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Farmarbeit Australien - Moritz

 

Hi,
Ich bin Moritz, 18 Jahre alt und habe mich nachdem ich mit der Schule fertig war und kurz vor dem Studium meine Einschreibung zurückgezogen, da ich mich noch nicht bereit fürs Studium gefühlt habe und erst etwas praktische Erfahrung und generelle Lebenserfahrung sammeln wollte.

Nach einigen Monaten Orientierung, Arbeit und sparen fiel meine Entscheidung dann auf Australien obwohl ich erst skeptisch war… Viel zu viele Jugendliche in Deutschland gehen zum Reisen nach Australien. Ich wollte meine eigene Erfahrung machen und nicht was typisches machen, aber letztendlich dachte ich mir, dass ich mich davon nicht beeinflussen lassen sollte und lasst euch sagen, dass Australien so ein unglaubliches Land ist, das riesig und unbeschreiblich vielseitig, so dass es wirklich für jeden Reisenden ein komplett individuelles Erlebnis bietet, solange man den Mut und die Ausdauer hat neue und eigene Wege zu finden, auf denen man auch mal auf sich alleine gestellt ist. Generell findet man auf diesen Wegen immer Leute, denen man vertrauen kann, die Menschen in Australien sind im allgemeinen viel offener und gastfreundlicher als wir es aus Deutschland gewohnt sind, trotzdem sollte man als Reisenden immer auf der Hut sein und seine eigene Menschenkenntnis erweitern.

Für mich war unglaublich mit was für einem Vertrauen man von Anfang an behandelt wird, ich habe von Anfang an auf meiner Farm Tage mehr oder weniger alleine verbringen müssen, da meine Gastmutter die Farm unter der Woche zum Arbeiten in der Stadt verlassen hat. Die Arbeit war oftmals unorganisierter und spontaner eingeteilt als man es normalerweise kennt, was jedoch denke ich vom Ausmaß der Farm und den Menschen abhängt. Viele Aktivitäten waren nicht typische Farmarbeiten sondern generelle Arbeiten wie im Schuppen für Ordnung zu sorgen (ein hartes Projekt) oder Forstarbeiten aber die täglichen Routineaufgaben beruhten immer auf Versorgung der wenigen Tiere und dem Pflegen des Gemüsegartens. Im allgemeinen harte, abwechslungsreiche Arbeit die vor allem in der Hitze des australischen Sommers nicht jedermanns Sache ist, doch ich bin mir sicher dass jeder seinen Teil zum australischen Farmleben beitragen kann und zumindest meiner Erfahrung nach Rücksicht auf Stärken, Schwächen, Vorlieben und Gesundheit genommen wird. Solange man im verbalen Austausch offen ist, ist es eine super Sache sich im Farmleben zu integrieren und seinen Teil zu leisten um sich die Aufnahme in der Gemeinschaft zu verdienen. Ich wurde dauerhaft für alles gelobt, was ich getan habe und von Anfang an respektiert und aufgenommen nicht wie ein Arbeiter sondern wie ein Gast bis hin zu einem „Teil der Familie“. Schon nach kurzer Zeit war mir die Farm wie ein Zuhause, dass mir auch nach meinem Aufenthalt offen stehen wird und das ich nicht vergessen werde! Ich habe Freunde gefunden mit denen ich Kontakt halte und werde nach meinen Reisen in Australien auf der Farm vorbeischauen bevor es nach Hause geht.

Für mich war recht schnell klar, dass das Arbeitsverhältnis das man eingeht recht locker gehalten ist. Die tägliche Arbeit wird geschätzt und nicht genau abgezählt. An manchen Tagen arbeitet man mehr und an manchen weniger, abhängig von Wetter, Energie, Bedarf und anderen Umständen. Man entwickelt ein allgemeines Gefühl dafür, was erwartet wird und was man selbst leisten kann/will und wird dementsprechend belohnt, ob durch Worte, eine entsprechende Auszeit oder eine besondere Mahlzeit. Die Menschen auf der Farm haben mir in meiner Freizeit auch lokale Attraktionen gezeigt, oder mich auf Ausflüge mitgenommen, von lokalen Aussichtspunkten und Wasserfällen, bis hin zu Camping- und Bootsausflügen mit privaten Wakeboard-Stunden.

Um noch etwas mehr zu den Umständen auf der Farm selbst zu sagen: Die Unterkunft selbst war recht einfach gehalten, da ich nur mit meiner Gastmutter und zeitweise mit anderen Wwoofern und ihrem Sohn in einem recht kleinen Haus gewohnt habe. Das war jedoch ausreichend gekühlt und sanitär ausgestattet, mein Bett war eine sehr gemütliche Ausziehcouch im Eingang des Hauses (also nicht sehr abgeschottet :D) und die Toilette/Dusche wurde von einem Dauercamper auf der Farm mitbenutzt. Das Haus wurde von meiner Gastmutter sehr sauber gehalten, da sonst auch schnell Probleme mit Küchenschaben und Mäusen auftreten wie bei unseren Nachbarn..

Meine Gastmutter war eine begnadete Köchin, die mich verwöhnt hat und auch auf meinen beinahe unstillbaren Hunger Rücksicht genommen hat. Wenn Sie selbst nicht Zuhause war, war eigentlich fast immer etwas vorbereitet, dass ich mir aufwärmen oder selbst zubereiten konnte. Das meiste kam ja sowieso frisch aus eigenem Anbau aber mindestens wöchentlich bestand auch die Chance einen Wunsch zu äußern, wenn der Kühlschrank aus dem Supermarkt gefühlt werden muss, mit Sachen die nicht im Garten wachsen (sogar Cola und Bier :P).

Die Farm war 15-20 min. unbefestigte Straße von der Stadt entfernt, was jedoch mit super Aussicht und Wildlife-experience belohnt wird. Die eigenen Freizeit- und Besorgungsmöglichkeiten sind dadurch aber beeinflusst, vor allem wenn man kein eigenes Auto hat.

Ich habe nach dem Aufenthalt bereits mit Leuten geredet, die seit einem Jahr in Australien sind und keine wilden Kängurus, Schlangen oder Spinnen gesehen haben, die bei mir auf der Tagesliste standen, wer da Angst hat, kann sich sagen lassen, dass man als vernünftiger Mensch, der sich an die Erfahrung der Einheimischen hält, keine Probleme bekommt.

Es gibt unendlich viele Erlebnisse, die ich in diesem Bericht eigentlich kaum zusammenfassen kann. Ich kann nur sagen, dass ich eine super Zeit auf der Farm, die mich unglaublich auf meine weitere Reise durch Australien vorbereitet hat. Die Menschen und das Land lassen es nicht zu, dass man sich langweilt, jeder Tag hält etwas bereit, dass es sich lohnt zu erleben, egal ob man sich besonders für Tiere, Natur, Landschaften, Technik, Kinder, Sport, Farmarbeit oder was auch immer interessiert.

Mein Rat ist traut euch, seit offen, motiviert und freundlich und Australien gibt euch ein Erlebnis, dass man nur einmal bekommt!

Cheers,
Mozzer out!



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