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Termine

November
  • 17. November, 10-16 Uhr, Jugendbildungsmesse Bonn
Dezember
  • 5. Dezember, 18 Uhr, Infoabend in K├Âln
  • 6. Dezember, 16 Uhr, Online-Infoabend

Weitere Termine findest du hier!

 

Au Pair Neuseeland - Mirjam

Als Au Pair in Neuseeland

Cathedral Cove - Coramandel

Ich war sehr u╠łberrascht und froh, wie alles mit der Organisation geklappt hat, weil man echt viel Unterstu╠łtzung bekommt und (womit ich mich anfangs erst anfreunden musste) wenig Verantwortung u╠łbernehmen muss. Ich war zum Beispiel recht u╠łberrumpelt, als mir ein Vertrag fu╠łr eine Bank vorgelegt wurde und gar nicht zur Debatte stand, ob ich auch zu dieser Bank mo╠łchte. Das ist insofern beruhigend, dass nichts wirklich schief gehen kann und man sich keine Gedanken um irgendetwas machen muss aber Selbststa╠łndigkeit wird dadurch vielleicht eher weniger gefo╠łrdert.

Ich habe mich sehr gut betreut gefu╠łhlt und vor allem von Seiten Auszeit-weltweit kamen immer wieder Nachfragen, wie es mir geht. Auch im Voraus konnte ich sa╠łmtliche Fragen und Probleme mit der Organisation besprechen auch wenn diese vielleicht nicht explizit in deren Aufgabenbereich geho╠łrten. Ich hatte zu keinem Zeitpunkt das Gefu╠łhl alleine mit meinen Sorgen zu sein sondern dass Auszeit-weltweit ein echtes Interesse daran hatte, dass alles klappt und ich eine gute Zeit habe. Bei der Partnerorganisation kann man sich auch jeder Zeit melden, wenn man Probleme hat und soweit ich das mitbekommen habe bekommt man schnell und lo╠łsungsorientiert Hilfe. Eine meiner Freundinnen hat zum Beispiel die Familie gewechselt und das verlief recht unkompliziert und reibungslos mit Unterstu╠łtzung von der neuseel├Ąndischen Agentur.

Es werden auch immer wieder Coffee-groups und Wochenendausflu╠łge angeboten, u╠łber die man andere Au Pairs kennen lernen und sich austauschen kann. Allerdings muss ich dazu sagen, dass diese Unternehmungen eher wie eine Klassenfahrt oder so strukturiert sind und man in seiner Flexibilita╠łt entsprechend eingeschra╠łnkt ist. An Wochenenden habe ich es vorgezogen mit anderen Au Pairs (die ich aus der Umgebung oder von den Orientationdays kannte) eigensta╠łndig Touren zu machen, was dadurch, dass man alles ÔÇ×alleineÔÇť organisiert und Neuseeland einfach ein wunderscho╠łnes und natu╠łrliches Land ist, ein extremes Freiheitsgefu╠łhl ist.

Tongariro Crossing ÔÇô Tongariro National Park

Je nachdem wo man untergebracht ist kann man sich unterschiedlich frei bewegen aber wenn man in Auckland wohnt kann man alles auf der Nordinsel ohne gro╠ł├čere Probleme mit dem Auto/Bus erreichen. Ein paar meiner Highlights sind Coramandel (mit Hot-Water-beach und Cathedral Cove), Cape Reinga (mit Sandboarding), Hobbiton (nur wenn man Herr-der-Ringe-Fan ist), Waitomo Caves, Reglan, Waiheke, Rotorua und Tongario. Wobei eigentlich alles scho╠łn ist und wenn man mit den richtigen Leuten fa╠łhrt kann auch nichts schief gehen. An einem Abend sollte man unbedingt auch auf den Sky-Tower und dabei sichergehen, dass man den Sonnenuntergang sieht und damit Auckland bei Tag und bei Nacht sieht.

Hokianga Habour - Northland

Fu╠łr die Su╠łdinsel wu╠łrde ich mir am Anfang oder Ende der Au Pair Zeit mindestens einen Monat Zeit nehmen. Die meisten sind dann auch durch die Wochenendtrips so selbstsicher geworden, dass sie sich das alleine und mit dem Bus zutrauen. Ansonsten kann man auch da Klassenfahrt a╠łhnliche Touren mit Kiwi experience oder Stray buchen. Grundsa╠łtzlich ist man in Neuseeland eigentlich nie alleine mit all den Backpackern und vor allem als Deutsche/r fu╠łhlt man sich fast wie zu Hausen.

