, die heimische Erstligamannschaft Rennes im Stadion anfeuern,.........
Wer noch zweifelt, ob ein Auslandsaufenthalt das Richtige für ihn ist oder nicht, dem lass gesagt sein, dass es sich auf jeden Fall lohnt! Die Erfahrungen, die Du während deiner Reise sammelst, kann Dir keiner mehr nehmen und am Ende bist Du stolz, dass Du das ganz alleine gemeistert hast. Für mich war es nämlich auch das erste Mal, dass ich länger als 2 Wochen von meiner Familie getrennt war und trotzdem hab ich kaum Anzeichen von Heimweh feststellen können. Das lag zum einen an der visuellen Telekommunikation (Skype,...), zum anderen aber daran, dass ich gar keine Zeit hatte viel zu trauern.

A propos technische Hilfsmittel: Es wäre empfehlenswert, dass ihr entweder ein Ersatzhandy oder, wie ich, einen Laptop neben eurem Handy mitnehmt. Am zweiten Tag hat mein neuwertiges Handy nämlich den Geist aufgegeben und ohne wäre die Kommunikation mit Freunden und Familie schwer gewesen. Das Wissen, dass die Familie stolz auf einen ist, gibt einem nämlich die nötige Kraft für das Abenteuer.

Es ist verrückt, dass man nach nur 2 Monaten so vertraut mit einer Familie ist, die einem vorher vollkommen unbekannt war. Am 30. April war es dann wieder soweit: der Abschied. Dieses Mal allerdings von der anderen Seite, nur noch wenige Stunden, bis ich meine Freunde und meine Familie wiedersehen konnte. Verlassen habe ich Frankreich trotzdem auch mit einem weinenden Auge.
Ihr werdet feststellen, dass ihr euch an die Umgebung, Arbeit, Familie,... gewöhnen werdet und das den Abschied nicht gerade erleichtern wird.
Um meinen Bericht abzuschließen, kann ich nur noch eins sagen: Weg mit den Zweifeln, ob ihr euch das zutraut oder nicht! Ich hätte es mir selbst auch nicht zugetraut, zumal ich sehr heimatverbunden bin, aber ich bereue nichts.
Ich hab nun viele neue Freunde in Frankreich gefunden, die ich jederzeit besuchen kann. Außerdem kann ich jetzt Kühe melken, also wenn das kein Argument ist, dann weiß ich es auch nicht. ;­)

Ich wünsche euch viel Spaß in eurem Land! Egal ob Frankreich, Kanada, Auckland oder wo auch immer es euch hinzieht, ich hoffe, ihr macht genau so viele Erfahrungen wie ich.


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