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Farmarbeit Chile - Florentina

 
„Flori, bist du dir dessen bewusst, dass wir im Paradies leben?!“

Die riesigen Araukarien beugen sich über uns und bilden ein schützendes Dach. Gemächlich trägt mich Sushi den steinigen Weg immer weiter hinauf. Von vorne höre ich ein entspanntes Schnauben. Nachdem wir den Urwald durchquert haben, erwartet uns das Naturwunder.

DIE LAGE DER FARM
Der 2800m hohe Vulkan Tolhuaca bäumt sich vor uns auf, als würde er die Lagune beschützen wollen. Die Stille der Natur gibt uns zu verstehen wie besonders sie ist. Wir setzen uns ans Wasser und sehen stundenlang in die Ferne. Die Vögel singen, die Sonne streichelt uns den Rücken, der Duft der Erde, der Blumen streift uns um die Nase, das Wasser lässt uns die Natur schmecken und das Auge kann sich an der Schönheit der idyllischen Landschaft nicht satt sehen. Hier wird uns ein 5D Kino, der besonderen Art von der Natur selbst geboten.

Ich komme aus Österreich und habe im Mai 2011 mein Auslandsjahr auf der Farm begonnen und im Mai 2012 mit einzigartigen Erfahrungen, unbeschreiblichen Erlebnissen, einem angereicherten Wissen der südamerikanischen Natur und Kultur und großen Abschiedsschmerz wieder verlassen.

Jeder Tag auf der Farm bringt neue Überraschungen und Hindernisse, die überwunden werden müssen. Die Arbeiten sind sehr vielfältig. Wir beginnen mit der morgendlichen Routine, auch die ist aufgrund Saison und Wetterverhältnisse verschieden. Doch vor allem sind das Aufgaben um die Tiere zu versorgen. Wir füttern Hühner, Hunde, gießen den Gemüsegarten und im Winter wird natürlich auch für Pferde, Kühe, Schafe und Ziegen Heu bereitgestellt. Außerdem müssen die Ställe gesäubert werden und für den Abend mit frischem Stroh ausgelegt werden. Welches in den Sommermonaten geerntet wird.

Das Anwesen befindet sich auf 1000m Seehöhe und ist über eine 20km lange Schotterstraße zu erreichen. Der Besitzer hat in Deutschland eine Ausbildung als Landwirt absolviert. Er ist ein sehr engagierter Bauer und versucht sein vielseitiges Wissen aus verschiedensten Betrieben aus Deutschland und der Schweiz anzuwenden. Doch muss auch er immer wieder feststellen, dass das Leben und die Arbeit mit dem entwickelten Europa nicht zu vergleichen ist. Die schlecht befahrbaren Straßen und die nur teilweise kultivierten Felder erschweren die Arbeiten sehr. Trotz des erschwerten Alltags und den harten Lebensbedingungen bevorzuge ich das wilde chilenische Fundoleben gegenüber einem europäischen fertigentwickelten Hofleben. Ich finde es schön, dass es in der heutigen Zeit noch so ein ursprüngliches Dasein gibt.

In den Sommermonaten Dezember, Januar, Februar wird jede Hilfe gebraucht. Freunde aus Deutschland kommen, um bei der Heuernte mitzuhelfen. So einen Zusammenhalt wie zu dieser Zeit, habe ich zuvor noch nicht kennen gelernt. Einer ist mit dem Heuwender, einer mit dem Heuschwader, einer mit der Ballenpresse unterwegs und alle anderen sammeln die Ballen ein und laden sie auf. Bis spät in die Nacht arbeiten wir alle mit vollem Körpereinsatz, um das fertige Heu in die Scheune zu bringen. Doch dann schlussendlich sind wir alle stolz auf die geschaffte Arbeit und belohnen uns mit einem Grillfest.

Bei uns hier in Österreich oder vor allem auch in Deutschland ist die landwirtschaftliche Arbeit schon sehr maschinell und somit geht dieser Familienzusammenhalt leider verloren. Mit einer Rundballenpresse und einem Frontlader kann man nach gemachter Arbeit kein Erntefest veranstalten. Außerdem finde ich es schön, aber auch bemerkenswert so abgeschieden von jeglicher Zivilisation zu leben, mit dem Ziel sich irgendwann einmal völlig selbstversorgen zu können. Momentan sind wir leider noch auf den Supermarkt in Curacautin angewiesen. Da überlegt man es sich vorher lieber, ob sich die 20km lange Fahrt in den nächsten Ort auch wirklich lohnt.

Ich habe auf der Farm eine unbezahlbar schöne Zeit! Außerdem kann ich nur jedem raten eine Reise in dieses Paradies zu unternehmen.

(Florentina über ihre Erfahrungen mit dem Programm unserer Partner)



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