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Au Pair Neuseeland - Mirjam

 
Als Au Pair in Neuseeland

Cathedral Cove - Coramandel

Ich war sehr überrascht und froh, wie alles mit der Organisation geklappt hat, weil man echt viel Unterstützung bekommt und (womit ich mich anfangs erst anfreunden musste) wenig Verantwortung übernehmen muss. Ich war zum Beispiel recht überrumpelt, als mir ein Vertrag für eine Bank vorgelegt wurde und gar nicht zur Debatte stand, ob ich auch zu dieser Bank möchte. Das ist insofern beruhigend, dass nichts wirklich schief gehen kann und man sich keine Gedanken um irgendetwas machen muss aber Selbstständigkeit wird dadurch vielleicht eher weniger gefördert.

Ich habe mich sehr gut betreut gefühlt und vor allem von Seiten Auszeit-weltweit kamen immer wieder Nachfragen, wie es mir geht. Auch im Voraus konnte ich sämtliche Fragen und Probleme mit der Organisation besprechen auch wenn diese vielleicht nicht explizit in deren Aufgabenbereich gehörten. Ich hatte zu keinem Zeitpunkt das Gefühl alleine mit meinen Sorgen zu sein sondern dass Auszeit-weltweit ein echtes Interesse daran hatte, dass alles klappt und ich eine gute Zeit habe. Bei der Partnerorganisation kann man sich auch jeder Zeit melden, wenn man Probleme hat und soweit ich das mitbekommen habe bekommt man schnell und lösungsorientiert Hilfe. Eine meiner Freundinnen hat zum Beispiel die Familie gewechselt und das verlief recht unkompliziert und reibungslos mit Unterstützung von der neuseeländischen Agentur.

Es werden auch immer wieder Coffee-groups und Wochenendausflüge angeboten, über die man andere Au Pairs kennen lernen und sich austauschen kann. Allerdings muss ich dazu sagen, dass diese Unternehmungen eher wie eine Klassenfahrt oder so strukturiert sind und man in seiner Flexibilität entsprechend eingeschränkt ist. An Wochenenden habe ich es vorgezogen mit anderen Au Pairs (die ich aus der Umgebung oder von den Orientationdays kannte) eigenständig Touren zu machen, was dadurch, dass man alles „alleine“ organisiert und Neuseeland einfach ein wunderschönes und natürliches Land ist, ein extremes Freiheitsgefühl ist.

Tongariro Crossing – Tongariro National Park

Je nachdem wo man untergebracht ist kann man sich unterschiedlich frei bewegen aber wenn man in Auckland wohnt kann man alles auf der Nordinsel ohne größere Probleme mit dem Auto/Bus erreichen. Ein paar meiner Highlights sind Coramandel (mit Hot-Water-beach und Cathedral Cove), Cape Reinga (mit Sandboarding), Hobbiton (nur wenn man Herr-der-Ringe-Fan ist), Waitomo Caves, Reglan, Waiheke, Rotorua und Tongario. Wobei eigentlich alles schön ist und wenn man mit den richtigen Leuten fährt kann auch nichts schief gehen. An einem Abend sollte man unbedingt auch auf den Sky-Tower und dabei sichergehen, dass man den Sonnenuntergang sieht und damit Auckland bei Tag und bei Nacht sieht.

Hokianga Habour - Northland

Für die Südinsel würde ich mir am Anfang oder Ende der Au Pair Zeit mindestens einen Monat Zeit nehmen. Die meisten sind dann auch durch die Wochenendtrips so selbstsicher geworden, dass sie sich das alleine und mit dem Bus zutrauen. Ansonsten kann man auch da Klassenfahrt ähnliche Touren mit Kiwi experience oder Stray buchen. Grundsätzlich ist man in Neuseeland eigentlich nie alleine mit all den Backpackern und vor allem als Deutsche/r fühlt man sich fast wie zu Hausen.

Was nicht jeder mithatte waren Handtücher. Die man zwar für die Zeit in der Familie tatsächlich nicht braucht aber fürs Reisen generell ist es schön alles selbst zu haben. Wetterfeste Kleidung wird manchmal auch vergessen, ist aber essentiell für Neuseeland. Ansonsten sollte man jetzt aber nicht denken, dass man auf eine Expedition geht sondern einfach einpacken, was man auch so zum täglichen Leben in Deutschland braucht. Und wenn man irgendetwas vergisst, kann man es auch dort kaufen.