Was nicht jeder mithatte waren Handtu╠łcher. Die man zwar fu╠łr die Zeit in der Familie tatsa╠łchlich nicht braucht aber fu╠łrs Reisen generell ist es scho╠łn alles selbst zu haben. Wetterfeste Kleidung wird manchmal auch vergessen, ist aber essentiell fu╠łr Neuseeland. Ansonsten sollte man jetzt aber nicht denken, dass man auf eine Expedition geht sondern einfach einpacken, was man auch so zum ta╠łglichen Leben in Deutschland braucht. Und wenn man irgendetwas vergisst, kann man es auch dort kaufen.

Bezu╠łglich Unterkunft und Projektarbeit muss ich sagen, dass ich das nicht als enorme Herausforderung empfunden habe. Das ha╠łngt natu╠łrlich ganz stark von der Familie ab aber die erwarten keine ausgebildeten Erzieher/innen oder Profis. In der Regel sind die Zimmer, die man bekommt sehr scho╠łn und werden als dein Privatbereich akzeptiert. Mit der Zeit wa╠łchst man natu╠łrlich immer mehr in die Familie hinein und man beginnt alles lockerer zu sehen. Ganz wichtig
ist, dass du nicht mit der Einstellung dahin gehst, dass du ihnen zeigst, wie man gut lebt, sondern dass du ihre Gewohnheiten akzeptierst und vielleicht auch schlechte Angewohnheiten mittra╠łgst und dich damit arrangierst. Beim Essen zum Beispiel finde ich es wichtig, dass man viel Neues ausprobiert und sich nicht von Geruch oder ungewohnten Kombinationen oder so abschrecken la╠łsst.

Meine Zwerge und ich beim Schlittschuhelaufen

In meiner Familie war der Medienkonsum sehr ausgepra╠łgt und selbst gegen Ende meiner Zeit konnte ich das nicht nachvollziehen aber es steht mir in diesem Fall nicht zu, diesen Lebensstil nur weil er anders ist zu verurteilen. Bei so etwas muss man vielleicht einfach tolerant sein. Ich war in meiner Familie das vierte Au Pair und dabei finde ich ganz wichtig, dass man sich nicht mit den Vorga╠łngern vergleicht. Es ist natu╠łrlich scho╠łn sich auszutauschen aber es ist wichtig, dass man seinen eigenen Weg geht und Dinge auf seine Art regelt. Solange alle zur Richtigen Zeit am richtig Ort sind und ihre Hausaufgaben machen und was zu essen kriegen, kann man selbst entscheiden, wie man was macht (es sei denn man bekommt explizite Vorgaben).

Au├čerdem sollte man immer versuchen fu╠łr die Kinder sowohl Respekt- als auch Vertrauensperson zu sein. Wenn man sie ernst nimmt und nicht wie Dummerchen behandelt, wird das Verha╠łltnis enger und dein Einfluss steigt. Manchmal muss man natu╠łrlich Machtworte sprechen aber grundsa╠łtzlich ho╠łren Kinder besser, wenn man ihnen erkla╠łrt, warum sie was wie machen sollen.

Einen Kulturschock habe ich jetzt in Neuseeland nicht erlebt aber was auffa╠łllig ist, ist, dass alle in der ersten Woche etwas rastlos sind. Man mo╠łchte dann sofort Leute kennen lernen und irgendwas von dem Land sehen und best-friends mit der Familie sein. Das haben bisher alle gehabt, die ich kennen gelernt habe aber man muss sich einfach etwas Zeit geben. Es ist ganz normal, dass man sich erst auf alles einstellen muss und sein Leben neu ordnen aber wenn man das gemacht hat, taucht man immer mehr in das ganze Abendteuer ein und am Ende will man gar nicht mehr weg. Am Anfang muss man dann vielleicht auch erstmal mit sich alleine klar kommen aber u╠łber Facebook und Orientationdays und Wochenendtrips lernt man relativ schnell Gleichgesinnte kennen.

Das harte Au Pair Leben

An Neuseeland hat mich perso╠łnlich jetzt die Offenheit und Entspanntheit der Leute am meisten fasziniert und da es ein Einwandererland ist, trifft man auch auf so viele verschiedene Menschen und Kulturen. Die Natur ist natu╠łrlich auch atemberaubend und im Vergleich zu Deutschland kann man recht gu╠łnstig reisen. Au├čerdem ist es ein sehr sicheres und unberu╠łhrtes Land, wo man schon ein wenig von der Welt abgekapselt lebt. Die Nachrichten dort zum Beispiel sind ein Witz.

Im Allgemeinen wu╠łrde ich jetzt vielleicht raten, dass man entspannt an die ganze Sache ran geht und vor allem nicht mit zu hohen Erwartungen an die Gastfamilie. Und man muss sich am Anfang echt Zeit lassen. Ansonsten ist Au Pair eine geniale Sache bei der man recht einfach in einem fremden Land die Kultur und das Leben kennen lernen kann und Neuseeland ist natu╠łrlich das Paradies ;)

Te Paki Sand Dunes - Northland



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