Bezüglich Unterkunft und Projektarbeit muss ich sagen, dass ich das nicht als enorme Herausforderung empfunden habe. Das hängt natürlich ganz stark von der Familie ab aber die erwarten keine ausgebildeten Erzieher/innen oder Profis. In der Regel sind die Zimmer, die man bekommt sehr schön und werden als dein Privatbereich akzeptiert. Mit der Zeit wächst man natürlich immer mehr in die Familie hinein und man beginnt alles lockerer zu sehen. Ganz wichtig
ist, dass du nicht mit der Einstellung dahin gehst, dass du ihnen zeigst, wie man gut lebt, sondern dass du ihre Gewohnheiten akzeptierst und vielleicht auch schlechte Angewohnheiten mitträgst und dich damit arrangierst. Beim Essen zum Beispiel finde ich es wichtig, dass man viel Neues ausprobiert und sich nicht von Geruch oder ungewohnten Kombinationen oder so abschrecken lässt.

Meine Zwerge und ich beim Schlittschuhelaufen

In meiner Familie war der Medienkonsum sehr ausgeprägt und selbst gegen Ende meiner Zeit konnte ich das nicht nachvollziehen aber es steht mir in diesem Fall nicht zu, diesen Lebensstil nur weil er anders ist zu verurteilen. Bei so etwas muss man vielleicht einfach tolerant sein. Ich war in meiner Familie das vierte Au Pair und dabei finde ich ganz wichtig, dass man sich nicht mit den Vorgängern vergleicht. Es ist natürlich schön sich auszutauschen aber es ist wichtig, dass man seinen eigenen Weg geht und Dinge auf seine Art regelt. Solange alle zur Richtigen Zeit am richtig Ort sind und ihre Hausaufgaben machen und was zu essen kriegen, kann man selbst entscheiden, wie man was macht (es sei denn man bekommt explizite Vorgaben).

Außerdem sollte man immer versuchen für die Kinder sowohl Respekt- als auch Vertrauensperson zu sein. Wenn man sie ernst nimmt und nicht wie Dummerchen behandelt, wird das Verhältnis enger und dein Einfluss steigt. Manchmal muss man natürlich Machtworte sprechen aber grundsätzlich hören Kinder besser, wenn man ihnen erklärt, warum sie was wie machen sollen.

Einen Kulturschock habe ich jetzt in Neuseeland nicht erlebt aber was auffällig ist, ist, dass alle in der ersten Woche etwas rastlos sind. Man möchte dann sofort Leute kennen lernen und irgendwas von dem Land sehen und best-friends mit der Familie sein. Das haben bisher alle gehabt, die ich kennen gelernt habe aber man muss sich einfach etwas Zeit geben. Es ist ganz normal, dass man sich erst auf alles einstellen muss und sein Leben neu ordnen aber wenn man das gemacht hat, taucht man immer mehr in das ganze Abendteuer ein und am Ende will man gar nicht mehr weg. Am Anfang muss man dann vielleicht auch erstmal mit sich alleine klar kommen aber über Facebook und Orientationdays und Wochenendtrips lernt man relativ schnell Gleichgesinnte kennen.

Das harte Au Pair Leben

An Neuseeland hat mich persönlich jetzt die Offenheit und Entspanntheit der Leute am meisten fasziniert und da es ein Einwandererland ist, trifft man auch auf so viele verschiedene Menschen und Kulturen. Die Natur ist natürlich auch atemberaubend und im Vergleich zu Deutschland kann man recht günstig reisen. Außerdem ist es ein sehr sicheres und unberührtes Land, wo man schon ein wenig von der Welt abgekapselt lebt. Die Nachrichten dort zum Beispiel sind ein Witz.

Im Allgemeinen würde ich jetzt vielleicht raten, dass man entspannt an die ganze Sache ran geht und vor allem nicht mit zu hohen Erwartungen an die Gastfamilie. Und man muss sich am Anfang echt Zeit lassen. Ansonsten ist Au Pair eine geniale Sache bei der man recht einfach in einem fremden Land die Kultur und das Leben kennen lernen kann und Neuseeland ist natürlich das Paradies ;)

Te Paki Sand Dunes - Northland



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